„Im Sauerland sehe ich sehr viele Verbindungen zu meiner Heimat“

Torsten Koch

Arnsberg.  Seit Beginn des Monats August haben die Stadtwerke Arnsberg einen neuen Leiter. Karlheinz Weißer, zuletzt als Prokurist bei den Stadtwerken Konstanz tätig, hat im Niedereimerfeld „das Ruder übernommen“. Unsere Zeitung hat dem Geschäftsführer einige Fragen zu seinen ersten Tagen nach Amtsantritt im Sauerland gestellt:

Was hat Sie dazu bewogen, aus Süddeutschland ins Sauerland zu kommen?

Karlheinz Weißer: Ich habe vor etwa zehn Jahren im Rahmen meiner damaligen beruflichen Tätigkeit die Stadt und die Stadtwerke Arnsberg während einer Organisationsberatung bereits kennen und schätzen gelernt. Hier im Sauerland sehe ich sehr viele Verbindungen zu meiner Heimat und der Region, dem Schwarzwald, und fühle mich deshalb auch sofort zu Hause.

Werden Sie künftig auch in Arnsberg leben?

Die verantwortungsvolle Wahrnehmung der Geschäftsführung erfordert selbstverständlich die uneingeschränkte Präsenz vor Ort.

Wie ist Ihr erster Eindruck von den heimischen Stadtwerken?

Die Stadtwerke sind ein strukturiert aufgestelltes Unternehmen mit sehr qualifizierten und hoch motivierten, kreativen Mitarbeitern, die unser Motto „Für Arnsberg, für die Region“ auch engagiert leben.

Wo setzen Sie in den ersten Tagen Schwerpunkte Ihrer Arbeit?

Ich führe viele Gespräche mit meinen Mitarbeitern, denn offene Kommunikation, partnerschaftliches Miteinander und gegenseitiger Respekt sind die Grundregeln für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Ferner ist mir der Aufbau und die Pflege von Netzwerken ein äußerst wichtiges Anliegen, denn nur gemeinsam sind wir stark.

Wie gehen Sie an Ihre neue Geschäftsführertätigkeit heran, krempeln Sie alles um oder setzen Sie auf Bewährtes?

Ich freue mich, ein so gut funktionierendes und aufgestelltes Unternehmen übernehmen zu können. Ich werde die organisatorischen Strukturen und die vorhandenen Geschäftsfelder unternehmerisch zum Nutzen unserer Kunden kontinuierlich weiterentwickeln. Die Zufriedenheit des Kunden steht im Mittelpunkt allen Handels. Personalentwicklung sehe ich als ebenso wichtigen Bestandteil meiner Arbeit. Nicht nur die Gewinnung qualifizierter Arbeitskräfte, sondern auch die Bindung an unser Unternehmen haben für mich eine hohe Relevanz. Ich unterstütze gerne Eigeninitiativen und fördere die individuelle Qualifikation eines jeden Mitarbeiters.

Die heimischen Stadtwerke haben in der Vergangenheit einige innovative Projekte, z.B. Geothermie beim NASS oder das Holzhackschnitzelheizwerk am Berliner Platz, gestemmt. Was halten Sie von diesen Projekten - werden Sie weiterhin diesen Weg gehen?

Als regionaler Dienstleister für Arnsberg bin ich mir meiner unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung sehr wohl bewusst. Meine strategische Ausrichtung zielt insbesondere auf den Ausbau unseres Geschäftsbereiches Energie und Klima. Die Erweiterung dieses Geschäftsfeldes mit erneuerbaren Energien, besonders unter Beachtung regional verfügbarer Energieträger, liegt in meiner kurzfristigen Planung weit vorn. Kraft-Wärme-Kopplung, Windkraft sowie Wärme aus Abwasser und Biomasse sind nur einige Beispiele. Das möchte ich im Sinne des Netzwerkgedankens insbesondere mit dem heimischen Handwerk engagiert voranbringen. Die Wertschöpfung soll in der Region verbleiben. Dabei spielt die aktive Beteiligung der Bürger in Arnsberg eine große Rolle.

Mein Ziel ist es, das langjährige Engagement der Stadt Arnsberg zum Klimaschutz weiterhin erfolgreich zu unterstützen und mit innovativen Projekten erfolgreich zu fördern. Wir möchten in den kommenden Jahren auch weiterhin ein verlässlicher Energiepartner für Arnsberg sein und mit den Unternehmen vor Ort attraktive Partnerschaften eingehen. Dabei werden wir das bestehende Kundenvertrauen weiter ausbauen.