Im Laufschritt die Stadt entdecken

Arnsberg..  Laufen durch Arnsberg einmal ganz anders. Im Rahmen des Arnsberger Modells Baukultur soll Kurzurlaubern, Touristen und Geschäftsreisenden, aber auch Einheimischen bald die Möglichkeit gegeben werden, die Stadt und ihre vielfältigen Sehenswürdigkeiten auf sportlicher Art kennenzulernen. „Sightjogging“ will Baukultur aus Mittelalter, Klassizismus und Moderne auf einer acht Kilometer langen Runde durch Alt-Arnsberg erlebbar machen.

Erste Testläufe hat es gegeben. Die entsprechenden Flyer sind im Druck und sollen in vier Wochen ausgelegt werden. „Das Projekt soll erst einmal begonnen werden und sich dann entwickeln“, sagen Katrin Henneke von der Stadt Arnsberg und Stadtplaner Thomas Vielhaber. Beide schnürten für eine Sightjogging-Runde mit der Redaktion unserer Zeitung die Schuhe. Zunächst ist an zwei oder drei Führungen im Laufschritt pro Jahr gedacht, die über den Verkehrsverein gebucht werden können. Eine Beschilderung soll folgen. Und auch an eine Baukultur-Running-App für das Smartphone ist denkbar, die digital den Weg weist und möglicherweise über Sprechfunktionen die Sehenswürdigkeiten erklären kann.

Start der Runde ist an der Promenade in Arnsberg. Vorbei am Kloster Wedinghausen geht es hoch zum Ehmsendenkmal, durch das Eichholz, in das Klassizimus- und Mühlenviertel, an der renaturiertn Ruhr entlang und kräftig steil hoch zum Weinberg und zum Schlossberg, durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und nachher zum Bahnhof, Brückenplatz und wieder zum Hallenbad und zur Promenade. „Die Laufstrecke ist natürlich ambitioniert“, gibt Thomas Vielhaber zu. Es geht reichlich hoch und runter, rund 190 Höhenmeter werden gekraxelt. „Aber man muss ja nicht nur laufen, sondern kann ja auch walken oder Pausen machen“, sagt der rennende Stadtplaner. Außerdem entschädigen herrliche Aussichten auf das Ruhrtal und die Stadt.

Der Grundgedanke der innovativen Maßnahme zum Projekt Arnsberger Modell Baukultur ist die Verzahnung vom sportlichen Lebensstil mit der Bewusstseinsbildung und Information über Bauwerke, Landschaft und Lebensräume. „Eigentlich bringen wir ja nur Dinge zusammen, die wir in der Stadt schon haben“, erklärt Thomas Vielhaber die Idee der Baukultur-Route, „das kostet uns nichts“.

 
 

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