Hetty und Bobby sorgen im Büro für Ordnung

Aus dem Tierheim ins Büro: Hetty (links) und Bobby sorgen in der Neheimer Firma „becker druck“ für Ordnung, sind bei ihren zweibeinigen Kollegen beliebt und schaffen ganz nebenbei ein angenehmes Betriebsklima.
Aus dem Tierheim ins Büro: Hetty (links) und Bobby sorgen in der Neheimer Firma „becker druck“ für Ordnung, sind bei ihren zweibeinigen Kollegen beliebt und schaffen ganz nebenbei ein angenehmes Betriebsklima.
Foto: WP

Arnsberg/Sundern..  Zum Abschluss unserer Serie zum Thema „Hunde aus dem Tierheim“ drängt heute gleich ein Trio ins Blatt, oder besser, ein Quartett, denn Bobby und Hetty gibt es nur im „Doppelpack“. Die beiden liegen außerdem voll im Trend, denn: Hunde im Büro verbessern das Engagement, die Motivation, die Loyalität, die Kreativität und das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter. Hunde liefern dem Unternehmen einen strategischen Vorteil im „War for Talents“ – sagt zumindest der „Bundesverband ­Bürohund e.V.“ (gibt es wirklich!).

Hetty „arbeitet“ schon acht Jahre

Hetty ist schon seit acht Jahren Bürohund – bei „becker druck“ in Neheim. Der Labrador-Mix kam einst aus einer ungarischen Tötungsstation in die Obhut der Familie Becker/Glück. Und seit Kurzem hat die Hündin sogar einen neuen Freund: Bobby, ein etwa fünf Jahre alter Golden Retriever-Appenzeller Mischling, der aus dem Tierheim in Meschede-Enste adoptiert ­wurde.

„Es ist immer schön, einen neuen Arbeitskollegen zu bekommen“, zeigt sich das ­„becker“-Team dem Neuling gegenüber sehr aufgeschlossen, „und wenn dieser Kollege dann noch Fell und vier Pfoten hat wird die Sache erst interessant.“ Das Hunde-Duo sorgt nun im Büro der Druckerei für Ruhe und Ordnung – und ab und zu auch für ein wenig Chaos...

„Toula“ hat keinen Bürojob, aber eine bewegte Vorgeschichte. Über den Tierschutzverein „vergessene Tierseelen” aus Eslohe kam die Hündin von der griechischen Insel ­Rhodos ins Sauerland. „Sie ist seit Juli 2014 bei uns – und eine Bereicherung unseres Lebens“, schreibt Frauchen Nicole Stodt über ihren zwei Jahre alten Liebling.

„Toula“ hat zuvor eineinhalb Jahre auf der Straße gelebt und ist von Touristen gefüttert worden. Dann kam der Herbst, die Touristen waren weg – und die Streunerin suchte strandauf, strandab nach Nahrung. Ehrenamtliche Tierschützer fingen sie schließlich ein und brachten sie zunächst in eine Auffangstation.

„Wir haben ihr Foto im Internet gesehen und uns sofort in sie verliebt“, erzählt ihre neue ­Besitzerin.

Drang nach „Freiheit“ ist noch stark

Ihre Erfahrungen mit Tierheim-Hunden? „Es erfordert sehr viel Geduld mit einem Hund, der immer nur auf sich allein gestellt war. Toula ist jetzt in der Phase, wo sie weiß, dass bei uns ihr Zuhause ist. Sie dankt es uns mit Anhänglichkeit und Treue“, sagt die Müschederin, „leider können wir Toula aber nicht von der Leine lassen, da ihr Drang nach ‘Freiheit’ noch stark vorhanden ist – und wir darum Angst haben, dass sie nicht zurück kommt...“

Schon vor langer Zeit hatte Fina viel Glück. Die heute etwa 16 Jahre alte Hundedame war im September 2000 im Arnsberger Wald an einem Baum festgebunden und verlassen worden. Margit und Christoph Philipps fanden das Tier und gaben der Hündin ein neues Zuhause.

Zum Abschluss gilt mein Dank ­allen Leser­/-innen samt ihren adoptierten „Fellnasen“, die sich gemeldet und mitgemacht haben!

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