Hausaufgaben für fahrradfreundliche Stadt Arnsberg

1 Was bedeutet die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise NRW konkret für die Stadt Arnsberg?

Die AGFS umfasst rund 60 Städte in NRW. Mitglieder müssen ein fahrradfreundliches Gesamtkonzept vorlegen, innovative, effektive und unkonventionelle Wege zur Lösung von Problemen bevorzugen und kommunalpolitisch deutliche Prioritäten für den Fußgänger- und Radverkehr setzen. Die Mitglieder verstehen sich auch als Modellstädte für eine zukunftsfähige, ökologisch sinnvolle und stadtverträgliche Mobilität und unterstützen alle Maßnahmen, die die Stadt als Lebensraum stärken – fahrradfreundlich und mehr.

2 Was hat die Kommission bei der Stadtbereisung am meisten beeindruckt?

Bei der Bereisung machte sich die Kommission ein Bild von den Schutzstreifen an Bahnhofstraße, Graf-Gottfried-Straße und Stembergstraße, den neuen Kreisverkehren, der Öffnung der Fußgängerzone in der Mendener Straße für den Radverkehr sowie der Neheimer Schützenbrücke, an der eine Treppe in eine Fahrradrampe umgebaut wurde. Letzteres imponierte besonders, weil sie im Rahmen der Ruhrrenaturierung umgesetzt worden ist und somit diese beiden Maßnahmen hervorragend kombiniert wurden. Zudem wurde deutlich, dass große Teile des Ruhrtal-Radweges zunehmend für den alltäglichen Radverkehr genutzt werden.

3 Welche Handlungsanforderungen ergeben sich jetzt aus der Mitgliedschaft? Gibt es weitere strategische und konkrete Ziele z.B. zum Ausbau des Radwegenetzes?

Insgesamt sah die Kommission einen Aufbruch in eine Radverkehrskultur in Stadt und Verwaltung, die sich auch in der intensiven Nutzung der acht Dienstpedelecs manifestiere. Im Zuge der Aufnahme in die AGFS gab die Kommission der Stadt noch einige Hausaufgaben mit auf den Weg. So müssen an einigen Stellen noch Bordsteine abgesenkt, Vorfahrtsregelungen und Ampelschaltungen geändert sowie Maßnahmen auf Hauptverkehrsstraßen in Alt-Arnsberg umgesetzt werden. Arnsberg darf das Siegel „Fahrradfreundliche Stadt“ für zunächst fünf Jahre tragen. Dann wird die AGFS erneut die Stadt besuchen und prüfen, ob die empfohlenen Maßnahmen umgesetzt worden sind.