Handwerker nehmen die Arbeit auf

Foto: WP Ted Jones

Hüsten..  Der Bezug der geplanten kommunalen Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Schwesternwohnheim im Rumbecker Holz wird möglicherweise schon in sechs Wochen beginnen können. In dieser Woche haben Handwerker ihre Umbauarbeiten begonnen. Das teilte Helmut Melchert vom zuständigen Fachbereich der Stadt Arnsberg nun auf Nachfrage mit.

Fortgesetzt wird der in einer zum Teil emotional geführten Bürgerversammlung im März versprochene Dialog mit den Anwohnern. Damals hatten sich Interessenten an einem vertiefenden Austausch namentlich gemeldet. Bürgermeister Hans-Josef Vogel hatte deutlich gemacht, dass „die Verwaltung die vorgetragenen Sorgen und Bedenken der Anlieger ernst nimmt und wir alle ein großes Interesse daran haben, gemeinsam daran zu arbeiten, für die dort unterzubringenden Flüchtlinge eine Willkommenskultur aufzubauen“.

Der Dialog soll nun mit einer Gesprächsrunde am Mittwoch, 3. Juni, um 17 Uhr im Rathaus fortgesetzt werden. Forderungen der Anwohner waren feste Ansprechpartner für Beschwerden, ein präsenter Hausmeister für die Unterkunft. Tatsächlich soll in der Einrichtung ein Büro für eine städtische Betreuungskraft geschaffen werden, die Ansprechpartnerin für die Flüchtlinge, aber auch für die Bewohner der Siedlung sein soll.

Auch formal sind noch ein paar Hausaufgaben von der Verwaltung zu erledigen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung Ende April dem Erwerb des Gründstücks und des Gebäudes Rumbecker Holz 2b zugestimmt. Der Vertrag zum Erwerb der Liegenschaft ist jetzt vorbereitet und steht kurz vor der notariellen Beurkundung.

Handwerker haben in dieser Woche im Gebäude losgelegt. „Zurzeit gehen wir davon aus, dass die Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten in sechs Wochen abgeschlossen werden können und wir dann Zug um Zug mit der Belegung des Hauses beginnen können“, so Melchert auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Stadt wird 90 000 Euro investieren.

Im ehemaligen Schwesternwohnheim, das Zimmer mit eigenen Sanitäranlagen bieten, sollen rund 60 asylsuchende Menschen Platz finden. Das Haus habe Voraussetzungen für eine „humanitäre Unterbringung“.

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