Handeln für die Generation Zukunft

Luftsprünge der Generation Zukunft.
Luftsprünge der Generation Zukunft.
Foto: Carolin Tolkemit

Arnsberg.  Der im vergangenen Jahr durchgeführten Arnsberger Jugendbefragung folgt ein großangelegter offener Bürgerbeteiligungsprozess zur Umsetzung ihrer Resultate. Im kommenden Monat wird der Startschuss für eine Workshop-Reihe mit zahlreichen gesellschaftlichen Gruppen fallen. Das Ergebnis ist offen, das Ziel aber klar umrissen: Arnsberg soll für junge Menschen ein Lebensort mit Zukunft sein.

Das Projekt „Generation Zukunft Arnsberg“ wird von der Stadt in Kooperation mit der Bürgerstiftung durchgeführt. Es versteht sich als Beteiligungsverfahren mit Jugend, Bürgerschaft, Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen, um die in der Jugendbefragung identifizierten Handlungsfelder gemeinsam zu bearbeiten. Die Bürgerstiftung lässt sich ihr Engagement in diesem Projekt in der Start- und Workshopphase rund 12 000 Euro kosten. „Es ist ein innovatives Pilot-Projekt mit nachhaltiger Wirkung für die Stadt“, sagt Petra Schmitz-Hermes von der Bürgerstiftung. Sie weiß und hofft aber, dass das nur der Anfang ist. Ähnlich wie bei dem „Helden“-Wettbewerb der Bürgerstiftung erhoffen sich die Veranstalter, dass aus dem Verfahren viele förderungswürdige Einzelprojekte erwachsen, die Arnsberg nach vorne bringen.

Seit Wochen werden Kreise für sogenannte Fokus-Gruppen der Stadt über das Projekt informiert und zur Mitarbeit eingeladen. Die Fokusgruppen bilden wichtige gesellschaftliche Mitspieler ab: Unternehmer, Wirtschaftskreise und Personalverantwortliche bilden eine Gruppe. In einer anderen Runde werden Einzelhändler, Gastronomen, Vereine und Veranstalter zusammengebracht. Lehrer und Schulleiter bilden ebenfalls eine Fokusgruppe. Und zu guter Letzt natürlich auch Jugendliche, Auszubildende, Schüler und Jugendverbände.

Vernetztes Handeln als Ziel

Alle Fokusgruppen werden in Workshop-Arbeit mit der Jugendbefragung konfrontiert und sollen daraus Handlungsstrategien entwickeln. „Und dann werden wir die Ergebnisse der Gruppen zusammenführen und vernetzen“, erklärt Petra Schmitz-Hermes, „die Ideen der Fokusgruppen sollen in konkretes Handeln münden!“. Zukunftsfähiges Handeln in für nachfolgende Generationen wichtigen Themen wie Karriere, Kommunikation, Freizeit und Kultur.

Ein Auftakttreffen aller Mitwirkenden in den Fokusgruppen ist am 10. Februar ab 15 Uhr im Neheimer Kaiserhaus. Der Prozess ist noch offen: „Menschen, die von der Idee fasziniert sind, können jederzeit noch einsteigen“, sagt die Sprecherin der Bürgerstiftung. Viele Köpfe bringen viele Ideen.

Basis aller Überlegungen aber sollen die Zukunftswünsche der jungen Menschen in der Stadt sein. „Jugend hat Bedarf“, sagt Petra Schmitz-Hermes. Dem soll entsprochen werden, um die Stadt für die junge Generation attraktiv zu halten und die Stadt somit zukunftsfähig zu machen.

Es ist die Zukunftsfrage: Die Stadt braucht vor dem Hintergrund aller Konsequenzen des demografischen Wandels junge Menschen. Ziel des Projekts „Generation Zukunft Arnsberg“ muss sein, dass perspektivisch mehr junge Menschen ihren Lebensmittelpunkt in der Stadt behalten oder nach Ausflügen in die Welt wiederfinden. „Und auch wenn junge Leute woanders studieren, sollen sie doch die Bindung zu Arnsberg behalten“, so Petra Schmitz-Hermes.

 
 

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