Grelles Licht wird jetzt gedimmt

Achim Gieseke
Die Beleuchtung an der RWE-Zentrale Hellefelder Straße ist für manche Bürger ein Stein des Anstoßes.
Die Beleuchtung an der RWE-Zentrale Hellefelder Straße ist für manche Bürger ein Stein des Anstoßes.
Foto: WP
Die Verantwortlichen der Arnsberger Niederlassung der RWE Westfalen-Weser-Ems haben noch gestern unmittelbar auf Kritik aus der Bürgerschaft reagiert und das extrem hell leuchtende Unternehmenslogo an dem Gebäude Hellefelder Straße abgedimmt.

Arnsberg.  Die Verantwortlichen der Arnsberger Niederlassung der RWE Westfalen-Weser-Ems haben noch gestern unmittelbar auf Kritik aus der Bürgerschaft reagiert und das extrem hell leuchtende Unternehmenslogo an dem Gebäude Hellefelder Straße abgedimmt.

In den vergangenen Tagen hatten sich die Beschwerden über die vor einiger Zeit neu angebrachte Beleuchtung gehäuft. Diese sei einfach zu grell, so der Tenor, und beeinträchtige damit ganz erheblich den nächtlichen Blick auf die Arnsberger Altstadt bzw. die dort angestrahlten Gebäude wie Sauerlandmuseum, Glockenturm und Schlossruine, aber auch auf Propsteikirche und Kreuzbergkapelle.

„Das passt einfach nicht und stört viele Menschen, denen so der Genuss der nächtlich illuminierten Altstadt verdorben wird,“ meint auch Jürgen Steinberg (CDU) als Mitglied des Bezirksausschusses Arnsberg. Hier müsse die RWE unbedingt reagieren. Steinbergs Empfehlung: „Warum spart die RWE diese Energiekosten nicht ein und beleuchtet stattdessen das Ehmsendenkmal im Eichholz, wenn dessen Restaurierung abgeschlossen ist? Davon würde doch der gesamte Ortsteil profitieren.“

Die RWE, gestern von der WP mit dieser Kritik konfrontiert, versprach unverzügliche Reaktion. „Noch am Dienstagabend,“ sagte der zuständige Objektleiter Arnsberg, Ralf Keller, „werden wir das Licht deutlich abdimmen, um den Blick auf die Altstadt nicht weiter zu behindern. Das ist schließlich nicht in unserem Sinne und war auch nicht beabsichtigt.“

Schon 2008 ein Problem

Weil die RWE bereits in 2008 schon einmal mit diesem Problem konfrontiert worden war und damals die Beleuchtung nach entsprechender Kritik aus der Öffentlichkeit komplett abgeschaltet hatte, hatte man nun - praktisch als „gebranntes Kind“ - entsprechend vorgebeugt. Ralf Keller: „Als vor kurzer Zeit RWE-weit die Beleuchtungen an den Niederlassungen erneuert und gegen moderne LED-Technik ausgetauscht wurden, haben wir hier in Kenntnis möglicher Probleme vorsichtshalber gleich einen Dimmer einbauen lassen. Als einzige Niederlassung übrigens überhaupt.“ Damit könne man ganz einfach für Abhilfe sorgen. „Und das ist für uns selbstverständlich.“

Durch die schnelle Einsicht der RWE muss nun auch Stadtheimatpfleger Fred Risse nicht mehr aktiv werden. Von der WP auf das Problem angesprochen, hatte er erklärt, die Angelegenheit prüfen und im Heimatbund beraten zu wollen. „Schließlich wird der größte Teil der historischen Gebäude auf unsere Initiative hin nachts beleuchtet.“