GolfSport SorpeSee GmbH & Co. KG meldet Insolvenz an

Das Gelände des Golfplatzes liegt zwischen Allendorf und Amecke.
Das Gelände des Golfplatzes liegt zwischen Allendorf und Amecke.
Foto: Hans Blossey
Amecker Golfbetrieb zahlungsunfähig. Restrukturierungsmaßnahmen ohne Erfolg geblieben. Lüdenscheider Rechtsanwalt mit Verwaltung beauftragt. Spielbetrieb soll vorerst weitergehen.

Amecke..  Die GolfSport SorpeSee GmbH & Co. KG ist zahlungsunfähig. Am vergangenen Mittwoch trat Geschäftsführer Franz Josef Rogoll den Gang zum Amtsgericht Arnsberg an, um den Amecker Golfbetrieb insolvent zu melden. Begleitet wurde er dabei von dem auf Insolvenzrecht spezialisierten Rechtsanwalt Philipp Korn aus Iserlohn.

Synergieeffekte greifen zu spät

Vor sechs Jahren hatte Franz Josef Rogoll die Geschäftsleitung übernommen. Schon damals steckte der Golfbetrieb in Amecke in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Verschiedene Lösungsansätze wurden erarbeitet und sollten Abhilfe schaffen: „Seit 2007 haben wir versucht, Restrukturierungen in die Wege zu leiten“, erklärte Franz Josef Rogoll gestern im Telefongespräch mit unserer Zeitung. „Wir wollten auf Tourismus und die in Amecke geplante Ferienparkanlage setzen.“ Aufgrund von Uneinigkeiten mit den holländischen Investoren und einer einhergehenden Verzögerung in der Realisierung sei dieser Plan jedoch nicht in gewünschter Weise aufgegangen. Die „Synergieeffekte“, so die offizielle Pressemitteilung, würden erst in einigen Jahren zum Tragen kommen. „Ich war als Geschäftsführer aber leider gezwungen, jetzt diesen Schritt [der Insolvenzanmeldung] zu gehen.“

Erste Gespräche bereits geführt

Rechtsanwalt Martin Buchheister aus Lüdenscheid wurde zwischenzeitlich vom Amtsgericht Arnsberg zur vorläufigen Insolvenzverwaltung bestellt. Gemeinsam soll nach einer Auffanglösung gesucht werden: „Wir haben [vorgestern] erste Gespräche mit der Stadt und den Mitarbeitern in Amecke geführt“, informiert Buchheister. Kontakt zum Pächter des Grundstücks der Golfanlage, die Familie von Wrede, wird nun ebenfalls hergestellt. Montagmittag sollen die Gespräche fortgeführt werden.

Spielbetrieb vorerst nicht gestoppt

„Der Spielbetrieb bleibt trotz allem erst einmal bestehen“, versichert Franz Josef Rogoll. „Entlassungen gibt es auch keine.“

 
 

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