Für neue Pfarreien in Neheim und Hüsten ist Seelsorge Teamarbeit

Pfarrer Stephan Jung (re,) und Pfarrer Dietmar Röttger.
Pfarrer Stephan Jung (re,) und Pfarrer Dietmar Röttger.
Foto: WP

Neheim-Hüsten..  Seit Jahresbeginn 2013 sind sie ganz offiziell errichtet, die beiden neuen, großen katholischen Pfarreien „St. Johannes Baptist Neheim und Voßwinkel“ und „St. Petri Hüsten“. Für die über 30.000 Gemeindemitglieder ein Grund zum Feiern: Die Errichtungsfeierlichkeiten der beiden Pfarreien finden am kommenden Sonntag, 13. Januar, statt. Doch zuvor lassen die Pfarrer Stephan Jung (Neheim) und Dietmar Röttger (Hüsten) im Gespräch mit unserer Zeitung die vorangegangene Zeit des Umbruchs Revue passieren.

„Wir sind jetzt wieder ganz klassische Pfarrer mit einer Pfarrei“, meinen beide mit Blick auf den nun abgeschlossenen, gut zweijährigen Prozess; überzeugt davon, die den örtlichen Gegebenheiten bestmöglich angepasste Endform gefunden zu haben. „Es sind jetzt schon ein paar Kirchtürme mehr als vorher“, meint Dietmar Röttger schmunzelnd, doch das sei nicht entscheidend. „Wir haben die Frage, ‘Was passt für uns am besten?’ überzeugend gelöst“, so der Geistliche. Entscheidend dabei sei „das Weiterleben des Glaubens unter veränderten Gesellschaftsbedingungen“, stellt sein Amtsbruder Stephan Jung die Inhalte über die Strukturen. „Letztere schaffen nur den Rahmen, um gemeinsam mit Zuversicht weiter gehen zu können“, betonen beide Priester unisono.

Prozess in drei Phasen

Trotzdem haben die neuen Strukturen Neheims und Hüstens Katholiken in den vergangenen zwei Jahren nicht ruhen lassen: „Der Auftakt mit einem geistlichen Jahr, die Diskussionen in den Gremien und Arbeitsgruppen und schließlich die Umsetzung - all das war ein stets für alle Gemeindemitglieder offener Prozess“, blickt Pfarrer Röttger auf die drei Phasen der nun vollendeten, erfolgreichen Neustrukturierung zurück. Zwei Dinge stehen noch aus: Zum einen muss die schriftliche Pastoralvereinbarung unterzeichnet werden, zum anderen gilt es, neue Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte zu wählen. Für diese Wahlen haben beide Pfarreien das Wochenende 16./17. März vorgesehen.

Ebenso wie beim Termin für die Errichtungsfeier wurde bewusst das gleiche Datum gewählt: „Zusammengehörigkeit soll Grundlage unseres weiteren Handelns sein“, sind sich beide Pfarrer der künftigen Bedeutung von Netz­werken bewusst.

Pfarrkirchen Knotenpunkte im Netz

Die ehemaligen Pfarrkirchen in den Ortsteilen bleiben aber wichtige Knotenpunkte, Messen gibt es weiterhin in allen Gotteshäusern. „Obwohl administrativ gebündelt, bieten die neuen Pfarreien Seelsorge auch künftig dezentral direkt vor Ort an“, stellt Pfarrer Jung fest.

Weniger „Pfarrer zentriert“ als früher, werden die großräumigen Pfarreien St. Petri Hüsten (rund 14.900 Gemeindemitglieder) und St. Johannes Baptist Neheim und Voßwinkel (rund 15.500 Gemeindemitglieder) Seelsorge in Zukunft verstärkt als Teamarbeit erleben.

 
 

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