Für mehr Sicherheit und Service

Achim Gieseke
Der Angebotsstreifen für Fahrradfahrer
Der Angebotsstreifen für Fahrradfahrer
Foto: Ted Jones/WP
CDU und Grüne wollen Radtourismus fördern und auch den innerörtlichen Radverkehr in Arnsberg durch Anbindung des Gutenbergplatzes optimieren.

Arnsberg.  CDU und Grüne wollen das innerörtliche Radwegenetz stärken und den Radtourismus fördern: In einem von beiden Fraktionen gemeinsam formulierten Antrag fordern sie die Fortführung der bestehenden Angebotsstreifen bis zum Gutenbergplatz und die Einrichtung einer Radservicestation auf Steinweg/Alter Markt. Dienstag wird der Bezirksausschuss darüber beraten. Aus dem Rathaus kommen bereits positive Signale.

Von der Verlängerung des Angebotsstreifens von der Einmündung Grafenstraße bis zum Gutenbergplatz versprechen sich die Antragsteller nicht nur größere Sicherheit gerade auch für heimische Fahrradfahrer, die in steigender Zahl per Zweirad viele Dinge des täglichen Bedarfs erledigen, sondern zugleich eine Stärkung des Wochenmarktes auf dem Gutenbergplatz. „Denn so,“ sagt Grünen-Fraktionschef Hans Wulf, „wird die Zufahrt dorthin sicherer.“ Gerade für Senioren, die vermehrt auf das E-Bike umsteigen. „Deshalb halten wir die Anbindung des Gutenbergplatzes an das bestehende Netz für sehr sinnvoll.“

Es wäre natürlich wünschenwert, so Wulf, wenn der Angebotsstreifen beidseitig angelegt würde. Wie es bereits von der Bömerstraße bis zur Einmündung Grafenstraße und auf der Ruhrstraße der Fall ist. „Aus unserer Sicht spricht zwar nichts dagegen, aber letztlich müssen hier die Techniker prüfen, ob die Voraussetzungen für eine beidseitige Ausführung vorhanden sind.“

„Davon profitieren letztlich alle“

Auf die Förderung der Aufenthaltsqualität für Radtouristen – wichtig für Gastronomie und Einzelhandel – zielt Teil 2 des Antrages ab: eine Radservicestation auf Steinweg oder Alter Markt. Denn in diesem touristisch bedeutenden Bereich sollte unbedingt die Möglichkeit zum Aufladen von E-Bike-Batterieen und zum Aufpumpen von Reifen angeboten werden. Was allerdings möglichst schnell zu realisieren sei, da die bereits vorhandene Station am Sauerland-Museum durch dessen bevorstehenden Umbau für lange Zeit nicht zur Verfügung stehe.

„Eine solche Station wäre sicherlich dort am besten platziert,“ findet Hans Wulf, „wo die meisten Radfahrer ankommen, nämlich am Lindenberg.“ Denkbar sei aber auch der Parkplatz neben dem Alten Rathaus. Auf jeden Fall sollte die Station dort errichtet werden, wo sie am besten in diesen Innenstadtbereich integriert werden könne.

Doch mit der Einrichtung einer solchen Station ist es für CDU und Grüne nicht getan. Vielmehr sollten nach positivem Votum alle Informationsquellen für Radfahrer kontaktiert werden, damit das Serviceangebot dort gelistet und Arnsberg so als ein Zielort schon bei der Tourenplanung berücksichtigt werden könne. Damit rücke Arnsberg noch stärker in den Fokus der Radtouristen. „Davon profitieren letztlich alle.“

Auch über die Finanzierung der Station haben sich Union und Grüne bereits Gedanken gemacht – die Verwaltung soll Sponsoren und Paten finden. Denkbar seien Verkehrsverein, die Initiative „Wir in Arnsberg“, die umliegende Gastronomie, Fachgeschäfte und der Handel.

Stadtplaner ist „guter Dinge“

Bei Stadtplaner Thomas Vielhaber stößt der Verlängerungswunsch durchaus auf Gegenliebe. „Denn das stelle ich mir grundsätzlich auch so vor, weil Gutenbergplatz und Bezirksregierung wichtige Zielpunkte sind.“ Ursprünglich sei die Verlängerung der Angebotsstreifen schon bei der Innenstadtneugestaltung geplant gewesen, doch dann habe man davon Anstand genommen, „weil wir in die Gesamtstraßenmarkierung hätten eingreifen müssen.“

Allerdings bereiten Vielhaber die in diesem Teilstück der Rumbecker Straße sehr schmalen Parkplätze Sorge. „Weil dort die Fahrzeuge zum Teil auf der Straße stehen. Deshalb müssen die Angebotsstreifen exakt passen, sonst wäre die damit verbundene Sicherheit für Radfahrer nur trügerisch. Aber ich bin guter Dinge, dass wir das hinbekommen.“