Freiwillige Biotonne soll 2016 kommen

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Auf freiwilliger Basis soll den Arnsbergern ab 2016 eine Bio-Mülltonne mit 14-tägiger Abfuhr angeboten werden. Im Gegenzug soll die Abfuhr der Restmülltonne auf einen Vierwochen-Rhythmus gestreckt werden.

Arnsberg..  Über die Einführung einer freiwilligen Biotonne zum 1. Januar 2016 wird am 17. Juni im Arnsberger Rat abgestimmt und zuvor in Ausschüssen beraten. Auch die Neuregelung der Abfallgebühren steht zum Beschluss. Neben der gewohnten Restmülltonne sollen Bürger die Möglichkeit haben, zusätzlich eine Biotonne für Grünschnitt und Küchenabfälle auf ihrem Grundstück zu nutzen. Diese soll dann alle 14 Tage geleert werden, der Abfuhrturnus für den Restmüll wird auf eine vierwöchentliche Abholung gestreckt.

Die Kosten für den Bürger sollen sich trotz der zusätzlichen Abfuhr der Bioabfälle im Regelfall kaum erhöhen. Für ein 120 Liter Restmüllgefäß sollen in Zukunft jährlich 144,83 Euro, für die 240-Liter-Variante 258,22 Euro gezahlt werden. Dies beinhaltet die Bereitstellung einer Papier- und der Biotonne. Bei Grundstücken mit nur ein oder zwei Bewohnern erfolgt ein Gebührennachlass in Höhe von 50 bzw. 25 Prozent. Diese fast kostenneutrale Einführung der Biotonne soll einen Anreiz bieten, Bioabfall in der Mülltonne auf dem eigenen Grundstück zu entsorgen. Das bisher laufende Bringsystem über den städtischen Bringhof wird trotzdem weiter für alle Bürger zur Verfügung stehen.

Mehr Bioabfälle in Arnsberg

Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Arnsberg unterstützt die zur Abstimmung stehende Vorlage: „Die Umstellung auf 4-wöchige Abfuhr hat die FDP-Fraktion in einem Antrag bereits 2010 vorgeschlagen“, so FDP-Fraktionsvorsitzender Horst Kloppsteck, „Es ist bedauerlich, dass Politik und Verwaltung den Bürgern diese Einsparungen bisher vorenthalten haben.“

In einem Antrag fordert die FDP-Fraktion eine Änderung des Abfallwirtschaftskonzeptes. Die vorgesehenen Gebühren für die Anlieferung von Bioabfällen zum Wertstoffbringhof sollen entfallen. Bisher sind 4 Euro pro PKW-Ladung und 8 Euro pro Anhänger-Ladung vorgesehen. Reinhard Pietz, Mitglied im Betriebsausschuss, begründet das mit zu schaffenden Anreizen für ein höheres Aufkommen an Bioabfällen. Da mute es eigentümlich an, wenn der Bioabfall ohne zusätzliche Gebühr abgefahren wird, bei Anlieferung aber berechnet wird.

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