Fernweh - Jahresausstellung des Kunstvereins Arnsberg

Rund 300 Fotos zeigt die israelische Fotografin Hadas Tapouchi.
Rund 300 Fotos zeigt die israelische Fotografin Hadas Tapouchi.
Foto: WP Ted Jones
Jahresausstellung des Kunstvereins Arnsberg wird Freitag eröffnet. Unter dem Motto „Fernweh“ warten mehr als 50 Werke von 13 Künstlern in der Königstraße 24 auf Betrachter.

Arnsberg. „Time Machine“ (2009), „Abspann“ (2010), „Overseas“ (2011) oder, im Vorjahr, „Once upon“ (es war einmal): Die Jahresausstellungen des Kunstvereins Arnsberg lassen schon durch ihre ungewöhnlichen, teils poetischen Titel aufhorchen – machen neugierig auf die gezeigten Exponate.

Das sollte auch dieses Mal mühelos gelingen, denn es warten – unter dem Motto „Fernweh“ – über 50 Werke von 13 Künstlern in der ­Königstraße 24 auf Betrachter.

„Und auf Käufer“, ergänzt Vlado Velkov; denn, so der künstlerische Leiter und Kurator des Vereins weiter, die Jahresausstellung biete die einzige Gelegenheit, vom Kunstverein ausgestellte Arbeiten zu erwerben – und das zum Vorzugspreis. Schon für kleines Geld (ab etwa 50 Euro) kann der Besucher sein „Stück“ Kunst kaufen; und wer weiß: Ist der Künstler erst einmal richtig berühmt, ist das Kunstwerk plötzlich richtig wertvoll.

Wertvoll für den Betrachter sind die rund 300 Fotos der israelischen Fotografin Hadas Tapouchi, die eine ganze Wand der Räumlichkeiten am Neumarkt bedecken. „People“ fügt Bekannte, Freunde und Angehörige der 1981 in Tel Aviv geborenen Künstlerin mit Porträts von Fremden zu einer speziellen „Patchwork-Familie“ zusammen. Die in Israel, Italien und Deutschland – auch in Arnsberg – von 2007 bis heute gemachten Aufnahmen fügen sich vor dem Auge des Betrachters zu einer auf seltsame Weise schlüssig wirkenden Geschichte zusammen. Apropos Betrachter; der aufmerksame wird bemerken, dass ihm die Exponate der weiteren Künstler bekannt vor­kommen. Kein Wunder: Alle haben im Laufe dieses Jahres im Kunstverein, im Lichthaus des Klosters Wedinghausen oder sonst wo in der Stadt ausgestellt.

Hommage an ehrenamtliche Helfer

Bevor sie sich wieder in die Ferne begeben haben – womit wir wieder beim Titel der Jahresgaben 2013 angelangt wären. Das Motto „Fernweh“ widmet sich auch den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne die der Kunstverein seinen Beitrag zur heimischen Kultur kaum leisten könnte. „Meist sind es Schüler“, meint Kathrin Ueber­holz mit Blick auf diese Assistenten. Irgendwann machen sie Abi, fangen an zu studieren – und sind dann weg. Das Fernweh hat sie gepackt... ­„Hoffentlich kommen sie alle wieder“, wünscht sich die Geschäftsführerin des Kunstvereins.

Am Freitagabend dürfte dieser Wunsch in Erfüllung gehen, denn zur Vernissage ab 19 Uhr (Eintritt frei) finden sich traditionell auch viele „Ehemalige“ ein.

„Fernweh“ zeigt Arbeiten von Clemens Botho-Goldbach, Franziska Furter, Andreas Greiner & Fabian Knecht, Hadas ­Tapouchi, Nina Hoffmann, Theresa Kampmeier, Andreas Koch, Bettina Marx, Pietro Sanguineti, Giovanna Sarti, Santiago Sierra und Diana Sirianni.

www.kunstverein-arnsberg.de

 
 

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