„Erfreulich gute Veranstaltung“

Sehr gut besucht ist die Informationsveranstaltung des Kreises zur Museumserweiterung im Blauen Saal des Blauen Hauses.
Sehr gut besucht ist die Informationsveranstaltung des Kreises zur Museumserweiterung im Blauen Saal des Blauen Hauses.
Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg..  Informativ und mit sachlich, aber engagierter Diskussion: Rund 70 interessierte Bürger waren Dienstagabend ins Blaue Haus gekommen, um sich über den Stand der Neuplanung des Sauerlandmuseums zu informieren (wir berichteten bereits). Einige der Anregungen sollen nun auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden.

„Es war insgesamt eine erfreulich gute Veranstaltung,“ zog so auch Martin Reuther als Sprecher des Hochsauerlandkreises die Bilanz des Abends. Denn das Ziel, für die mögliche Überplanung des Ursprungsentwurfes für die Museumserweiterung noch Ideen aus der Bürgerschaft zu sammeln, sei durchaus erreicht worden. „Weil Teile des Publikums lebhaft dazu Stellung bezogen haben.“

Ein Vorschlag zum Beispiel betraf die für viele recht wuchtig wirkende Brückenverbindung zwischen Landsberger Hof - dem Museumsaltbau also - und den Neubauten. Hier kam die Empfehlung auf den Tisch, ein Teil des Brückendaches wegzulassen, um so aus Richtung Ruhrstraße dem Ganzen einen filigraneren Gesamteindruck zu geben.

Auch eine nächtliche Beleuchtung der Museumsfassade wurde von Veranstaltungsteilnehmern für durchaus umsetzungswert gehalten. Weil dies die Besonderheit und Bedeutung des Bauwerks hervorhebe bzw. unterstreiche und darüber hinaus einer „Stadt der Leuchten“ gut zu Gesicht stehen würde. Weitere Verbesserungsvorschläge betrafen u.a. die Treppenaufgänge, die man sich auch an anderer Stelle vorstellen könne.

Alle diese Anregungen wurden von der ebenfalls anwesenden Architektin Meredith Atkinson - Mitarbeiterin des mit der Museumserweiterung betrauten Stuttgarter Architekturbüros Bez & Kock - akribisch aufgenommen. Sie sollen nun, wie Martin Reuther erläuterte, untersucht und auf eine mögliche Umsetzbarkeit hin geprüft werden.

Wie berichtet, musste die erste Ausführungsvariante für die Museumserweiterung wegen der explodierten Kosten für die Baugrube aufgegeben werden. Landrat Dr. Karl Schneider bat um Verständnis für die Umplanungen und der damit verbundenen Verzögerungen: „Um wirtschaftliche Risiken zu vermeiden, mussten wir die Pläne ändern“. Jetzt müsse man aber schnell in die direkte Bauphase eintreten und ab sofort mehr ins Bauen als ins Planen investieren. Was auch er Wunsch der Versammlungsteilnehmer war.

Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein freute sich über die zahlreichen Zuhörer: „Das zeigt, dass das Museum den Menschen eine Herzensangelegenheit ist“. Schulte-Hobein hatte anhand einer Präsentation die geplanten Um- und Neubaupläne erläutert.

Konkrete Planung erst nach Kreistag

Über die Zeitschiene - sprich die bauliche Umsetzung - kann erst nach der Sitzung des Kreistages am 28. April konkret gesprochen werden. Dann nämlich fällt im Mescheder Kreishaus die Entscheidung, ob der Neuentwurf oder doch die vormalige Planung trotz höherer Kosten realisiert wird. Das Erweiterungsprojekt selbst werde dann nicht mehr in Frage gestellt. Reuther: „Diese Entscheidung hat der Kreistag längst besprochen. Es geht jetzt nur noch um das Wie.“

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