Engagement für die Zukunft

Jochem Ottersbach
Letzter Gang durch die Ausstellung „Unser Denkmal“ im Kloster Wedinghausen. Edwin Müller vom Förderverein Rodentelgenkapelle Bruchhausen erläutert das ehrenamltliche Kapellen-Projekt.
Letzter Gang durch die Ausstellung „Unser Denkmal“ im Kloster Wedinghausen. Edwin Müller vom Förderverein Rodentelgenkapelle Bruchhausen erläutert das ehrenamltliche Kapellen-Projekt.
Foto: WP

Arnsberg.  Ein bemerkenswertes Zeugnis bürgerlichen Engagements ging am Sonntag nach sieben Wochen offiziell zu Ende: Die Ausstellung „Unser Denkmal - Wir machen mit“ im Kloster Wedinghausen.

Zehn Vereine und Projektgruppen aus dem gesamten Stadtgebiet Arnsberg und auch aus der näheren Umgebung hatten in Form von großflächigen Plakaten und Exponaten ihre ehrenamtlichen Bemühungen um den Erhalt und die Pflege unterschiedlicher Bau- und Bodendenkmäler unter Beweis gestellt.

Gut 1 000 Besucher

Und immerhin: Etwa 1 000 Interessierte hatten die Ausstellung besucht und viele auch an den zahlreichen Rahmenveranstaltungen teilgenommen. Für Ralf Herbrich von der Unteren Denkmalbehörde und als Hauptorganisator ist dies ein voller Erfolg, „denn man muss dabei bedenken: Bürgerliches Engagement zu präsentieren ist nicht vergleichbar etwa mit einer Picasso-Ausstellung.“

Das fand auch Bürgermeister Hans-Josef Vogel bei seinen Abschiedsworten für die Ausstellung im Rahmen eines kleinen Sommerfestes in den Bürgergärten. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für die tiefen Einblicke in Geschichte und Denkmalpflege. Denkmäler, so Vogel, seien keine Altlasten, sondern einzigartige Anziehungspunkte, die sich in einer Ausstellung zum Anfassen besser als durch eine digitale Repräsentation erklären ließen.

Auch Dr. Markus Harzenetter vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe nannte die Ausstellung und deren Begleitprogramm vorbildlich. „Dieses bürgerliche Engagement macht Arnsberg so liebenswert.“

Für den stellvertretenden Landrat Dr. Michael Schult ist Denkmalarbeit in erster Linie Zukunftsarbeit. In der Arnsberger Ausstellung sei es gelungen, „Zeugnisse der Vergangenheit in der Gegenwart für die Zukunft zu erhalten“.

Nach diesem offiziellen Teil konnten die Besucher in den Bürgergärten an der Twiete die Sonne genießen und sich von der Band „Ruhr Selection“ bei Bratwurst und Getränken unterhalten lassen.

Begonnen hatte dieser auch vom Wetter her heitere Tag mit einer letzten Führung durch die Ausstellung im Kloster Wedinghausen. Danach erläuterte Stadtführer Fred Risse die denkmalträchtige Geschichte des Klassizismusviertels rund um den Neumarkt, um danach die Teilnehmer zum Feiern in die Bürgergärten zu begleiten.