Empfang im Zeichen des Jubiläums

Neheim..  Die SGV-Abteilung ­Neheim feiert im Jahr 2015 ihr 125-jähriges Jubiläum. Ein Grund, im Jubiläumsjahr den 30. Neujahrsempfang der Neheimer Vereine im Fresekenhof zu organisieren.

90 Vertreter der Vereine, Einrichtungen und Organisationen folgten der Einladung. Zu Beginn musste Helmutheinz Welke, der Vorsitzende der SGV-Abteilung Hüsten, zum organisatorischen Ablauf etwas ­Unangenehmes bekannt geben. Durch einen ­Wassereinbruch im oberen Stockwerk des Fresekenhofes war die Lehmdecke über der Herrentoilette eingestürzt. Der Toilettenbereich war abgesperrt.

„Wir wissen noch nicht, woher das Wasser in die Decke eingedrungen ist. Die Stadtverwaltung ist aber informiert“, so Franz Josef Schulte, Vorsitzender des Heimatbundes Neheim-Hüsten.

„Ein starkes Stück Heimat“

Welke machte in seiner kurzen Rede noch einmal deutlich, dass am 5. Januar 1986 der erste Neujahrsempfang im Fresekenhof stattgefunden hat. Er hatte damals die Idee zu dieser Veranstaltung und organisierte sie zusammen mit der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Neheim. Das SGV-Jubiläum steht unter dem Motto „125 Jahre ein starkes Stück Heimat“.

„In dieser Zeit haben mindestens vier Generationen den Verein geprägt und gelebt“, betonte Welke. Der Verein hat das Kaiserreich, die Weimarer Republik, Kriege und den Aufschwung erlebt. Mit dabei die Reichsmark, Deutsche Mark und nun der Euro. „Wir waren auch schon für eine kurze Zeit mal ­Milliardär“, grinste Welke. Das Jahr 2015 hat keinen guten Anfang gehabt. Welke: „Unglücke und ­Terror bestimmen die ersten Tage des neuen Jahres. Daran sehen wir, dass es zwischen Tragik und Glück ein schmaler Grat ist.“

Welke weiter: „Ohne es zu bemerken, haben wir einmal Glück gehabt, dass es uns nicht getroffen hat. Das ist sicher das Glück, was wir uns zu Beginn eines jeden neuen Jahres wünschen.“

Rosemarie Goldner, Arnsbergs stellvertretende Bürgermeisterin, betonte in ihrem Grußwort, dass das Thema der demographischen Entwicklung schon lange „durchgelutscht“ und „durchgekaut“ wurde. „Aber es ist immer noch aktuell. Wir werden älter, bunter und weniger.“ Zum Thema „bunter“ appellierte sie an die Bürger, Vereine, In­stitutionen und Einrichtungen der Stadt, sich mit einer gewachsenen Haltung zu öffnen und dem neuen Phänomen der Zuwanderung positiv zu begegnen. Sie zitierte den Philosophen Odo Marquard („Zukunft braucht Herkunft“); er sagt: „Das Neue, das wir suchen, braucht das Alte, sonst können wir das Neue auch gar nicht als solches erkennen.“

Blick in die Vergangenheit

Zurück zur SGV-Historie. Der Verein gründete sich nach dem Aufruf des Forstrates Ehmsen im Jahr 1890. „Schon vorher gab es einen sauerländischen Touristenverein“, so Welke. Momentan hat die SGV-Abteilung Neheim 330 Mitglieder. Die Mitgliederzahl stagniert. Welke hofft auf einen Aufschwung.

„Wir haben leider noch keinen Ansprechpartner für die jüngere Generationen für unsere Abteilung gewinnen können, dadurch fehlt es uns an Nachwuchs“, bedauert Helmutheinz Welke.

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