Eltern sollen mit auf Straße gehen

„Streikende Erzieherinnen fallen Müttern in den Rücken“ (Leserbrief von Samstag, 23. Mai, in unserer Zeitung).

Vorweg, ich würde mich auch freuen, wenn sich die Tarifparteien so schnell wie möglich wieder an einen Tisch setzen und tatsächlich verhandeln. Aber der Arbeitgeber spielt momentan nur „seine Spielchen“. Also bleibt der Arbeitnehmerseite nur das letzte legitime Mittel, der unbefristete Streik.


Vielleicht kann mir die Leserbriefschreiberin vom Samstag andere Druckmittel nennen. „Kommunalvertreter entführen“ und „Bomben in Rathäusern legen“ lehne ich als Pazifist ab.

Es gibt aber Mittel, die den Streik verkürzen könnten. So würde der Druck erhöht, wenn immer mehr betroffene Eltern mit auf die Straße gingen. Das Bewusstsein für einen gerechteren Lohnabstand zwischen Fachschulberufen und Akademikern ist nämlich bei ihnen vorhanden (siehe auch Ergebnis der Stern-TV-Aktion zum gerechteren Lohn).


Ein weiteres Mittel, um den Druck zu erhöhen, wäre, die örtlichen kommunalen „Oberhäupter“ aufzufordern, sich bei dem Arbeitgeberverband stark zu machen, die Verhandlungen mit einem fairen Angebot wieder aufzunehmen.


Der Kreisjugendhilfeausschuss, der sich als Fachausschuss auch um das Wohl der Kinder kümmern muss, hat am 21. Mai den dementsprechenden Antrag der Linksfraktion leider parteiübergreifend abgelehnt.


Daher beantwortet sich die Frage, wie es in der Tarifauseinandersetzung hier in der Region weitergeht, aus meiner Sicht von alleine.

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