Einbrecher im Januar extrem emsig

Wohnungseinbrecher hatten im Januar 2015 in Arnsberg „Hochkonjunktur“.
Wohnungseinbrecher hatten im Januar 2015 in Arnsberg „Hochkonjunktur“.
Foto: dpa

Arnsberg..  Die Zahl der im Bereich der Stadt Arnsberg zu Jahresbeginn gemeldeten Einbrüche lässt aufhorchen: In 27 Fällen allein aus dem Januar ermittelt die Polizei.

Zum Vergleich: Im vierten Quartal (Oktober bis Dezember) des vergangenen Jahres gab es im Stadtgebiet insgesamt 46 Wohnungseinbruch-Diebstähle (so die offizielle polizeiliche Bezeichnung).

Die Polizei hält mit Fahndungserfolgen dagegen: Es sei nicht unwahrscheinlich, dass eine ganze Reihe der jüngsten Einbrüche von dem Räuberquartett begangen wurde, das erst vor wenigen Tagen in Wennigloh festgenommen werden konnte (wir berichteten), so Ludger Rath auf Anfrage.

„Leider hat Arnsberg als größte Stadt im HSK regelmäßig auch den kreisweit größten Anteil an Einbruchs-Delikten“, so der Sprecher der Kreispolizeibehörde weiter. (Zahlen für den HSK siehe Grafik).

Nicht selten gehen die Täter aber irgendwann den Fahndern ins Netz: Die Aufklärungsquote konnte von 2013 auf das Jahr 2014 gesteigert werden – von 13 auf 20 Prozent. „Dieser Wert kann sich im Landesvergleich durchaus sehen lassen“, so Ludger Rath. Detaillierte Zahlen für das vergangene Jahr liefert die Polizei Mitte März, aus Anlass der Vorstellung der jährlichen Kriminalitäts-Statistik.

Extrem schwierig wird es für die Polizei, wenn organisierte Banden, oft aus dem osteuropäischen Ausland und auf der Durchreise, am Werk sind. Bürger sind auch darum stets aufgerufen, verdächtige Beobachtungen an die Polizei – per Notruf 110 – zu melden. „Das Wohnumfeld im HSK ist noch wesentlich persönlicher geprägt als in Großstädten, wer Fremde beobachtet, die sich verdächtig verhalten, sollte das auf jeden Fall melden. Und bei einem Fehlalarm gibt es keine unangenehmen Folgen für den Anrufer“, versichert die Kreispolizei.

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