Doch Studentenwohnungen im alten Arbeitsamt

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Meschede.  Seit 13 Jahren steht das alte Arbeitsamt an der Steinstraße leer. Zeitweise sollte es einem Lidl weichen, dann sollten dort Studentenwohnungen entstehen. Am Ende hielt der Investor nicht durch. Zuletzt hatte Bürgermeister Uli Hess sogar schon von Abbruch gesprochen: Das sei besser als ein unbewohntes, verkommenes Haus mitten in der Stadt, das den Steuerzahler ständig Geld koste.

Jetzt hat der Bürgermeister wieder einen Investor gefunden, der sich vorstellen kann, dort Studentenwohnungen zu bauen. Etwa 52 Wohneinheiten wären möglich. Hess: „Ich kenne den Mann von anderen Projekten, der macht das mit der nötigen Leidenschaft.“

Im Jahr 2000 war die Agentur für Arbeit in das neue Gebäude zwischen Antonius- und Coventry-Brücke umgezogen. Zuständig für das alte Arbeitsamt war dann die Arbeitsagentur in Nürnberg, weit weg und nur schwer greifbar. „Mittlerweile“, so sagt Hess, „haben wir in der Arbeitsagentur in Bielefeld einen konkreten Ansprechpartner.“ Auch ein gemeinsamer Ortstermin habe schon stattgefunden.

„Zurzeit geht es darum, dass wir den Bedarf für diese 52 Wohnungen nachweisen. Dafür stehen wir in Kontakt mit der Fachhochschule.“

Der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass sich auch genug Studierende finden. 1800 junge Menschen studieren mittlerweile in Meschede. Nur 50 Prozent, so hat der Bürgermeister erfahren, kommen aus dem Umland, können also weiter zu Hause wohnen und täglich nach Meschede pendeln. Der Rest braucht hier eine Wohnung. „Und es wäre für Meschede doch schön, wenn die Studierenden auch im Stadtbild stärker präsent wären.“

Zwar kann der Bürgermeister noch nichts zu Mietzins oder Wohnungsgröße sagen. Trotzdem wäre es hilfreich, wenn sich Studierende, die bezahlbaren Wohnraum suchen, bei der Stadt Meschede melden würden.

Der nächste Schritt wäre dann einen Träger zu finden, der die Vermietung übernimmt, denn der Investor möchte nicht - wie in Studentenwohnheimen üblich - mit häufig wechselnden Mietern jedes Mal neue Mietverträge aushandeln. Bürgermeister Hess: „Ich denke da ans Studentenwerk.“

Die Vorzüge des Standortes liegen für den Bürgermeister klar auf der Hand: „Sehr zentrale Lage, angebunden an den Busverkehr, die Bahn gut erreichbar, Hennepark und Hennesee vor der Haustür.“

Letztlich sehe er darin eine gute Ergänzung zum Seniorenwohnen im Rinschen Park.

 
 

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