Die Brücke muss nicht sein

Rathaus-Sanierung und geplante Brücke. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass dringend eine Renovierung des Rathauses erforderlich ist. Das Rathaus ist nicht nur ein Zweckbau, sondern auch ein Aushängeschild einer jeden Stadt. Dieser Aspekt sollte ebenfalls beachtet werden.


Die jetzt neuen Erkenntnisse, dass Teile der mit der Sanierung verbundenen Kosten eventuell nicht vom Land bezuschusst werden, sind dagegen sorgfältig abzuwägen. Es ist noch genug Zeit, das eine gegen das andere abzuwägen. Ich hoffe, dass auch bei einer Bezuschussung von lediglich 70 Prozent die Maßnahmen doch durchgeführt werden können oder zumindest so mit eingeplant werden, dass sie zu einer späteren Zeit ohne größere Umbauten verwirklicht werden können.

Bei der Fußgängerbrücke für 635 000 Euro scheint mir dagegen die Begründung doch etwas weit hergeholt zu sein. Für mich trifft als Grund der bereits gefundene Spitzname „Pizzabrücke“ eher als passend zu. Wer würde die Abkürzung des Weges vom Müggenberg/Rusch wohl zusätzlich nutzen? Das sollte m.E. noch einmal gründlich überlegt werden. Die schnellere Erreichbarkeit des Rathauses oder die kürzere Verbindung zwischen Rathaus und Bahnhof/Schulen ist völlig unbedeutend, wenn nicht gar falsch.

Dagegen wäre ein separater Fußgängerweg parallel zum Radweg an der Ruhr zwischen Bahnhof und Ohlbrücke eine wichtige Ergänzung, denn dieser Abschnitt des Ruhrradweges würde sicherer. (Beispiel: Die Fahrradklingeln wurden im Laufe der Zeit nicht nur kleiner, sondern auch leiser und sind bei einer Unterhaltung zwischen Spaziergängern nicht oder kaum wahrzunehmen. Der Weg verführt manche Radfahrer zum Rasen und man möchte auch nebeneinander fahren, um sich zu unterhalten.) Dieser Vorschlag würde zur besseren Stadtumgebungsgestaltung Hüsten besser als die „Pizzabrücke“ passen.

Es gibt übrigens sehr gute Beispiele für parallel geführte Fuß- und Radwege.