Den Rad- vom Fußweg trennen

Renaturierte Ruhr. Im WP/WR-Artikel wurde festgestellt, dass die Renaturierung der Ruhr/Ruhrauen erfolgreich durchgeführt und abgeschlossen wurde, was außer Zweifel steht und von den Befragten positiv bewertet wird.

Nachteilig und belastend seien dagegen die vielfachen, unkontrollierten Nutzungen durch Fußgänger, Radfahrer, sonstige Aktivitäten und Verunreinigungen (zum Beispiel Vatertag, 1. Mai, Sommersonnentage usw.). Es wird in der Studie daher vorgeschlagen, Sperrzonen einzurichten – so der WDR. Diese kritische Situation wird in der WP nur beiläufig erwähnt, vorrangig dagegen die positiven Anmerkungen durch Dr. Scheja zur Renaturierung. Unbestritten gibt es viele positive Rückmeldungen dazu, aber auch berechtigte, kritische bzgl. der hohen Frequentierung und ihren
Folgen.

Dass die Stadt Arnsberg überlegt/plant, eine zusätzliche Fahrradtrasse einzurichten, wurde erwähnt (s. hierzu auch Presseberichte im vergangenem Jahr in der WP über einen zusätzlichen „Expressfahrradweg” ). Diese Überlegung bedeutet, dass dieser bereits stark frequentierte Bereich mit einer zusätzlichen Belastung leben müsste... Ein Vorschlag eines Neheimer Bürgers, die während der Renaturierungsarbeiten im Binnerfeld geschaffene „Bau”-Straße auf der Freibadseite als Fußgängerweg umzurüsten, wurde damals mit Hinweis auf das Naturschutzgebiet abgelehnt.

Im Stadtgebiet Neheim stehen für den Fahrradverkehr mindestens drei Möglichkeiten zur Verfügung (in gleicher Weise für Fußgänger): Fahrradwege in der Stadt selbst, Ruhrrandweg, und Jahnallee (Bahnhof bis zur Ohlbrücke); eine entsprechende Umgestaltung mit Anschluss würde auch der geplanten Ruhrbrücke zwischen Rathaus und Wesco Sinn geben, passend zur Umgestaltung des Bahnhofsbereichs.

Ein Radweg wie der Ruhrtalradweg steht außer Frage. Wenn über eine Variante der jetzigen Möglichkeiten mit einem weiteren Radweg diskutiert werden sollte, halte ich die Trennung von Fußgänger- und Radweg im Bereich der Ruhr, speziell im Binnerfeld/Jahnallee, für sinnvoll, um Fußgängern und Radfahrern einen angenehmen, ungefährdeten Spaziergang bzw. risikoloses Durchfahren zu gewährleisten.

Die Vorstellung, dass Rücksichtnahme auf einem Fuß-/Radweg die Gefährdungssituationen entschärfen solle, ist unrealistisches Wunschdenken. Sperrzonen im Binnerfeld sollten eher nicht geschaffen werden, stattdessen - wenn überhaupt – organisierte Angebotszonen mit Aufenthaltsmöglichkeiten.