Cronenberg auf Spuren seines Vaters

FDP-Bundestagskandidat 2017
FDP-Bundestagskandidat 2017
Foto: Achim Benke
Wie der Vater so der Sohne: Carl-Julius Cronenberg bewirbt sich als FDP-Kandidat im Hochsauerlandkreis um ein Bundestagsmandat. Sein Vater Dieter-Julius saß 18 Jahre im Parlament.

Neheim..  Carl-Julius „Carlo“ Cronenberg geht für die Freien Demokratischen Partei im Hochsauerlandkreis als Kandidat für die Bundestagswahl im September 2017 ins Rennen. Der 54-jährige Unternehmer aus Müschede wurde beim Kreiswahlparteitag in Neheim von den 23 Wahlberechtigten aus dem Wahlkreis 147 (HSK) einstimmig gewählt.

„Passt jetzt in Lebensplanung“

Cronenberg im Bundestag - das gab’s doch schon einmal: „Carlos“ Vater Dieter-Julius Cronenberg (verstorben 21.11.2013) war von 1976 bis 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages und von 1984 bis 1994 Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Die Ambitionen des Sohnes, sich als Kandidat aufstellen zu lassen, hätten nichts damit zu tun, dass sein Vater vor 40 Jahren in den Bundestag kam. „Nein, die Kandidatur gehört zu meinem Willen, in der Politik etwas ändern, und passt jetzt in meine Lebensplanung“, betont Cronenberg, „als Unternehmer muss man sich der gesellschaftlichen Verantwortung stellen.“

Insgesamt nahmen knapp über 40 Liberale an der Veranstaltung im Rodelhaus teil. Cronenberg war der einzige Bewerber. Bevor der Wahlgang startete, machte Cronenberg seine politischen Standpunkte klar. „NRW braucht eine komplette Runderneuerung. Ohne einen waschechten Sauerländer und Unternehmer aus einem mittelständigen Unternehmen geht es nicht. Es gibt viel zu wenig Unternehmer im Bundestag, die genau wissen wo der Schuh drückt. Es wird viel zu wenig für die kleinen und dem mittelständigen Unternehmen getan“, so Cronenberg.

Der Arnsberger Ratspolitiker leitet in der 10. Generation zusammen mit seinem Vetter Wilm-Hendric Cronenberg das über 300 Jahre alte Unternehmen Julius Croneberg in Müschede. Seine Ziele sind, sich für die mittelständischen Betriebe und Familienunternehmen sowie deren Millionen von Mitarbeitern einzusetzen. „Deren Interessen werden leider von keiner Partei im Bundestag mehr vertreten. Renten, Steuern, Erbschaftsteuer oder Energiepolitik bedürfen einer dringenden Korrektur“, meint der Kandidat. 700 000 Unternehmen würden auf eine liberale Politik warten.

Cronenberg nennt keine Patentrezepte, aber er versprach: „Mit Vernunft, Kreativität und mit Respekt für die Menschen werde ich mich einsetzen.“ Er betont weiter, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei und es endlich ein Einwanderungsgesetz geben müsse. „Recht und Gesetz sind gut in Deutschland. Es wird nur nicht konsequent angewendet. Es funktioniert nur ohne Wenn und Aber, ohne Einschränkung“, meint der FDP-Politiker. Einige Vorschläge zum FDP-Parteiprogramm habe Cronenberg an NRW-Generalsekretär Johannes Vogel geschickt.

Seinen politischen Wahlspruch habe er von Friedrich II der Große übernommen: „Die Toleranz in der Gesellschaft muss jedem Bürger die Freiheit sichern, zu glauben, was er will.“ Intoleranz habe keine Tradition in Deutschland. Am Sterbebett seines Vaters im November 2013 habe „Carlo“ Cronenberg ihm nicht versprechen können, dass die FDP den Wiedereinzug 2017 in den Bundestag schafft: „Aber ich habe versprochen, meinen Beitrag dazu zu leisten.“

 
 

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