Bürger-Ideen für ein grünes ArnsbergNatur mit allen Sinnen erlebenEin Bürger will anpackenEin blühendes Band am RadwegNutzgärten an MietshäusernNachhaltiges Gärtnern in HüstenSonderpreis für „Entenhausen“Obstwiese an der Grundschule

Arnsberg.  Die Bürgerstiftung Arnsberg kürte gestern in Zusammenarbeit mit der Stadt Arnsberg sieben Preisträger des Wettbewerbs „Arnsbergs grüne Daumen“. Der Wettbewerb war insgesamt mit 5000 Euro dotiert.

Wir brauchen Menschen, die mit anfassen“, sagte Bürgermeister Vogel bei der Preisübergabe im Alten Rathaus in Arnsberg. Über 20 Ideen zur Gestaltung von Grünflächen in der Stadt waren eingereicht worden. Die Bürgerstiftung will finanziell unterstützen, freut sich aber, so Petra Schmitz-Hermes, „dass sich viele Projekte selbst tragen“.

Der Wettbewerb

Der Wettbewerb ist Teil der Bewerbung der Stadt beim nation„alen Wettbewerb „Entente Florale“. Eine Jury wird im April Arnsberg bereisen. „Weitere Bürgerideen und Initiativen sind willkommen“, sagt Klaus Fröhlich von der Arnsberger Stadtentwicklung.

Die Grundschule St. Michael möchte in Brökelmanns Park den Kneippkräutergarten übernehmen und als Schulgarten weiterführen.

Den Kindern soll frühzeitig Verantwortung für die Natur und naturkundliches Wissen vermittelt werden. Ziel des Projekts von Schule und Ganztag: „Kinder sollen die Natur mit allen Sinnen erleben“ Preis: 1000 Euro

Ein Bürger packt an: Johann Mantsch will sich ehrenamtlich um die Gestaltung und Pflege einer städtischen Wiese in der Arnsberger Wolfsschlucht kümmern.

Mit Obstgehölzen und Wiesenblumen möchte er den Übergang vom Ortsrand zur freien Landschaft gestalten. Spaziergänger sollen sich an dem Anblick erfreuen. Preis: 300 Euro

Die „Neue Arbeit Arnsberg“ möchte die Arnsberger Ortsteile durch ein „blühendes Band“ miteinander verbinden.

Dafür schicken sie ihre Radweg-Ranger mit einer Zusatzaufgabe los. Sie werden gezielt Blumensamen entlang des Ruhrtal-Radweges streuen. Der Radweg soll dadurch für Touristen und Einheimische noch attraktiver werden.

Preis: 800 Euro

Die Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft will aus ihren „toten“ Freiflächen im Bereich Heinrich-Lübke-Straße in Hüsten in enger Zusammenarbeit mit Mietern begehbare Nutzgärten schaffen. „Essbare Freiräume“ nennt die AWG das schöne Projekt.

Auch Obstbäume sollen gepflanzt werden. Wichtig ist die Beteiligung der Anwohner.

Preis: 800 Euro

Als Einzelperson engagiert sich Viola Renk aus Bruchhausen auf der Neuen Großen Wiese in Hüsten. Sie will in eigener Planung und Durchführung einen „Picknick-Platz“ schaffen.

Nachhaltiges Gärtnern und attraktive Gestaltung einer öffentlichen Fläche werden durch dieses exzellent ausgearbeitete Projekt auf lobenswerter Weise vereint.

Preis: 600 Euro

Die Kita „Entenhausen“ Bruchhausen setzt sich schon seit Jahren dafür ein, die Kern-Idee von „Arnsbergs grünen Daumen“ umzusetzen.

Den Kindern wird früh durch den Umgang mit Pflanzen ein Zugang zur Natur ermöglicht. Gartenteich, ein Bauwagen als Forschungsstation, ein Weidentunnel und ein Wildbienenhotel sind entstanden. Preis: 250 Euro

Ein breitangelegtes Netzwerk verschiedener Gruppen und Institutionen aus Moosfelde will eine bisher eintönige Rasenfläche an der Moosfelder Grundschule in eine Obstwiese mit Beerensträuchern und Gemüsebeeten verwandeln.

Damit soll nicht nur das Areal aufgewertet, sondern auch die Gemeinschaft im Stadtteil gefördert werden. Preis: 1500 Euro

 
 

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