Bald Stellplatz für Wohnmobile in Arnsberg

Der Bezirksausschuss Arnsberg gab grünes Licht für einen Wohnmobilstellplatz auf der Wiese hinter dem Lidl-Markt an der Ruhrstraße.
Der Bezirksausschuss Arnsberg gab grünes Licht für einen Wohnmobilstellplatz auf der Wiese hinter dem Lidl-Markt an der Ruhrstraße.
Foto: WP Ted Jones
Die Wiese hinter dem Lidl-Markt an der Ruhrstraße wird noch in 2012 in einem Teilbereich zu einen Transit-Platz für Wohnmobile umfunktioniert. Diesen Vorschlag der Verwaltung hat der Bezirksausschuss Arnsberg am Dienstagabend abgesegnet. Als Zwischenlösung, bis ein geeigneterer Ort gefunden ist, wie es Vorsitzende Marie-Theres Schennen (CDU) formulierte.

Arnsberg. Die Wiese hinter dem Lidl-Markt an der Ruhrstraße wird noch in 2012 in einem Teilbereich zu einen Transit-Platz für Wohnmobile umfunktioniert. Diesen Vorschlag der Verwaltung hat der Bezirksausschuss Arnsberg am Dienstagabend abgesegnet. Als Zwischenlösung, bis ein geeigneterer Ort gefunden ist, wie es Vorsitzende Marie-Theres Schennen (CDU) formulierte.

Gründe für die Zustimmung waren jedoch nicht allein die gute Lage und die Möglichkeit, hier ohne großen Kosten- und Arbeitsaufwand in das immer lukrativer werdende touristische Geschäft rund um die Wohnmobilisten einsteigen zu können, sondern vor allem der Hinweis von Arnsbergs oberstem Stadtplaner Thomas Vielhaber, dass mit dieser Entscheidung die seit geraumer Zeit an diesem Standort geplante Realisierung eines modernen Wohnkonzeptes nicht erster Klasse beerdigt werde.

„Im Gegenteil. Diese Fläche hat für uns aus stadtplanerischer Sicht nach wie vor sehr hohe Bedeutung,“ entkräftete Vielhaber die unter anderem von Friedhelm Walter (FDP) und Jürgen Steinberg (CDU) vorgetragenen Bedenken. Die Zielsetzung für dieses Areal sei noch immer die Entwicklung einer modernen Wohnform für Menschen im jungen und mittlerem Alter. Derzeit aber lägen die Baupreise über dem normalen Niveau, so dass die Umsetzung dieser Pläne noch nicht viel Sinne mache.

„Müssen Pflock setzen“

„Aber schon jetzt ist ganz klar: Der Trend, wieder in den Innenstädten zu wohnen, nimmt weiter zu.“ Und damit auch die Chance, hier in nicht allzu ferner Zukunft Wohnraum einzurichten. Einzelhäuser kämen dabei aber nicht in Frage. Vielhaber: „Schließlich gibt es dafür das Baugebiet Jägerkaserne.“ Vor diesem Hintergrund sei der Wohnmobilstellplatz an diesem Standort nur eine Zwischenlösung, „die sich später jederzeit problemlos und sehr schnell an eine andere Stelle verlegen lässt“.

Eine Argumentation, der auch Bernd Lepski von der Wirtschaftsförderung (wfa) beipflichtete. „Es ist wichtig, jetzt erst einmal in Sachen Wohnmobilstellplätze einen Pflock zu setzen, damit auch Arnsberg in diesen Kreisen bekannt wird und Handel, Gastronomie und andere touristische Angebote von dieser finanzstarken Klientel profitieren können.“ Zumal durch einen Wohnmobilplatz der Fokus auf dieses Gelände gerichtet werde, was für die Wohnprojekt-Investorensuche so schlecht nicht sein könne.

Einfache Lösung

Für Lepski selbst ist der Standort am Lidl-Markt bestens für Wohnmobilisten geeignet. „Alle anderen bisher ins Auge gefassten Möglichkeiten wurden von den Fachleuten als nicht günstig bezeichnet.“ Aus Kostengründen habe man zudem von einer großen Lösung - einem Reisemobilhafen - Abstand genommen. Ebenso von dem immer wieder ins Gespräch gebrachten Standort am alten Hallenbad: „Dafür sind keine Haushaltsmittel verfügbar.“

Dennoch zeigte sich Lepski überzeugt, dass mit diesem Einstieg auch Arnsberg langfristig vom boomenden Wohnmobil-Tourismus profitieren werde: „Das ist eine einfache Lösung mit geringen Anfangsinvestitionen und niedrigen Folgekosten. Und ein günstiger Standort, den die Wohnmobilisten finden werden.“

Hausaufgaben für Verwaltung

So war's dann auch der Ausschuss zufrieden. „Es ist gut, dass nach langen Jahren endlich etwas passiert,“ brachte es Erika Hahnwald (SPD) auf den Punkt. „Schließlich hat jedes Dorf einen solchen Stellplatz, nur wir als Tourismusstadt bislang nicht.“ Aber der Verwaltung wurden noch Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben: auf der Basis dieser Zwischenlösung in Ruhe einen geeigneten Dauerstellplatz finden.

Stimmt der Stadtrat am 28. März zu, dann können laut Lepski noch in diesem Jahr die ersten Wohnmobile anrollen.

 
 

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