Augenöffner für das Schöne

Katja Niedermeier
Katja Niedermeier
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Hinsetzen. Ein Buch schreiben. Leseproben an die Verlage verschicken. Und innerhalb von 48 Stunden zwei hochkarätige Angebote auf dem Tisch haben. Das schafft nicht jeder. Aber Katja Niedereimer. Die gebürtige Arnsbergerin hat jetzt im renommierten Beck-Verlag ihr Buch „Gelassenheit im Job. Die Entdeckung der Leichtigkeit“ herausgebracht. Ihr Erstlingswerk.

Arnsberg.. Hinsetzen. Ein Buch schreiben. Leseproben an die Verlage verschicken. Und innerhalb von 48 Stunden zwei hochkarätige Angebote auf dem Tisch haben. Das schafft nicht jeder. Aber Katja Niedereimer. Die gebürtige Arnsbergerin hat jetzt im renommierten Beck-Verlag ihr Buch „Gelassenheit im Job. Die Entdeckung der Leichtigkeit“ herausgebracht. Ihr Erstlingswerk.

Gerne geschrieben, sagt Katja „Käte“ Niedermeier, habe sie schon als Kind. Aufsätze in der Schule, bunte Geschichten ganz privat. Als ihr schließlich eine Freundin in Berlin, ihrem jetzigen Lebensmittelpunkt, dazu geraten habe: „Mensch, du kannst so gut erzählen, schreib doch mal ein Buch“, da habe sie diese Empfehlung flugs in die Tat umgesetzt.

Und auch das Thema war schnell gefunden: Burn-out und dessen Auswirkungen auf den betroffenen Menschen und dessen Umfeld. Nicht etwa, weil es derzeit vielleicht ein Modethema ist, an dem sich die unterschiedlichsten Experten abarbeiten, „sondern weil es ein Thema ist, das mir sehr am Herzen liegt“.

Auf Stress vorbereiten

Denn in der heutigen Zeit, einer sehr schnelllebigen, laste permanent „eine gewisse Strenge und ein Druck auf den Menschen“. Und wer nicht rechtzeitig lerne, damit umzugehen, dessen Gesundheit könne leicht Schaden nehmen. „Weil man das Positive im Leben nicht mehr wahrnimmt und die Aufmerksamkeit nur noch auf die negativen Ereignisse focussiert. Die Folge ist dann oft der Burn-out.“

Entsprechende Erfahrungen mit Burn-out hat Katja Niedermeier genug. Nicht als persönlich Betroffene. Aber als Mitarbeiterin im Management großer Unternehmen und nun als freie Unternehmerin in der Bundeshauptstadt für PR- und Image-Beratung. „Dabei habe ich mit Menschen zu tun, die in der Öffentlichkeit stehen.“ Was für diese in der Regel permanenten Stress bedeute. „Aber darauf muss man sich gezielt vorbereiten und Techniken aneignen, um bestehen zu können.“

Nicht nur auf das Schlechte schauen

Es gebe, sagt die 42-Jährige, einen alten, aber wohl ewig gültigen Sinnspruch: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Dieser sei auch für das persönliche Empfinden, für die Wahrnehmung von Gefühlen anzuwenden. „Konzentriere ich mich besonders auf das Schöne und Gute in meinem Leben, verstärkt sich die Wahrnehmung für das Positive.“ Die Grundstimmung verbessere sich, der Mensch komme leichter aus einem Tief heraus. „Weil er so Zuversicht entwickelt und damit eher in der Lage ist, Auswege zu finden oder Hilfe anzunehmen.“

Befasse man sich dagegen nur mir dem Negativen, potenziere sich dessen Wahrnehmung und damit auch Wirkung. Folge: Der Mensch fällt in ein Loch, aus dem er ohne fremde, oft ärztliche Hilfe nicht mehr herausfinde. „Denn wer bewusst nur das Schlechte sehen will, der erlebt es auch. Weil ihm das Gute nicht mehr auffällt.“ Ein fataler Teufelskreis.

„Muss die Alternativen kennen“

Sie selbst, sagt Katja Niedereimer, habe diese Maxime 1 zu 1 umgesetzt. „Und damit kann sich jeder Leser sicher sein, dass ich all das, was ich in meinem Buch empfehle, auch persönlich so lebe. Weil ich sehr gut damit fahre.“

Dennoch müsse sich ein jeder darüber im Klaren sein: „Auch das Üble ist wichtig.“ Weil der Mensch in einer Welt der Polarität lebe – ohne Dunkel kein Hell, ohne Leid keine Freude. „Deshalb muss man die Alternativen kennen, um das Gefühl für das Schöne und Gute zu entwickeln. Um es wahrnehmen zu können.“ Dazu soll ihr Buch der Augenöffner sei.

Das Buch „Gelassenheit im Job - Die Entdeckung der Leichtigkeit“ ist ab sofort im Buchhandel erhältlich - zum Preis von 6,90 Euro. Erschienen ist es im Beck-Verlag;

Infos zu Katja Niedermeier unter www.k-acht.com.

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