„Arnsberg A“ ähnelt dem „Melbourne M“

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Foto: agentur
Die Ähnlichkeit irritiert: Das neue „Arnsberg A“ hat optische Verwandtschaft zu einem „Melbourne M“. Über das Wochenende fiel in den sozialen Netzwerken, in denen das Arnsberger A als Symbol eines gesamtstädtischen Marketings heiß diskutiert wurde, sogar das Wort vom Plagiat.

Arnsberg.. Die Ähnlichkeit irritiert: Das neue „Arnsberg A“ hat optische Verwandtschaft zu einem „Melbourne M“. Über das Wochenende fiel in den sozialen Netzwerken, in denen das Arnsberger A als Symbol eines gesamtstädtischen Marketings heiß diskutiert wurde, sogar das Wort vom Plagiat. Das brachte Unruhe ins Arnsberger Rathaus, das das neue „A“ in kubistischer Gestaltung seit Ende vergangener Woche bereits auf seinem Internetportal als Dach-Logo verwendet.

Das „Melbourne M“ der City of Melbourne wurde bereits im Jahr 2009 eingeführt. Die Australier setzen ebenfalls auf kubistische Gestaltung des Anfangsbuchstabens der Stadt und auf Farbenspiele bei der Verwendung. Ein Plagiat?

Die Stadt Arnsberg ging am Montag direkt in die Prüfung und bat auch die zuständige Agentur aus Süddeutschland um eine Stellungnahme, die das „Arnsberg A“ entworfen hatte. Die Agentur aus dem Allgäu habe beteuert, nichts vom Melbourner M gewusst zu haben.

„Das Arnsberger A ist ein Original!“, sagt Bürgermeister Hans-Josef Vogel. Es stelle in Zahl und Gestaltung die 15 Stadtteile und die Vielfalt der Stadt dar. Exakte Form, Mach-Art und vor allem auch weitergehende Nutzungsideen seien eine andere als die des „Melbourne M“. „Es gibt bislang keinen sachlich begründeten Plagiatsvorwurf und es kann ihn auch nicht geben“, betont Vogel in einer Stellungnahme.

Geometrisches B in Burghausen

Die Ähnlichkeit zum „Melbourne M“ ist allerdings nicht die einzige. Auch die bayerische Stadt Burghausen setzt auf ein geometrisches B, um dieses je nach Thema Kultur, Innovation, Sport, Musik und Handel in anderen Farbkombinationen zu verwenden. „Kubistische Signets sind hochmodern und damit noch selten“, so Hans-Josef Vogel dazu. Daher würden sie dann auch besonders als ähnlich auffallen.

Entwickelt wurde das „Arnsberger A“ von einer Allgäuer Agentur, auf die Bürgermeister Hans-Josef Vogel durch eine Kampagne im süddeutschen Raum aufmerksam geworden sei. Die Arbeitsgruppe für das „gesamtstädtische Marketing“ hatte sich auf den in der vergangenen Woche vorgestellten Entwurf geeinigt. Eine heimische Agentur, so die Stadtsprecherin, sei daher nicht mehr beauftragt worden.

Die Bandbreite der Kritik am neuen Arnsberg A reicht - losgelöst aller Ähnlichkeiten zu anderen kubistischen Buchstaben-Logos - von „depressive dunkle Töne“, „fehlendem Bezug zu Arnsberg“ über „langweilig“ und „nicht ins Auge stechend“ bis hin zu Gewöhnungsbedürftigkeit und „fehlender Aussagekraft“.

Genau diese aber sieht Bürgermeister Vogel: In der Grundfarbe werde das Blau der Stadtfarben und mit Blau und Grün die Naturstärken der Stadt aufgegriffen. Es reflektiere zudem das Thema Licht. Kritische Diskussion aber begrüßt er: „Logos - wenn sie gut sind im Sinne von Aufmerksamkeit - polarisieren oft“, so Vogel.

 
 

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