Anschnitzen bei den Bürgerschützen

Anschnitzen der Vögel für das Arnsberger Schützenfest
Anschnitzen der Vögel für das Arnsberger Schützenfest
Foto: WP
Das Kreisschützenfest des Schützenkreises Arnsberg rückt näher und die Vorbereitungen laufen bei den Arnsberger Bürgerschützen seit langer Zeit auf Hochtouren (siehe drei Fragen-Interview außen). Gestern Morgen fand mit dem Anschnitzen der Königsvögel die offizielle Auftaktveranstaltung statt.

Arnsberg.  Das Kreisschützenfest des Schützenkreises Arnsberg rückt näher und die Vorbereitungen laufen bei den Arnsberger Bürgerschützen seit langer Zeit auf Hochtouren (siehe drei Fragen-Interview außen). Gestern Morgen fand mit dem Anschnitzen der Königsvögel die offizielle Auftaktveranstaltung statt.

Der Kreisvorstand mit Kreisoberst Dietrich Wilhelm Dönneweg, die Hauptleute und die amtierenden Königspaare der Bruderschaften, Gesellschaften und Vereine sowie zahlreiche Schützen und viele Gäste informierten sich in der Festhalle an der Promenade über die Kunst des Vogelbauens.

Denn der Weg vom Holzklotz bis zum perfekten Schützenvogel erfordert viele Arbeitsstunden. Der Hauptmann der Arnsberger Bürgerschützen, Peter Erb, begrüßte die Besucher und gab einen kurzen Abriss über die laufenden Vorbereitungen zum Kreisschützenfest auf.

Premiere für den Anstecker

In mittlerweile elf Arbeitsgruppen sind die Bürgerschützen seit Monaten unterwegs, um zu planen, die diversen Genehmigungen einzuholen, Machbares von Wünschenswertem zu trennen und Neues für das Fest zu entwickeln.

„Es ist eine unheimlich intensive Zeit, die uns manches abverlangt aber auch große Freude macht“, so der Schützen-Chef. Premiere gab es gestern für den neuen „Kreisschützenfest-Pin“, entwickelt von Schützenbruder Ralf Gölzenleuchter. „Den muss man einfach haben“, so Peter Erb. Schirmherr Hans-Josef Vogel erklärte in seiner Begrüßung: „Es ist großartig, dass zum ersten Mal ein Kreisschützenfest in Arnsberg stattfindet“.

Vogel kritisierte die zunehmende Bürokratisierung bei Veranstaltungen. „Bei aller Notwendigkeit von Sicherheit und Ordnung fangen wir langsam an, zu übertreiben und ersticken oftmals die Vorfreude auf ein Fest.“

Hauptmann Peter Erb erwiderte schmunzelnd: „Dass sich ein Verwaltungschef über zu viel Bürokratie beklagt, ist schon etwas Neues“. Michael Franz, Vorsitzender der Vogelbaukommission, erinnerte an legendäre Arnsberger Vogelbauer wie Ortmanns Koffer oder Schumachers Nobel und zeigte kurz die Entwicklung der „Vogelbaukunde“ auf. Sein Fazit der vergangenen Jahrzehnte: „Die Schützenvögel werden heute immer perfekter“. Neben den Wappentieren für das Kreisschützenfest bekam auch der Vogel für das Arnsberger Hochfest vom 5. bis 7. Juli die ersten Umrisse. Das amtierende Arnsberger Königspaar Wiebke Becker und Thomas Hoffmann legte sich unter den wachsamen Augen der Mitgliedern der Vogelbaukommission dabei richtig ins Zeug, um dem Fichtenrohling aus „Vogelsitzbaumholz“ aus der „Nonnenkuhle“ die ersten Konturen eines Schützenvogels zu verpassen.

Blasorchester umrahmt den Tag

Michael Franz weihte anschließend die Besucher in die Geheimnisse des Vogelbauens und die Unterschiede der Vögel ein.

Der „Anschnitztag“ wurde musikalisch umrahmt vom Blasorchester der Bürgerschützen unter der Leitung von Kapellmeister Zoltán Fancsik.

 
 

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