23 Ratsmitglieder stützen Bürgermeister Lins

Gastwelten Projekt in Sundern ist wohl gescheitert.
Gastwelten Projekt in Sundern ist wohl gescheitert.
Foto: WP
Fünf Wochen haben die Ratsmitglieder in Sundern auf diesen Tag warten müssen: Am 16. Juli hatten in einer konzertierten Aktion Staatsanwaltschaft und Schwerpunktgruppe Wirtschaft der Dortmunder Kripo mehrere Büros und private Räume durchsucht. Gestern sollte es, so Linke und Wisu, um die Aufarbeitung gehen.

Sundern..  Fünf Wochen haben die Ratsmitglieder in Sundern auf diesen Tag warten müssen: Am 16. Juli hatten in einer konzertierten Aktion Staatsanwaltschaft und Schwerpunktgruppe Wirtschaft der Dortmunder Kripo mehrere Büros und private Räume in Sundern durchsucht (unsere Zeitung berichtete). Gestern sollte es, so Linke und Wisu, um die Aufarbeitung gehen.

Ein Antrag der SPD-Spitze um Michael Stechele machte die Sitzung dann extrem turbulent: Er forderte, dass der Rat den Bürgermeister auffordere, seine Ehrenämter als Vertreter der Stadt in den betroffenen Gesellschaften sowie in der Stadtmarketing für die Zeit der staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen ruhen zu lassen, ebenso seine Funktion als Bürgermeister. Die Begründung: „Die Affäre hat eine neue Dimension bekommen, der Bürgermeister ist offensichtlich in den Fokus der Ermittlungen geraten und somit zum unmittelbar Betroffenen geworden“, so Stechele. Er kündigte an, wenn Lins, obwohl der Rat dies fordere, dies nicht tun werde, würde er den Landrat aufzufordern, ihn zu suspendieren.

Nach einer Beratungsunterbrechung ergriff Siegfried Huff (Linke) das Wort: „Welches Bild sendet der Rat nach außen? Wenn ja, dann findet eine Vorverurteilung statt. Dieser Antrag hat ein große Tragweite“, machte er auch auf die Bedeutung für die ganze Stadt aufmerksam.

In der Abstimmung stimmten 12 Ratsmitglieder (SPD, Wisu) für den Antrag, 23 stimmten dagegen, zwei Ratsherren enthielten sich. Bürgermeister Detlef Lins dankte im Anschluss allen, die gegen den Antrag gestimmt hatten. Er betonte, dass es ihm als erstem um die endgültige Aufklärung gehe: „Ich bin es leid, der zu sein, der Tafelsilber an Investoren verhökert“, hielt Lins fest. Er werde in einer Sondersitzung die Entwicklung von 2004 bis heute „im Lichte der jeweiligen Vertragslage“ detailliert darstellen: „Das Projekt Ferienpark war 2009 überparteilich gewollt.“

 
 

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