Zigaretten-Zoff

Es ist erst wenige Monate her, da sorgte ein Foto von Kevin-Prince Boateng für Wirbel. Es zeigte den Schalker Fußball-Profi, der beim Warten auf die Dopingkontrolle erstens an einer Bierpulle nuckelte und dabei zweitens auch noch genüsslich an einer Kippe zog.

Irgendwie wirkte Boateng dabei ziemlich aus der Zeit gefallen. Denn anders als früher, als Kettenraucher wie Ernst Happel, César Luis Menotti oder Werner Lorant in den Stadien allgegenwärtig waren, gehört das Rauchen unter Trainern und Sportlern heute nun wirklich nicht mehr zum guten Ton.

Wie das Beispiel Boateng eindrucksvoll zeigt.

Oder der Fall Mesut Özil. Den hatten Paparazzi einst beim entspannten Glimmstängel-Genuss im Sommerurlaub fotografiert. Bis heute hält sich das Gerücht, dass der Nationalspieler auch deswegen bei der Startruppe von Real Madrid in Ungnade fiel.

Ausgerechnet bei Özils neuem Klub, dem FC Arsenal, gibt es jetzt zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit ziemlichen Zigaretten-Zoff. Denn nachdem unlängst Jungstar Jack Wilshere vor einem Nachtklub mit Zichte gesichtet wurde, genoss jetzt Wojciech Szczesny, Torhüter der Londoner, die teuerste Kippe seines Lebens. Direkt nach der 0:2-Niederlage beim FC Southampton. Noch unter der Dusche.

Lustig fand sein Trainer Arsène Wenger das so gar nicht. Der verbannte den Polen im Spiel gegen Hull City auf die Ersatzbank und brummte ihm überdies eine Strafe von 20 000 Pfund auf, die den Polen sicher ziemlich geschmerzt haben dürfte.

Immerhin hätte er sich dafür auch 4000 Schachteln Zigaretten kaufen können.

Oder 3000 Packungen Nikotinkaugummis.

Mit etwas Glück hätten die sogar für die ganze Mannschaft gereicht.

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