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Wund-Hose

Dietmar Beiersdorfer hat gut zu tun in diesen Tagen beim Hamburger SV. Das war seit seinem erneuten Amtsantritt als Vorstandsvorsitzender in diesem Sommer nie anders, denn beim einst glorreichen HSV stehen die Zeichen auf Chaos.

Immer. Gefühlt zumindest.

Derzeit, weil das Gründungsmitglied der Bundesliga nach drei Spielen, null Siegen und null erzielten Toren am Tabellenende umherdümpelt und den Fans schwant, dass ihr geliebter Klub wie schon in der vergangenen Saison Existenzängste aufbauen wird.

Daran ist Mirko Slomka schuld. Sonst wäre er nicht entlassen worden. Überhaupt ist immer der Trainer schuld. Seit 2008 saßen mit Martin Jol, Bruno Labbadia, Ricardo Moniz, Armin Veh, Michael Oenning, Rodolfo Cardoso, Frank Arnesen, Thorsten Fink, Cardoso, Bert van Marwijk und Slomka elf (!) Trainer auf der HSV-Bank.

Dabei wäre 2008 ein guter Zeitpunkt gewesen, die Weichen auf Erfolg zu stellen. Jürgen Klopp war auf dem Markt, doch die HSV-Oberen störten sich an seinem unrasierten Gesicht und den Löchern in seiner Jeans. Er ging nach Dortmund, wo er Meisterschaften und Pokal gewann. Sportchef damals beim HSV: Dietmar Beiersdorfer.

Ein wunder Punkt in seiner Vita. Eine Wund-Hose sozusagen.