Dortmund

WM-Kader 2018: DAS werden die größten Baustellen

Mit diesen Spielern will Bundestrainer Joachim Löw bei der WM 2018 den Titel verteidigen.

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Dortmund. Die WM 2018 beginnt zwar erst in vier Wochen, aber nach der Nominierung des WM-Kaders gibt es rund um die deutsche Nationalmannschaft schon jetzt eine Menge Diskussionspotenzial.

Das Kuriose: Joachim Löws größte Baustellen befinden sich auf Positionen, auf denen die deutsche Nationalmannschaft bis zuletzt eigentlich mit der ganz großen Weltklasse ausgestattet war.

WM-Kader 2018: Luxusprobleme in Mittelfeld und Angriff

Aber fangen wir bei der Kader-Analyse doch erst mal mit den positiven Aspekten an. Im Mittelfeld und Angriff kann der Bundestrainer aus dem Vollen schöpfen.

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Speziell im zentralen Mittelfeld kann Löw sich vor Weltklassespielern kaum noch retten. Toni Kroos, Sami Khedira, Ilkay Gündogan – mindestens einer dieser Weltstars wird bei der WM wohl auf der Bank Platz nehmen müssen.

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Flügel stark besetzt

Auch auf den offensiven Flügeln hat Löw die Qual der Wahl. Leroy Sané, Julian Brandt, Julian Draxler, und auch Thomas Müller haben ihre ausgezeichnete Klasse immer wieder unter Beweis gestellt.

Einzig Draxler fehlt ein wenig Spielpraxis. Bei Paris Saint-Germain saß er im Starensemble um Neymar, Angel di Maria und Co. regelmäßig auf der Bank. Beim Confed Cup im Vorjahr zeigte er jedoch, dass mangelnde Spielpraxis bei PSG bei ihm keine Auswirkungen auf die Leistungen im DFB-Team hat. Als Kapitän führte er die deutsche Auswahl zum Titel.

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Und auch im Sturmzentrum muss Löw sich wohl keine Sorgen machen. Timo Werner, Mario Gomez und auch Überraschungs-Kandidat Nils Petersen sind in Top-Form und haben ihre Treffsicherheit auch in dieser Saison mal wieder unter Beweis gestellt.

WM-Kader 2018: Baustelle im Tor

Anders sieht es im Tor aus. Manuel Neuer wurde zwar nominiert. Doch nach seinem Mittelfußbruch liegt sein letztes Pflichtspiel acht Monate zurück. Bei der WM 2014 in Brasilien hatte Neuer dem DFB-Team mit überragenden Paraden den Titel beschert. Dass er beim Turnier in Russland zu alter Stärke finden kann, wirkt unwahrscheinlich.

Sollte Neuer ausfallen, würde wohl Marc-André ter Stegen das deutsche Tor hüten. Sportlich wäre der Barca-Keeper ein würdiger Vertreter des Bayern-Torwarts. Doch wie würde ter Stegen mit dem enormen Druck bei einem großen Turnier umgehen?

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In der Vergangenheit fiel ter Stegen in der Nationalmannschaft nicht nur durch herausragende Paraden auf, sondern auch mit besonders unglücklichen Patzern. Löw und sein Betreuerstab müssen bei ter Stegen wohl auch eine Menge psychische Arbeit leisten.

Wie sieht die Innenverteidigung aus?

Bis vor wenigen Wochen bestand in Bezug auf die deutsche Innenverteidigung kein Zweifel. Das Bayern-Duo Jerome Boateng und Mats Hummels sollten das Weltklasse-Defensivzentrum des DFB-Teams bilden.

Dann der große Schock im Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen dem FC Bayern und Real Madrid. Boateng verletzte sich nach wenigen Minuten und musste ausgewechselt werden. Sein Kampf mit der hartnäckigen Oberschenkelverletzung wird auch ein Kampf gegen die Zeit. Sollte Boateng ausfallen, würden wohl Niklas Süle oder Antonio Rüdiger neben Hummels in die Innenverteidigung rücken.

Wer spielt auf der Zehner-Position?

Und auch auf der Zehner-Position gibt es einige Fragezeichen. Mesut Özil war dort eigentlich stets gesetzt. Doch der Arsenal-Star laboriert an Rückenproblemen.

Marco Reus könnte auf der Position spielen. Doch nach seiner langwierigen Kreuzbandverletzung ist der Dortmunder immer noch bei seiner Weltklasse-Form von einst.

Ob auf der Zehn, im Abwehrzentrum oder im Tor – Joachim Löw hat noch eine Menge Arbeit vor sich. Aber es bleiben ja noch vier Wochen bis zur WM.

 
 

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