Handgemenge nach Deutschland gegen Schweden: So bestraft die Fifa die DFB-Provokateure

Nach dem Spiel zwischen Deutschland und Schweden ging es heiß her.
Nach dem Spiel zwischen Deutschland und Schweden ging es heiß her.
Foto: imago/Matthias Koch

Es dürfte das vorerst letzte Kapitel nach den Tumulten im Anschluss an das Spiel zwischen Deutschland und Schweden gewesen sein. Der DFB hat den betroffenen Funktionären, Büroleiter Georg Behlau und Uli Voigt aus der Medienabteilung, bereits für das nächste Spiel gegen Südkorea einen Innenraumverbot erteilt.

Nun hat auch die Fifa reagiert und den deutschen Provokateuren eine Geldstrafe aufgebrummt. Das Duo wurde zu einer Geldstrafe von jeweils 5.000 Schweizer Franken (etwa 4.300 Euro) verdonnert.

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Handgemenge nach Deutschland gegen Schweden: DFB bestraft seine Betreuer

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DFB-Einsicht beschwichtigt die Fifa

Das milde Strafmaß dürfte darauf zurückzuführen sein, dass sich der DFB umgehend für das Verhalten seiner Funktionäre entschuldigt hatte.

„Das darf nicht passieren. Das haben wir auch intern gesagt: Das ist eigentlich nicht unsere Art von Fairplay und Sportgeist“, rügte Oliver Bierhoff die zwei langjährigen Mitarbeiter. Am Montagabend folgte die eingeforderte Stellungnahme bei der Fifa, in der die Vorfälle vom DFB erneut „ausdrücklich bedauert“ wurden.

DFB-Funktionäre provozieren Schweden

Die beiden DFB-Funktionäre hatten nach dem Siegtreffer der deutschen Nationalmannschaft provozierend vor der schwedischen Delegation gejubelt. Daraufhin kam es zu einem Handgemenge.

Auch der beteiligte schwedische Offizielle, Jan Gustavsson, hat von der FIFA eine Warnung wegen seiner Beteiligung an dem Konflikt erhalten.

Um welche DFB-Funktionäre geht es?

Behlau (49 Jahre) ist studierter Lehrer in Sport und Geschichte. Seit März 1998 arbeitet er für den DFB. Nach der EM 2004 wurde er unter Klinsmann zum Leiter des Büros der Nationalmannschaft befördert. Er kümmert sich unter anderen um Reisen und Turnierplanung der A-Nationalmannschaft. Behlau spielt selbst Fußball bei den Alten Herren des VfR 07 Limburg, wo er als Zweiter Vorsitzender amtiert.

Der ehemalige Oberligaakteur Voigt (65) hält seit 1988 der dritten Mannschaft von Rot-Weiß Lessenich die Treue. Nach dem Studium von Romanistik und Sport unterrichtete er während seines Referendariats den 1990er Weltmeister-Torwart Bodo Illgner in Französisch. Später arbeitete er als Journalist, 2005 begann er seine Laufbahn beim DFB. Dort koordiniert er die Zusammenarbeit mit den TV-Medien. „Es tut mir echt leid. Ich habe einen Fehler begangen, das macht man nicht“, sagte er am Montag noch einmal. (dpa/ak)

 
 

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