WM 2018: Frankreichs Nationaltrainer mit deutlichen Worten nach Dembélé-Streik beim BVB: „Das ist ein Benehmen, das sich nicht gehört“

Didier Deschamps übte scharfe Kritik an seinem Schützling Ousmane Dembélé.
Didier Deschamps übte scharfe Kritik an seinem Schützling Ousmane Dembélé.
Foto: Imago/ Fotomontage: DER WESTEN

Moskau. Deutliche Worte von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps gegenüber seinem Schützling Ousmane Dembélé. Er kritisiert den erzwungenen Wechsel des 21-Jährigen vom BVB zum FC Barcelona im vergangenen Jahr. Im Sommer 2017 hatte Dembélé durch einen tagelangen Streik seinen 115-Millionen-Transfer zu den Katalanen erzwungen.

Deschamps im Interview mit der Sport Bild: „Das ist ein Benehmen, das sich nicht gehört. Punkt. Er hat Borussia Dortmund in Schwierigkeiten gebracht, seine Mitspieler und auch unsere Nationalmannschaft. Ich konnte ihn vor einem Jahr für die Qualifikationsspiele nicht berufen, weil er nicht trainierte. So etwas darf nicht passieren.“

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Deschamps erklärt Deutschlands WM-Sieg 2014

Weiter sagte der Coach der Equipe Tricolore, dass man die Mannschaft von heute nicht mit dem Weltmeister-Team von 1998 vergleichen könne. „Bei unserem Titelgewinn waren wir alle nahezu 30 Jahre alt. Angefangen von Barthez im Tor bis zu Zinedine Zidane waren alle Führungsspieler, keine Mitläufer", sagte der Trainer, der 1998 selbst zum Team gehörte.

Auch das DFB-Team habe bei seinem Titelgewinn 2014 auf große Erfahrung zurückgreifen können. „Deutschland wurde Weltmeister mit vielen Spielern, die schon 2006 dabei waren", sagte Deschamps: „Sie haben schmerzhafte Niederlagen kennengelernt und acht Jahre gebraucht, um zu reifen."

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Ousmane Dembélé gegen Argentinien 120 Minuten auf der Bank

Deschamps räumte aber auch ein, dass sein Team besondere Fähigkeiten besitze. „Wir haben Talente mit hoher Qualität." Über den 19 Jahre alten Kylian Mbappe, der gegen Argentinien zwei Tore erzielt hatte, sagte der Coach: „Er ist schnell, schneller als Ronaldo. Aber er braucht mehr Platz."

Im Gegensatz zu Mbappe verzichtete Deschamps im Achtelfinale gegen Argentinien komplett auf Dembélé. Der Ex-BVB-Star Dembélé saß 120 Minuten auf der Bank. (mb/sid)

 
 

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