WM 2018: Deutschland gegen Südkorea – dieser Satz fliegt DFB-Präsident Reinhard Grindel jetzt um die Ohren

Deutschland-Nationaltrainer Joachim Löw genießt bei DFB-Präsident Reinhard Grindel hohe Wertschätzung.
Deutschland-Nationaltrainer Joachim Löw genießt bei DFB-Präsident Reinhard Grindel hohe Wertschätzung.
Foto: firo

Kasan. Upps, ob sich DFB-Präsident Reinhard Grindel das so gedacht hat? Vor der Weltmeisterschaft in Russland hatte Grindel noch Großes angekündigt. Nicht mehr als die temporäre Freundschaft zwischen den Revier-Rivalen Borussia Dortmund und Schalke 04 hatte der 56-Jährige angekündigt.

Und das auch noch bei einem Tor eines Bayern-München-Kickers: „Wir werden wieder erleben, dass sich Fans von Schalke 04 und Borussia Dortmund in den Armen liegen, weil ein Spieler von Bayern München ein Tor geschossen hat.“

Kein Bayern-Spieler traf für Deutschland

Ja gut, das sollte nun nicht so ganz klappen. Lag zum einen wohl daran, dass es bei dieser Weltmeisterschaft insgesamt relativ wenig zu feiern gab. Zum anderen wohl auch daran, dass kein einziger Bayern-Spieler auch nur ein Tor für die Nationalmannschaft geschossen hat.

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Einzig Marco Reus (Borussia Dortmund) und Toni Kroos (Real Madrid) konnten fürs DFB-Team scoren.

Häme auf Twitter

Auf Twitter hatte Grindel schon direkt nach Aussprache des Satzes auf einer Pressekonferenz Kritik einstecken müssen. Nach dem Peinlich-Aus der Deutschen gegen Südkorea wandelte sich die Kritik in Häme.

  • Jan-Henrik Gruszecki: „Das wird ein toller Moment.“
  • Sebastian Weiermann: „Kim Young-Gwon spielt bei Bayern?“
  • dpmort67: „Watn Fachmann!“
  • Serafino: „Öhm, hat ein Bayer getroffen, oder hab ich was verpasst?“

Deutschland hatte am Mittwoch mit 2:0 gegen die Nationalmannschaft von Südkorea verloren. Die Tore für die Asiaten schossen Y.-G. Kim in der 92. und S.-J- Ju in der 96. Spielminute.

Zuvor hatte die deutsche Mannschaft weder spielerisch noch kämpferisch überzeugen können.

Aus für Löw?

Nach dem K.o. wurden auch die Rufe nach einem Ende der Ära Löw laut. Ob er trotz seines vor der WM vorzeitig bis 2022 verlängerten Vertrages und trotz der von DFB-Präsident Reinhard Grindel unmittelbar vor dem Südkorea-Spiel gegebenen Jobgarantie zurücktreten werden, wurde Löw auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gefragt: „Das ist schwierig zu sagen. Ich brauche jetzt ein paar Stunden“, antwortete er.

Und dann sprachen seine Lippen aus, was schon seine Augenringe verraten hatte: „Ich bin geschockt.“ Wie es weitergehe, das müsse man sehen. „Ich muss mich jetzt sammeln. Dann wird man in Ruhe sprechen“, sagte Löw.

 
 

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