Videobeweis-Wahnsinn bei Iran gegen Portugal: „Was ist nur aus dem Fußball geworden?“

Schiedsrichter Enrique Caceres wirkte beim WM-Spiel zwischen dem Iran und Portugal wenig souverän.
Schiedsrichter Enrique Caceres wirkte beim WM-Spiel zwischen dem Iran und Portugal wenig souverän.
Foto: Imago

Saransk. Was für ein Finale in der Gruppe B zwischen Iran und Portugal. In einem hart umkämpften Spiel zittert sich Europameister Portugal mit einem 1:1-Unentschieden ins Achtelfinale der WM 2018.

Eine der Hauptrollen übernahm dabei Enrique Caceres. Der Schiedsrichter aus Paraguay lieferte einen wenig souveränen Auftritt und musste seine Entscheidungen ein ums andere Mal nach Hinweis der Video-Assistenten korrigieren.

Wm 2018: „Videobeweis-Orgie“ in Saransk

Oliver Kahn sprach bei der Analyse des Spiels im ZDF-Studio von einer regelrechten „Videobeweis-Orgie“. Die Fußballfans bei Twitter und Co. nahmen es mit Humor.

„Keine Ahnung warum der Schiri nicht gleich vorm TV guckt. Rennt da wie irre übers Feld und könnte eigentlich schön lässig mit Bier und Chips vom Bildschirm aus entscheiden“, schreibt ein Fan.

Schiedsrichter übersieht Foul an Cristiano Ronaldo

Los ging die Unruhe kurz nach der Halbzeit. Da übersah der Schiedsrichter ein elfmeterwürdiges Foulspiel an Cristiano Ronaldo (50.) und deutete erst nach Betrachtung der Fernsehbilder auf den Punkt.

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Die Entscheidung sorgte bei den Iranern für reichlich Unmut, auch wenn der portugiesische Superstar vom Punkt scheiterte. Immer wieder forderten Spieler und Funktionäre des Iran im Anschluss Elfmeter. Iran-Trainer Carlos Queiroz (65) stachelte sogar das Publikum auf den Rängen auf und forderte gestenreich den Einsatz des Videobeweises.

Schiedsrichter Caceres beließ es trotz des unsportlichen Verhaltens des 65-Jährigen bei einer Ermahnung. Danach stand erneut Cristiano Ronaldo erneut im Mittelpunkt.

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Tätlichkeit von Cristiano Ronaldo?

Der portugiesische Stürmer, dessen Nacht nicht wie gewünscht verlief (hier mehr zu den irren Szenen in der Nacht vor dem Spiel), musste in der 80. Minute nach einem Ellenbogen-Einsatz fürchten, vom Platz gestellt zu werden.

Doch der Referee beließ es nach Ansicht der TV-Bilder bei einer gelben Karte. Das konnten nicht alle Fans verstehen und witterten einen Bonus für Cristiano Ronaldo:

„Wie man das ernsthaft als rotwürdig betrachten kann, ist ja wohl ein schlechter Witz. So ein Quatsch sollte gar nicht erst überprüft werden“, findet ein Anderer.

Nächster Videobeweis bringt Iran den Elfer

In der Nachspielzeit überschlugen sich dann die Ereignisse. Adrein Silva bekam den Ball nach einem Kopfball aus kurzer Distanz an die Hand.

Auch hier lässt der Schiedsrichter zunächst weiterspielen. Wieder bekommt er Meldung vom Video-Assistenten. Wieder korrigiert er seine Entscheidung. Die Pfiffe des Schiedsrichters sorgten bei einigen Fans nur noch für Kopfschüteln. „Was ist nur aus dem Fußball geworden?“, schreibt einer bei Twitter:

Portugal am Rande des Ausscheidens

Gleichzeitig bekommen auch die parallel spielenden Spanier gegen Marokko den Ausgleich (2:2) nach Videobeweis zugesprochen. Plötzlich war nicht nur der Gruppensieg der Portugiesen gefährdet, sondern auch das Weiterkommen.

Tatsächlich bekam Vahid Amiri noch eine weitere Chance, verzieht jedoch seinen Linksschuss und trifft nur das Außennetz. Es bleibt beim 1:1 nach einem sehr ruppigen Spiel.

Portugal trifft auf Uruguay

Durch die späten Tore auf beiden Plätzen hat Portugal den so sicher geglaubten Gruppensieg verpasst und trifft nun im Achtelfinale auf Uruguay (30.Juni, 20 Uhr).

Spanien hingegen spielt einen Tag später (16 Uhr) gegen Gastgeber Russland, das nach der Niederlage gegen Uruguay am Nachmittag die Gruppenphase auf dem zweiten Platz beendet (hier liest du mehr über das Finale der Gruppe A).

 
 

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