Pressestimmen nach Frankreich-Sieg gegen Belgien: „Blaue am Tor zum Paradies“

Paul Pogba (l.) und Samuel Umtiti bejubeln den Treffer zum 1:0.
Paul Pogba (l.) und Samuel Umtiti bejubeln den Treffer zum 1:0.
Foto: dpa
Frankreich steht nach dem Sieg über Belgien im WM-Finale. Le Parisien ist verzückt, Het Laatste Nieuws stöhnt. Die Pressestimmen.

St. Petersburg. Frankreich jubelt, Belgien weint: "Die Blauen am Tor zum Paradies", schreibt Le Parisien am Morgen nach dem hart erkämpften 1:0 im WM-Halbfinale. Belgiens Het Laatste Nieuws stöhnt: "Was tut das weh!" und fasst den Spielverlauf in einem Satz zusammen: "Ein besonders gerissenes Frankreich zerstört unseren Traum." L'Equipe schrieb: "Belgiens Angriff war gefürchtet, aber es war die französische Verteidigung, die das letzte Wort hatte."

FRANKREICH:

L'Equipe: "Den Kopf im Sternenhimmel. Zwanzig Jahre nach dem ersten WM-Titel kann Frankreich den zweiten Stern holen. Ein verrücktes Ding. Fantastisch in Ballbeherrschung und Strategie haben die Franzosen die Belgier dank eines Tores des Helden Samuel Umtiti erstickt. Didier Deschamps kann jetzt nach Mario Zagallo und Franz Beckenbauer der dritte Fußballer werden, der als Spieler und als Trainer den Weltmeistertitel gewinnt."

Liberation: "Wir freuen uns auf Sonntag! Alle Blauen brennen auf das Finale."

Le Parisien: "Wir sind im Endspiel! Das waren harte 96 Minuten, aber jetzt stehen wir an der Pforte zum Paradies. Es war eine magische Nacht in Saint-Pet. Thierry Henry und Didier Deschamps haben sich umarmt."

Le Monde: "Am Ufer der Newa erreichen monströse Blaue ihr drittes WM-Finale. Nach dem Sieg gegen Belgien wird die französische Mannschaft am Sonntag versuchen, sich einen zweiten Stern ans Trikot zu heften."

Ouest France: "Im Finale! 20 Jahre danach darf Frankreich wieder träumen. Les Bleus führen unsere Herzen nach Moskau. Umtiti hatte ein Löwenherz. Die Franzosen haben uns zu viel versprochen. Jetzt warten wir alle am Sonntag auf den siebten Himmel."

Courrier de l'Ouest: "Auf dem Weg zu den Sternen. Frankreich schwebt. Das Licht kam durch Samuel Umtiti."

BELGIEN:

Het Laatste Nieuws: "Was tut das weh! Rote Teufel verpassen das nächste Rendezvous mit der Geschichte und spielen Samstag um den dritten Platz. Ein besonders gerissenes Frankreich zerstört unseren Traum."

De Morgen: "Der dritte Platz wäre eine Krönung für ein fantastisches Turnier. Das schwache Match von heute Nacht ändert das nicht. Frankreich ist ein Land, das oft nicht funktioniert, aber die Nationalmannschaftsausgabe 2018 ist eine Ausnahme."

De Standaard: "Die Belgier haben gespielt, die Franzosen gewonnen. Tränen der Entzauberung standen in den Augen der Teufel. Eden Hazard zeigte mehr fußballerisches Können als elf Franzosen, aber das Finale geht an das Team, das es am wenigsten verdient."

Het Nieuwsblad: "Gespielt, gekämpft, aber verloren: Eine Unaufmerksamkeit kostet den Roten Teufeln das historische WM-Finale. Die gerissenen Franzosen schafften es, das Spiel so gut wie möglich zu stoppen und viele Fehler zu provozieren."

Grenzecho: "Das Märchen geht nicht weiter: Rote Teufel verlieren Halbfinale. Das zweite Rendezvous der Goldenen Generation mit der Geschichte misslang."

ENGLAND:

The Sun: "Umtitis Kopfball schickt Frankreich ins Finale - zu dir rüber, England! Roberto Martinez' Truppe konnte nicht glänzen wie in den beiden Runden zuvor, während Didier Deschamps' defensive Franzosen ihr erstes Finale seit Zinedine Zidanes berüchtigtem Ausstieg 2006 erreichten."

The Mirror: "Oh la la! Frankreich sagt bonjour zum WM-Finale. Mbappe und Pogba waren exzellent."

The Times: "Samuel Umtiti steigt hoch, um Frankreichs Platz im Finale zu buchen. Frankreich hat einen Platz im WM-Finale - und die Teenager-Sensation Kylian Mbappe, die in der Lage ist, das größte Fußballspiel zu erleuchten."

Daily Mirror: "Le beautiful Game! Der König und die Königin von Belgien können ihre Bestürzung nicht verbergen, während das 1:0 im Halbfinale Macron in die Ekstase treibt - wird England sie im Finale treffen?"

Daily Star: "Überraschender Held Samuel Umtiti bringt mit seinem Kopfball das Ende von Belgiens goldener Generation und sorgt dafür, dass Frankreich im Finale auf der Lauer liegt."

The Guardian: "Nach dem Abpfiff feierten die französischen Fans mit ihren Trikoloren und Erinnerungen an 1998 eine weitere triumphale Nacht. Frankreich hat es ins WM-Finale geschafft und freut sich über die Chance, am Sonntag in Moskau wieder mit diesem begehrten Stück Gold vereint zu werden. Die Spieler in Blau umarmten sich, und eine belgische Mannschaft, die vorwiegend aus Spielern der Premier League besteht, wird sich fragen müssen, ob die Zeit für ihre goldene Generation jemals kommen wird."

SPANIEN:

Marca: "Frankreich spielt das Finale nach einem Riesenspiel, bei dem nur mehr Tore gefehlt haben. Der WM-Traum der Belgier ist zerplatzt. Dabei haben sie den besten Fußball bei dieser Weltmeisterschaft gespielt. Diesmal hat das Talent von Hazard und De Bruyne nicht gereicht."

AS: "Umtiti öffnet das Tor zum Finale. Sein Kopfballtreffer entscheidet ein ausgeglichenes Spiel. Belgien kämpfte bis zum Ende. Insgesamt präsentierte sich die Auswahl von Deschamps etwas solider. Es ist das Frankreich von Griezmann, Mbappe und der Zehnkämpfer, die sie begleiten."

Sport: "Das schlechte Spiel von Lukaku ist einer der Hauptgründe für das Ausscheiden Belgiens. Über die Einzelaktionen von Hazard kamen die besten Szenen der Belgier. Courtois hielt Belgiens WM-Traum mit zwei Glanzparaden gegen Griezmann und Tolisso am Leben. Man kann schon sagen, dass Frankreich letztendlich gerecht weitergekommen ist."

El Mundo Deportivo: "Umtiti schickt Frankreich ins Finale und beendet Belgiens Traum. Belgien war mutig und gefällig, sie hätten in diesem Spiel viel mehr verdient. Trotzdem: Diese belgische Generation wird weiter für Gesprächsstoff sorgen."

SCHWEIZ:

Neue Zürcher Zeitung: "Frankreich mit den Mitteln eines Champions. Dass ein Innenverteidiger traf, mag man als ein Indiz dafür ansehen, wie eng dieser Match war zwischen zwei Teams von fabelhafter Offensivkraft. Dass ein Verteidiger trifft, mag vielleicht ein Omen sein: Als Deutschlands Weg 2014 über Frankreich zum Titel führte, sorgte ein Abwehrspieler für die Entscheidung: Das Spiel endete 1:0. Mats Hummels traf – per Kopf."

Tagesanzeiger: "Die Franzosen, sachlich wie sie an dieser WM auftreten, blieben relativ gelassen. Sie ließen die Belgier austoben, ohne die Kontrolle zu verlieren. Phasenweise wirkten die Belgier gar ratlos, es gelang ihnen auch nicht mehr, Pavard zu isolieren. Die Franzosen ziehen verdient in den Final ein."

Blick: "Belgien guckt in die Röhre. Umtiti köpft Frankreich in den WM-Final. Nach 20 Jahren ist für Frankreich der zweite WM-Titel zum Greifen nahe. Dabei erwischen die Belgier den besseren Start, Hazard und Co. gelingt es aber nicht, Lloris im Kasten der Franzosen zu bezwingen."

Aargauer Zeitung: "Frankreich entzaubert Belgiens goldene Generation. Es ist ein verdienter Sieg in einem Spiel, dessen Intensität beeindruckend war. Kampf, Wille – das sind die Ingredienzen, die Frankreich ins Endspiel führten. Dazu ist das Team hervorragend eingestellt von Trainer Deschamps."

ÖSTERREICH:

Kronen Zeitung: "Der belgische Traum vom ersten Finale bei einer Fußball-Weltmeisterschaft ist geplatzt - zum Platzen gebracht worden vom großen Bruder Frankreich! Das Tor des Tages in einer recht enttäuschenden Halbfinalpartie erzielte Abwehrspieler Samuel Umtiti in der 51. Minute per Kopf."

Der Standard: "Frankreich bremst Belgiens Goldene aus und steht im Finale. Es ist keiner der Offensivstars, sondern Verteidiger Samuel Umtiti, der den Endspieltraum der goldenen belgischen Generation zerstört." (dpa)

 
 

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