Irre Szene bei Portugal gegen Marokko: Dieser Spieler durfte nicht mit den Kollegen jubeln – aus einem kuriosen Grund

Joao Moutinho darf beim Spiel zwischen Portugal und Marokko nicht mit seinen Kollegen jubeln.
Joao Moutinho darf beim Spiel zwischen Portugal und Marokko nicht mit seinen Kollegen jubeln.
Foto: ARD

Moskau/Essen. Was war denn da los in der Partie zwischen Portugal und Marokko?

Kaum hatte Cristiano Ronaldo Portugal gegen Marokko in Führung gebracht, da ereignete sich eine kuriose Szene. Die portugiesischen Spieler jubelten gemeinsam, nur einer musste zuschauen. Aber eins nach dem anderen.

4. Minute: Cristiano Ronaldo läuft in die Flanke von rechts rein. Sein Kopfball fliegt unhaltbar in die Maschen des marokkanischen Tors. Sein vierter Treffer in diesem Turnier.

Er sprintet mit ausgebreiteten Armen zur linken Eckfahne und feiert sein Tor für Portugal gegen Marokko mit der bekannten Pose. Ein Sprung in die Luft mit Drehung und breitbeiniger Landung. „Siiiiiu“ ruft dann das ganze Stadion. Das ist seine Show. Und die darf er alleine moderieren. Erst danach kommen seine Mannschaftskollegen dazu. Aber nicht alle.

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Portugal - Marokko: Warum durfte Moutinho nicht jubeln?

Als Joao Moutinho unmittelbar nach dem Tor zum 1:0 für Portugal gegen Marokko als letzter Feldspieler auf die Jubeltraube zuläuft, bleibt er vor der Seitenauslinie plötzlich stehen. Sein Mitspieler hatten ihm signalisiert, dass er nicht mitjubeln darf. Er klatscht seinen Mitspielern nur zu.

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Erst als die wieder aufs Feld kommen, kann er sich mit ihnen freuen. Aber warum machen die das?

Auch die Engländer und Australier machen mit

Der Europameister ist hier einem Irrtum aufgesessen – und nicht nur die Portugiesen. Die Engländer jubelten ähnlich gegen Tunesien (2:1) und auch die Australier feierten ihren Treffer gegen Frankreich (1:2) nur zu zehnt außerhalb des Platzes.

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Auf Twitter wird der Jubel mit einer Regel begründet, die es gar nicht gibt. Dort heißt es, es müsste sich nach einem Tor immer mindestens ein Spieler in der gegnerischen Hälfte befinden, damit der Schiedsrichter die Partie nicht wieder anpfeifen kann.

Verteidiger Fonte erklärt die Zurückhaltung

Und auch Verteidiger Jose Fonte sagte nach dem Spiel der ARD: „Ich habe gehört, dass es da eine Regel gibt, dass man das Spiel wieder anstoßen könnte, wenn alle das Spielfeld verlassen.“ Die Portugiesen waren also einfach nur sehr vorsichtig. „Wir wollten einfach sicherstelle, dass uns nichts Seltsames passiert.“

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Doch in den offiziellen Fifa-Regeln heißt es nur: „Alle Spieler, mit Ausnahme des Spielers, der den Anstoße ausführt, befinden sich in der eigenen Spielfeldhälfte.“ Dazu kommt die Tatsache, dass in der eigenen Hälfte in dem Falle eines „schnellen Anstoßes“ nicht die erforderlichen sieben Feldspieler auf dem Platz stehen. Sogar die Regelhüter des International Football Association Board hielten es für nötig, der DPA eine Stellungnahme zu geben und nannten diese „Regel“ eine „erfundene Story“.

 
 

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