Essen

Mesut Özil und DFB: Philipp Lahm äußert klare Kritik

Mesut Özil und Philipp Lahm spielten sieben Jahre lang Seite an Seite in der Nationalelf.
Mesut Özil und Philipp Lahm spielten sieben Jahre lang Seite an Seite in der Nationalelf.
Foto: imago/Ulmer/Teamfoto

Essen. Mesut Özil bleibt das große Thema in Fußball-Deutschland. Nun äußerte auch Philipp Lahm sich zu der Erdogan-Affäre um Mesut Özil, zum Umgang des DFB mit dem Thema und auch zu Joachim Löws Arbeitsweise.

Der Bundestrainer muss aus Sicht des Weltmeister-Kapitäns nach dem Vorrunden-Aus bei der WM seinen kollegialen Führungsstil der letzten Jahre ändern. Das sei kein Zeichen der Schwäche, sondern der Weiterentwicklung, meinte der 34 Jahre alte Ex-Bayern-Profi.

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Mesut Özil und Joachim Löw: Philipp Lahm hat klare Meinung

"Er muss eine Kultur strafferer, klarerer Entscheidungen etablieren, als er selbst das gewohnt war", schrieb Lahm in einem Beitrag für das Portal linkedin.com am Donnerstag.

Mit Blick auf die umstrittenen Fotos von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hätte es eine klarere Ansprache gebraucht, schrieb Lahm. Beiden hätte schnell und nachhaltig vermittelt werden müssen, dass sie sich öffentlich äußern und erklären, um nach außen und innen Identität zu stiften.

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Lahm: "Klare Ansprache bei Mesut Özil ist unterblieben"

"Diese klare Ansprache ist unterblieben", stellte Lahm fest. "Das Trainerteam hat sich darauf verlassen, dass die praktizierte Führungskultur der vergangenen, erfolgreichen Jahre ausreicht, um einmal mehr erfolgreich zu sein."

In einem Interview der Wochenzeitung "Zeit" hatte Lahm seinem einstigen DFB-Auswahlkollegen Özil bescheinigt, sich innerhalb der Mannschaft immer tadellos und total kollegial verhalten zu haben. Er meinte aber auch: "Ich muss als Spieler wissen, wie ich mich innerhalb der deutschen Nationalmannschaft zu bewegen habe." (dpa)

 
 

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