WM 2018: Kolumbien gegen England – Diese Szenen brachten die Fans beim England-Krimi auf die Palme: „Was soll der Sch***?“

Im Spiel zwischen Kolumbien und England bei der WM 2018 kam es zu einer unschönen Szene.
Im Spiel zwischen Kolumbien und England bei der WM 2018 kam es zu einer unschönen Szene.
Foto: ARD

Moskau. Kuriose Szenen im WM-Achtelfinale zwischen Kolumbien und England!

Schiedsrichter Mark Geiger hatte in der Partie zwischen Kolumbien und England von An- bis Abpfiff seine liebe Müh und Not. Es kam zu Kopfstößen, Schauspieleinlagen und einem historischen Elfmeterschießen. Aber eins nach dem anderen.

In der 40. Minute des Spiels von Kolumbien gegen England hatten die „Three Lions“ einen Freistoß in aussichtsreicher Position. Kieran Trippier legte sich den Ball zurecht, und in der Mauer der Kolumbianer kam es zum großen Aufreger.

Kolumbien gegen England: Große Aufregung kurz vor der Halbzeit

Wilmar Barrios verpasste Jordan Henderson im Spiel zwischen Kolumbien und England einen Kopfstoß gegen die Brust. Was Henderson dann daraus machte, war oscarreif: Der Engländer ließ sich theatralisch fallen.

Der amerikanische Schiedsrichter Mark Geiger sah das Foul in der Partie zwischen Kolumbien und England zunächst nicht, hielt dann Rücksprache mit seinen Assistenten. Daraufhin sah Barrios Gelb. Den folgenden Freistoß setzte Trippier knapp neben das Tor.

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Zuschauer wütend auf Henderson und Schiri

Die Zuschauer regten sich mächtig über die Szene im Spiel zwischen Kolumbien und England auf und diskutierten wild im Netz. Die einen konnten nicht verstehen, warum Barrios für die Tätlichkeit nur die Gelbe Karte sah und nicht vom Platz flog. Die anderen verfluchten Henderson für dessen Schauspieleinlage.

Hitzlsperger über Entscheidung verwundert

Auch Thomas Hitzlsperger hatte eine klare Meinung. „Ich finde schon, dass es eine Tätlichkeit ist“, sagte der ARD-Experte in seiner Halbzeit-Analyse.

Der ehemalige Nationalspieler weiter: „Der Videoschiedsrichter soll dann einschreiten, wenn es sich um klare Tätlichkeiten handelt, und das war es für mich in diesem Fall. Gelb ist hier zu wenig, Glück für die Kolumbianer.“

Twitter explodiert nach der Szene

Bei Twitter entfachte eine wilde Diskussion. „Das ist eine klare Rote Karte“, meinte ein User bei Twitter, und ein anderer meckerte: „Henderson macht einen auf Neymar – was soll der Scheiß?“

„Henderson verhält sich da wie ein Clown“

Andere User fanden die Entscheidung des Unparteiischen hingegen in Ordnung. „Die Gelbe Karte ist okay, das ist doch immer noch Fußball“, meinte ein User.

Nur bei Henderson waren die Nutzer sich weitgehend einig. „Henderson verhält sich da wie ein Clown“, schrieb ein Zuschauer.

Henderson mit Revanche-Kopfnuss

In der zweiten Hälfte wurde es dann besonders kurios. Carlos Sanchez riss nach einem Eckstoß für England im eigenen Strafraum Harry Kane um. Schiri Geiger entschied zu Recht auf Strafstoß und zeigte Sanchez die Gelbe Karte.

Anschließend entwickelte sich eine Rudelbildung. Mittdendrin war mal wieder Henderson. Der Engländer verpasste Yerry Mina einen Kopfstoß und sah ebenfalls Gelb.

Harry Kane bringt England in Führung

Den Strafstoß verwandelte Harry Kane zum 1:0 für die Engländer. In der Folge blieb es spannend. Juan Cuadrado vergab in der 81. Minute die Riesenchance zum Ausgleich, als er nach einem blitzschnell vorgetragenen Konter frei zum Abschluss kam und den Ball aus 14 Metern freistehend sehr weit über den englischen Kasten ballerte.

Kolumbianischer Wahnsinn in der Nachspielzeit

In der dritten Minute der Nachspielzeit wurde es dann noch wilder als es vorher ohnehin schon war. Matheus Uribe hämmert den Ball aus 28 Metern aufs englische Tor. Mit einer Weltklasse-Parade fischte Jordan Pickford den Ball aus dem Winkel.

Nach dem anschließenden Eckstoß köpfte Yerry Mina den Ball zum 1:1 ins Tor. Es ging in die Verlängerung.

Zitterpartie in der Verlängerung

In der Verlängerung entwickelte das Spiel zwischen Kolumbien und England sich zu einer wahren Zitterpartie. Fehlpässe und verbissene Zweikämpfe prägten das Bild.

Angsthasen-Fußball in der Verlängerung

Keines der beiden Teams wollte den entscheidenden Fehler begehen. In der Verlängerung sahen die Zuschauer demzufolge zunächst großen Angsthasen-Fußball.

Mit zunehmender Spieldauer übernahm Kolumbien immer mehr die Kontrolle. England war nach dem späten Ausgleich offenbar geschockt.

Ausnahmezustand in Kolumbien

In Kolumbien fieberte ein ganzes Land mit seiner Nationalelf. In der Hauptstadt Bogota wurde am Flughafen während der Verlängerung sogar der Flugbetrieb eingestellt, damit Passagiere und Bordpersonal in Ruhe den Wahnsinn verfolgen konnten.

Und wie aus dem viel zitierten Nichts hatte England dann die große Chance auf das 2:1. Danny Rose kam im kolumbianischen Strafraum zum Abschluss und setzte den Ball Zentimeter neben den Pfosten.

Elfer-Krimi zwischen Kolumbien und England

Nach 120 Minuten die Gewissheit: Das Spiel ging ins Elfmeterschießen. In England rutschte einer ganzen Nation umgehend das Herz in die Hose.

Die ersten beiden Schützen beider Teams trafen souverän. Nachdem Muriel Kolumbien mit 3:2 in Führung brachte, scheiterte Jordan Henderson an David Ospina. Doch direkt danach hämmerte Uribe den Ball für Kolumbien an die Latte. Den entscheidenden Elfmeter hielt Jordan Pickford gegen Carlos Bacca. Eric Dier schoss England ins Viertelfinale. Zum ersten Mal in der Geschichte gewann England ein Elfmeterschießen bei einer WM.

England Kult-Kommentator Gary Lineker gab sich auf Twitter anschließend euphorisch: „Fußball. Es gibt nichts vergleichbares. Nichts.“

Englands Trainer kennt Niederlagen im Elfmeterschießen

In Bezug auf Englands historischen Sieg im Elfmeterschießen schrieb er: „So fühlt sich das also an.“ Der ehemalige Nationalspieler verlor bei der WM 1990 mit England selbst 1990 ein Elfmeterschießen - gegen den späteren Weltmeister Deutschland. Lineker selbst verwandelte allerdings.

Auch Englands Trainer Gareth Southgate kennt Niederlagen im Elfmeterschießen. Er war es, der 1996 im EM-Halbfinale gegen Deutschland den entscheidenden Elfmeter verschoss.

Schwalben und Kopfstöße in Zeiten von VAR?

Die Zuschauer diskutierten aber auch nach dem packenden Elfmeterschießen über die Kopfstöße und Schauspieleinlagen. Sie fragten sich: Warum verteilen Spieler Kopfstöße oder versuchen es mit Schwalben, wenn es doch den Videoschiedsrichter gibt? Schließlich sind in Zeiten des Videoschiedsrichters verdeckte Fouls nicht mehr möglich. Der VAR kann mögliche Fehlentscheidungen des Unparteiischen rückgängig machen.

 
 

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