Iran – Spanien: Unfassbar! Ist diese Szene der brutalste Videobeweis der Fußballgeschichte?

Bitter für Iran gegen Spanien: Schiedsrichter Andres Cunha gab den Ausgleichstreffer nicht.
Bitter für Iran gegen Spanien: Schiedsrichter Andres Cunha gab den Ausgleichstreffer nicht.
Foto: imago sportfotodienst

Kasan. Was für ein Vulkanausbruch in der 62. Minute des WM-Spiels zwischen Iran und Spanien!

Saeid Ezatolahi stocherte den Ball nach einem Chaos im spanischen Strafraum ins Tor zum 1:1-Ausgleich zwischen Iran und Spanien.

Die iranischen Spieler bejubelten den sensationellen Ausgleich des Fußballzwergs gegen die spanischen Giganten wie den WM-Titel. In der Heimat stand ein ganzes Land Kopf. Ein Punktgewinn bei der WM gegen Spanien wäre für den Iran der womöglich größte Erfolg der eigenen Fußballgeschichte.

Schock im Spiel zwischen Iran und Spanien

Doch dann der große Schock: Schiedsrichter Andres Cunha zeigte an, dass der Videobeweis entscheiden müsse, ob es sich um einen regulären Treffer handele. Schließlich hätte der Unparteiische aus Uruguay eine Abseitsposition wahrgenommen.

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Die meisten iranischen Spieler hatten die Entscheidung des Schiedsrichters noch gar nicht mitbekommen. Sie feierten das Sensations-Tor immer noch ausgelassen vor der Tribüne mit den Fans. Torschütze Ezatolahi küsste den Rasen und weinte fast vor Glück. Andere Spieler schickten Stoßgebete gen Himmel und bedankten sich bei höheren Mächten für das Unglaubliche.

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VAR bestätigt: Es war kein regulärer Treffer

Und dann die unschöne Gewissheit: Der Videoschiedsrichter bestätigte, dass vor dem Treffer eine Abseitsposition vorlag. Für die 23 Spieler im iranischen Kader und Millionen Fans im Iran brach eine Welt zusammen.

Iran mit Pech gegen Spanien

Schon beim spanischen Führungstreffer waren die Iraner alles andere als vom Glück begünstigt. Abwehrspieler Ramin Rezaeian wollte den Ball klären, schoss Spaniens Stürmerstar Diego Costa an, und von dessen Bein prallte der Ball ins Tor.

Glück war nicht auf der Seite der Iraner

Auch in der Schlussphase kam das Glück nicht zurück zur Auswahl aus dem Iran. Die Iraner verloren 0:1 und müssen nun gegen Europameister Portugal gewinnen, um ins Achtelfinale einzuziehen.

Iranische Frauen als Fußball-Fans

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Besonders skurril war eine Szene kurz vor dem Abpfiff. In der Nachspielzeit bekamen die Iraner einen Einwurf in Höhe des spanischen Strafraums - vielleicht die letzte Chance auf das wichtige 1:1.

Iran - Spanien: Skurriler Einwurf in der Schlussphase

Doch Irans Nummer fünf, Milad Mohammadi, nutzte diese wichtige Szene für eine missglückte Showeinlage. Mit dem Ball in der Hand versuchte er sich an einem Überschlag-Einwurf - und scheiterte kläglich. Schließlich warf er den Ball normal ein. Letztlich aber ohne durchschlagenden Erfolg.

„Das ist schon bitter“, meinte ARD-Experte Stefan Kuntz unmittelbar nach Abpfiff: „Als neutraler Zuschauer fieberst du natürlich ein wenig mit dem Außenseiter und wünschst ihnen, dass sie die Sensation schaffen.“

ARD-Experte Kuntz: Iraner können sich ärgern

Laut Kuntz könnten die Iraner sich nach Abpfiff sogar doppelt ärgern: „Natürlich ärgern sie sich über das nicht gegebene Tor. Sie können sich aber auch darüber ärgern, dass sie nicht von Anfang an gut mitgespielt haben. Da wäre heute vielleicht etwas mehr für sie drin gewesen.“

Brutalster Videobeweis der Fußballgeschichte?

Hat es in der Geschichte des Fußballs jemals einen so bitteren Videobeweis gegeben? Bei offiziellen Profispielen gibt es den Videobeweis schließlich noch nicht allzu lange. Vor zwei Jahren wurde er nach einer vierjährigen Testphase erstmals in der ersten holländischen Liga eingesetzt. Seit der vergangenen Saison gibt es den VAR auch in der Bundesliga.

In diesem Jahr kommt der Videobeweis erstmals bei einer WM und somit auf der größtmöglichen Bühne im Weltfußball zum Einsatz.

 
 

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