Deutschland nach Südkorea-Pleite am Boden! So reagieren die DFB-Stars: „Das hat uns das Genick gebrochen“

Mats Hummels blickt mit weit aufgerissenen Augen in Richtung Videoleinwand.
Mats Hummels blickt mit weit aufgerissenen Augen in Richtung Videoleinwand.
Foto: Imago

Kasan. Nach dem 0:2 gegen Südkorea steckt Deutschland in einer Fußball-Schockstarre.

Mit dem Aus in der Gruppenphase hätten weder Fans noch das DFB-Team selbst gerechnet. Das 0:2 von Deutschland gegen Südkorea war der negative Höhepunkt einer erschreckend schwachen Gruppenphase des DFB-Teams.

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Hummels nach Deutschland gegen Südkorea bitter enttäuscht

Mats Hummels war nach Abpfiff (hier alle Infos zum Spiel) wie paralysiert. „Es ist so schwierig, jetzt die Worte zu fassen“, sagte der DFB-Abwehrchef: „Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt. Selbst nach dem 0:1 haben wir noch versucht, es zu drehen.“

Hummels weiter: „Aber wir haben den Ball nicht ins Tor gebracht. Keiner von uns. Dabei hatten wir genug Gelegenheiten. Auch ich. In der 86. Minute muss ich den Ball unbedingt reinmachen. Das hat uns das Genick gebrochen.“

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Der Bayern-Verteidiger meinte: „Gegen Südkorea war halt nicht einfach. Keine Mannschaft kommt leicht durch. Jeder Favorit hat seine Probleme, weil die Kleinen es defensiv gut machen. Wie das 0:1 fällt, ist symptomatisch.“

Khedira: „Einer der schwierigsten Momente“

Sami Khedira meinte: „Das ist einer der schwierigsten Momente für die Mannschaft und für mich persönlich.“

Der Mittelfeldstar weiter: „Vor dem Turnier haben wir gesagt, dass die Weltmeister von 2014 das Team führen müssen. Und wenn man in der Vorrunde so kläglich ausscheidet, dann müssen wir Weltmeister die Verantwortung übernehmen. Es tut mir unheimlich leid. Jetzt müssen wir mit den Konsequenzen leben.“

Kahn: DFB-Trikot schien tonnenschwer

Die TV-Experten waren sich einig. „Das war nicht der Fußball, den wir von der deutschen Nationalmannschaft gewohnt sind“, sagte Christoph Kramer im ZDF: „Da war wenig Dominanz, viel Hektik.“

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Der Weltmeister von 2014: „Wir haben es zu einem offenen Spiel werden lassen. So kann auch ein kleiner Gegner gegen uns zum Zug kommen.“

Oliver Kahn meinte: „Man hat es ja förmlich durch den Fernseher hindurch gespürt. Das DFB-Trikot wiegt für jeden Spieler mehrere Tonnen. Es gab eine große Verunsicherung. Jeder hat die Verantwortung weitergeschoben. Man hatte nie das Gefühl, dass in dieser Mannschaft eine Achse vorhanden war, wie es sie damals mit Neuer, Lahm, Schweinsteiger, Müller gab.“

Bierhoff: Niemand spricht!

Oliver Bierhoff gab erste Eindrücke aus der DFB-Kabine nach dem Spiel. „Es spricht niemand, jeder ist in sich gesunken“, sagte der DFB-Teammanager.

Bierhoff: „Wir hatten es selbst in der Hand. Der Frust ist groß. Wir hatten gehofft, dass das Schweden-Spiel eine Wirkung zeigt. Aber am Ende hat es einfach nicht gereicht.“

Löw: „Es ist schwierig Worte zu finden“

Auch Joachim Löw war am Ende. „Es herrscht riesige Enttäuschung“, sagte der Bundestrainer: „Kaum jemand ist in der Lage was zu sagen. Es ist für uns einfach nur eine riesige Enttäuschung.“

Löw weiter: „Wir müssen jetzt schauen, dass wir das annehmen. Es ist schwierig Worte zu finden. Wir haben es einfach nicht verdient weiterzukommen.“

Laut Löw war die Mannschaft „verkrampft. Wir haben nicht mit der nötigen Dynamik gespielt. Wir hatten gegen Schweden und auch gegen Südkorea viele Chancen, aber die letzte Konsequenz war nicht da.“

 
 

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