Argentinien rastet nach Sieg gegen Nigeria kollektiv aus – doch deshalb reden die Fans nur über Maradona

Diego Maradona feuert Argentinien gegen Nigeria aus der VIP-Loge an.
Diego Maradona feuert Argentinien gegen Nigeria aus der VIP-Loge an.
Foto: imago

Sankt-Petersburg. Die Ausgangslage vor dem Duell zwischen Nigeria und Argentinien im letzten Gruppenspiel bei der WM 2018 war klar. Nach zwei sieglosen Spielen brauchte Argentinien unbedingt einen Sieg, um sich noch für das Achtelfinale qualifizieren zu können.

Die Kritik in der Heimat an den Auftritten von Messi und Co. war zuvor immens. Einer der größten Kritiker: Argentinien-Legende Diego Maradona. Der nahm nach den enttäuschenden Auftritten gegen Island (1:1) und Kroatien (0:3) kein Blatt vor den Mund und kritisierte Nationaltrainer Jorge Sampaoli scharf.

Nigeria-Argentinien: Maradona feiert Messi und Co.

Vor dem Anpfiff war der Weltmeister von 1986 schon wieder kaum zu bremsen. Doch dieses Mal im positiven Sinne. Maradona gab alles, um die Stimmung auf den Rängen anzuheizen.

Die Fußball-Legende tanzte, klatschte ausgelassen, schickte Hand-Küsse ins Publikum und ließ sein Messi-Trikot in der Luft kreisen.

Dann kam es zu einer reichlich skurrilen Aktion. Maradona präsentierte dem Publikum mit aufgerissenem Mund ein Stück Stoff. Darauf zu sehen: Diego Maradona höchstpersönlich, in sakraler Gestaltung. Viele Fans konnten es kaum fassen und hielten den kuriosen Auftritt des Argentiniers fest:

Maradona mit Mittelfinger-Geste

Was sich Maradona allerdings später noch leisten sollte, sorgte für noch mehr Gesprächsstoff. Nach dem Siegtreffer der Argentinier ließ sich die Fußball-Legende zu einer obszönen Geste hinreißen.

Seine ausgestreckten Mittelfinger erinnerten an den Auftritt von Robbie Williams bei der Eröffnungsfeier der WM 2018 (hier mehr zur Mittelfinger-Geste von Robbie Williams und seiner merkwürdigen Erklärung).

Von Diego Maradona als ehemaligen Sportsmann waren viele Fans allerdings besonders enttäuscht: „Der Mittelfinger von Maradona war ja mal eine richtig tolle Geste eines großen Sportsmann –nicht“, kommentierte einer bei Twitter.

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Fußballwelt lacht über Maradonas Auftritt

Immer wieder fingen die Fernsehkameras Maradona während der Partie ein. Viele Fans konnten das Verhalten der argentinischen Fußball-Legende über die gesamte Spieldauer kaum fassen. „Bei Maradona sind doch schon längst alle Drähte durchgebrannt“, kommentiert einer bei Twitter.

Ein anderer fragt: „Maradona hat doch am Blitz geleckt oder was stimmt mit dem nicht?“

Messi erlöst Argentinien

Auf dem Platz ließ zunächst der viel gescholtene Messi den Knoten platzen. Der Superstar der Argentinier nahm in der Anfangsphase einen langen Pass von Éver Banega in vollem Lauf gefühlvoll aus der Luft und hämmerte die Kugel ins linke Eck (14.). Eine Weltklasse-Aktion, die Edel-Fan Maradona mit einem Stoßgebet Richtung Himmel quittierte.

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Argentinien nahm den knappen Vorsprung mit in die Halbzeit und konnte sich zur Pause berechtigte Hoffnungen auf das Achtelfinale machen.

Umstrittener Strafstoß für Nigeria

Kurz nach der Pause dann der Schock für Argentinien. Schiedsrichter Cüneyt Cakir zeigte nach einem harmlosen Zweikampf zwischen Mascherano und dem Mainzer Balogun auf den Elfmeter-Punkt (51.).

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Eine äußerst harte Entscheidung des türkischen Referees. Victor Moses war es egal. Der Nigerianer schob den Ball flach in die rechte Ecke. Ausgleich! Zu diesem Zeitpunkt war Argentinien ausgeschieden.

Videobeweis: Nigeria fordert zweiten Strafstoß

In der Schlussphase forderte Nigeria den zweiten Strafstoß. Nach einer Flanke von Ighalo köpfte sich Rojo den Ball unglücklich selbst an die Hand.

Dieses Mal überzeugte sich Cakir per Videobeweis, ob es ein strafwürdiges Handspiel war. Nach kurzer Betrachtung der Fernsehbilder winkte der Schiedsrichter jedoch ab. Kein Strafstoß. Das Spiel blieb offen mit Chancen auf beiden Seiten.

Dramatisches Ende bei Nigeria-Argentinien

Dann erlöste ausgerechnet Marcos Rojo die Argentinier. Der Innenverteidiger von Manchester United wurde von der nigerianischen Abwehr im Strafraum komplett allein gelassen und nahm eine Flanke von Gabriel Mercado per Direktabnahme.

Die Kugel schlug rechts unten im Eck ein. 2:1 für Argentinien. Kollektiver Ausraster auf der Tribüne. Argentinien brachte die knappe Führung über die Zeit und steht nun im Achtelfinale der WM 2018.

Auf Argentinien wartet ein Kracher in der K.o.-Runde

Dort treffen die Südamerikaner als Zweiter der Gruppe D in einem absoluten Klassiker am Samstag (16 Uhr) auf Frankreich. Letztere sicherten sich nach einem müden Kick gegen Dänemark (0:0) am Nachmittag den Gruppensieg in der Gruppe C.

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Im zweiten Spiel der Gruppe D gewann Kroatien gegen Island durch einen Treffer in der 90. Minute mit 2.1. Somit schlossen die Kroaten die Gruppenphase mit drei Siegen ab und können mit breiter Brust in die K.o.-Phase einziehen.

Dort trifft Kroatien am Sonntag (20 Uhr) auf Dänemark und dürfte nach den überzeugenden Auftritten als haushoher Favorit für den Einzug ins Viertelfinale gelten.

 
 

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