„Wir sehen uns nah hinter Bayern“

Schalke hat dreimal in Folge die Champions League erreicht, aber irgendwie hat man seit Jahren das Gefühl, dass die Mannschaft ihr Potenzial nicht restlos ausschöpft. Täuscht der Eindruck?

Fährmann: Ich denke schon. In den vergangenen Jahren haben wir das abgerufen, was in dem Kader steckt. In der Champions League sind wir immer in die K.o.-Runde gekommen, in der Bundesliga waren wir stets oben dabei. Um dann richtig um den Titel mitzuspielen, gehört ein bisschen Glück dazu, das wir nicht hatten. Natürlich herrscht auf Schalke die Erwartung, jedes Spiel gewinnen zu wollen, und wenn das nicht gelingt, gibt es Stimmungsschwankungen.

Sind die hohen Erwartungen auf Schalke eigentlich eher ein Antrieb, oder hemmt der Druck sogar?

Ich denke, das ist Antrieb. Jeder, der auf Schalke einen Vertrag unterschreibt, weiß, worauf es ankommt: Dass er hier ganz, ganz oben mitspielen kann in Deutschland und normalerweise auch in der Champions League dabei ist. Wenn sich einer dem nicht gewachsen fühlt, dann wird er auch nicht zu Schalke wechseln. Bayern München ist das Maß der Dinge, aber wir sehen uns schon nah dahinter, wenn es normal läuft.

Wenn nun eine solche Mannschaft, die für die Champions League zusammengestellt ist, dieses Ziel verpassen sollte: Ist dann die Europa League ein echter Anreiz?

Klar – schließlich will man europäisch spielen. Die Champions League ist der Traum eines jeden, aber auch in der Europa League gibt es viele starke Mannschaften. Und wenn man die Gruppenphase überstanden hat, dann weiß man nie, wie weit es da gehen kann.

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