Torwart Pliquett hält seinen Kasten sauber - mit der Zunge

Ein Mann und seine Pfosten: Benedikt Pliquett, ehemals FC St. Pauli, jetzt in Diensten von Sturm Graz, sorgte auf seine ihm eigene Art für Aufsehen in der österreichischen Bundesliga.
Ein Mann und seine Pfosten: Benedikt Pliquett, ehemals FC St. Pauli, jetzt in Diensten von Sturm Graz, sorgte auf seine ihm eigene Art für Aufsehen in der österreichischen Bundesliga.
Foto: Imago-Sport
Nicht selten sieht man im Fernsehen das unappetitliche Bild des ausspuckenden Fußballspielers. Der ehemalige St. Pauli-Keeper Benedikt Pliquett, der inzwischen in Österreich spielt, ist da deutlich kreativer. Das Youtube-Video, in dem er Kontakt zum Torpfosten aufnimmt, hat schon fast 25.000 Klicks.

Innsbruck.. Benedikt Pliquett ist eine kleine Legende in St. Pauli. Der ehemalige Torhüter des Hamburger Kult-Fußballclubs stand beim Derbysieg der Paulianer 2011 gegen den Hamburger SV im Tor und sicherte mit tollen Paraden den Sieg gegen den Erzrivalen.

Inzwischen hat der extrovertierte 29-Jährige auch in der österreischischen Bundesliga für Aufsehen gesorgt: Am Samstag spielte er mit seinem Sturm Graz bei Wacker Innsbruck und Pliquett spürte, wie ihn nach und nach die Kräfte verließen. Schnell orderte er von den Betreuern ein kräftigendes und schnell wirkendes Power-Gel. Er nahm das Gel, trank einen Schluck Wasser - und leckte den Pfosten ab!

Sky vermutet "akuten Eisenmangel"

Im TV-Studio von Sky-Österreich wurde sogleich akuter Eisenmangel bei Pliquett diagnostiziert und der Tormann von einem Reporter eingehend zu der Szene befragt. "Es ist gerade etwas anstrengend, vor allem fürs Köpfchen. Ich hab dann gemerkt, dass ich etwas unterzuckert war und habe mir so ein Gel bringen lassen", sagte er im Interview. "Dann hatte ich so einen Grashalm im Mund und den musste ich loswerden. Da hab ich das eben so gemacht." Das passende Youtube-Video hat inzwischen fast 25.000 Klicks.

Torwart-Handschuhe können nicht einfach ausgezogen werden, vor allem nicht mitten im Spiel. Dafür sind die die Modelle der Profis nicht schnell genug aus- und wieder anzuziehen. Im Falle eines Angriffes der Innsbrucker hätte Pliquett also ohne sein Arbeitswerkzeug halten müssen. Genau genommen blieb ihm also tatsächlich nichts anderes übrig, als die Fußball-Flora am Aluminium abzustreifen.

"Hocherotische Szene"

In den sozialen Netzwerken sorgte die Aktion dennoch für einige Lacher, was vor allem an seiner St. Paulianer Vergangenheit liegt: "Bene kommt aus St. Pauli, da werden die Stangen geleckt...", wusste ein Facebook-User, und ein weiterer hatte eine "hocherotische Szene" gesehen. Auf Youtube verglich "Guntherfan100" ihn sogar mit Pop-Sternchen Miley Cyrus, die für ihre lasziven Zungenspiele bekannt ist.

Wie auch immer: das Lecken hat offensichtlich gewirkt, denn Sturm Graz gewann das Spiel mit eins zu null. Der Keeper hielt sein Tor also sauber. Und wenn man in Graz auf Aberglauben schwört, wird Benedikt Pliquett nun in jedem Spiel seinen Torpfosten abschlecken müssen.

 
 

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