Starke Präsentation von München für Olympische Spiele

Heute fällt die Entscheidung um den Austragungsort von Olympia 2018. München zeigte eine starke, emotionale Präsentation. Aber auch der Hauptkonkurrent Pyeongchang punktete bei den IOC-Mitgliedern. (Foto: dapd)
Heute fällt die Entscheidung um den Austragungsort von Olympia 2018. München zeigte eine starke, emotionale Präsentation. Aber auch der Hauptkonkurrent Pyeongchang punktete bei den IOC-Mitgliedern. (Foto: dapd)
München oder Pyeongchang - es wird ein knappes Rennen um die Austragung der Olympischen Spiele 2018. Beide Städte zeigten eine starke Präsentation vor den IOC-Mitgliedern. Wir berichten im Liveticker von der Entscheidung am Nachmittag.

München kämpft um Olympia 2018

Durban.. +++13:00 Uhr: Das Fazit nach den Präsentationen der Bewerber: Es wird ein knappes Rennen zwischen München und Pyeongchang um Olympia 2018. Annecy scheint wie erwartet chancenlos. München hat eine brillante, sehr emotionale Visitenkarte abgeben und glaubhaft eine Wohlfühlatmosphäre für Olympische Spiele in Deutschland vermittelt. Die Südkoreaner setzten neben einer durchgestylten Präsentation auf emotionale Reden - vielleicht betonten die Asiaten etwas zu sehr ihre Sehnsucht nach den Spielen. Das Internationale Olympische Komitee wird sich nun zu Beratungen zurückziehen. Laut Zeitplan werden die IOC-Mitglieder ab 15.35 Uhr ihre Stimmen abgeben. Um 17 Uhr soll das große Finale mit der Verkündung der Entscheidung beginnen. Unter derwesten.de/sport werden wir Sie rechtzeitig wieder mit einem Liveticker über die entscheidenden Minuten auf dem Laufenden halten.

+++ 12:58 Uhr: Eine klare Antwort geben die Südkoreaner in Sachen Umwelt nicht: Der Faktor sei berücksichtigt und es stehe genügend Geld zur Verfügung, um Nachhaltigkeit zu garantieren. Das war eine schwache Antwort.

+++ 12:57 Uhr: Eine weitere Frage macht die Unsicherheit der IOC-Mitglieder deutlich - wie schneesicher ist eigentlich Pyeongchang?

+++ 12:55 Uhr: Die Präsentation ist beendet. Fürst Albert weicht von seinem bewährten Schema ab und fragt nach Umweltanliegen und Nachhaltigkeit - scheinbar hat die Präsentation in dem Punkt einiges offen gelassen.

+++ 12:51 Uhr: Letztlich wird es wohl doch eine Entscheidung zwischen bekannter Wohlfühlatmosphäre, für die München steht, und einem Abenteuer in Fernost mit modernster Technik und asiatischer Tradition. Nun müssen die IOC-Mitglieder entscheiden, ob die Olympischen Winterspiele bereit sind, in "Neue Horizonte" nach Südkorea aufzubrechen oder lieber freundliche Spiele in Deutschland sehen wollen.

+++ 12:46 Uhr: Zum Abschluss wird abermals der Traum der Koreaner betont - so schön die Präsentation im ersten Teil wirkte, langsam bekommt die Bewerbung einen leicht flehenden Touch. Das könnte bei manchem IOC-Mitglied nicht so gut ankommen. Auf die Tränendüse hätten die Koreaner nach dem starken Start nicht drücken sollen. Vielleicht ist das die Chance für die Münchner Bewerbung um Olympia 2018.

Südkoreaner beweisen Humor und entschuldigen sich bei Fürst Albert

+++ 12:40 Uhr: Der nächste Einspieler zeigt nun die modernen Sportstätten gepaart mit der Tradition Südkoreas - auch diese Mischung ist optisch gelungen. Diese starke Präsentation macht es der Bewerbung Münchens um Olympia 2018 nicht gerade leicht.

+++ 12:37 Uhr: Die Koreaner haben auch Humor: Sie entschuldigen sich bei Prinz Albert von Monaco, dass er statt in den Flitterwochen mit Charlene zu verweilen, nun in Südafrika über die Vergabe der Olympischen Spiele abstimmen muss.

+++ 12:33 Uhr: Die Präsentation der Sportstätten fällt in einem Trailer ebenfalls dezenter aus, als es ein Hollywood-Regisseur hätte inszenieren können. Die Südkoreaner wollen scheinbar mit Bescheidenheit und sachlichen Argumenten punkten.

+++ 12:28 Uhr: Auch die koreanische Olympiasiegerin Yuna Kim betont den Traum der Koreaner. Hatte jemand im Vorfeld eine protzige Präsentation mit Fokus auf die gigantischen Sportstätten und den immensen finanziellen Aufwand erwartet, so wird er jetzt von den Koreanern überrascht.

+++ 12:24 Uhr: Der Sonderbotschafter Jin-sun Kim geht nun auf die geplanten Sportstätten ein. Auch er hält eine sehr persönliche Rede "Ich glaube, dass es mein Schicksal ist, dass ich nun zum dritten Mal hier vor ihnen stehe" - dabei stockt ihm sogar kurz die Stimme.

Starke Rede von Südkoreas Präsident Lee Myung Bak für Olympia 2018

+++ 12:20 Uhr: Die Olympischen Sommerspiele 1988 in Seoul haben Hoffnung für sein Land gestiftet. Die Olympische Bewegung habe Südkorea viel gegeben. Jetzt wolle sein Land etwas zurückgeben. Olympia 2018 in Pyeongchang habe höchste Priorität für sein Land. Die Politik würde alles dafür geben, dass das IOC mit Stolz erfüllt würde. Eine starke Rede des Präsidenten.

+++ 12:19 Uhr: Der Präsident von Südkorea, Lee Myung Bak, spricht über die Entwicklung seines Landes. 1948 habe Südkorea lediglich drei Eisläufer zu den Olympischen Spielen nach St. Moritz geschickt.

+++ 12:17 Uhr: Während der Rede werden einige kommentierte Bilder eingeblendet - ähnlich wie bei einer Power-Point-Präsentation. Irgendwie passt das nicht zu dem modernen Film vorhin. Das hätte man besser machen können.

+++ 12:15 Uhr: Höflichkeit wird in Asien groß geschrieben: Der Vorsitzende des Bewerbungs-Komitees, Mr. YO Cho, lobt die anderen Bewerber Annecy und München - man sei Freunde geworden. Er wünsche ihnen viel Glück - aber nicht zu viel...

+++ 12:13 Uhr: Nach jeder Enttäuschung haben wir uns erhoben und aus den Fehlern gelernt - mit Hartnäckigkeit und Geduld soll die Olympischen Winterspiele im dritten Anlauf nach Korea gelangen, beschreibt die Vertreterin von Pyeongchang.

+++ 12:09 Uhr: Ein furioser Auftakt im Vergleich zur Bewerbung von Annecy.

+++ 12:06 Uhr: Jetzt wird es wieder ernst: Die Präsentation startet mit einem Film: Die Bewerbung des Hauptkonkurrenten Pyeongchang für Olympia 2018 setzt von Beginn an auf Emotionalität und eine gewaltige Bildersprache. Atemberaubende Sportszenen und begeisterte, jubelnde Sportler werden von angenehmer Pop-Musik untermalt.

Pyeongchang will Olympischen Spielen neue Horizonte eröffnen

+++ 12:02 Uhr: "Neue Horizonte" lautet das Motto der Bewerbung von Pyeongchang für die Olympischen Spiele 2018. Damit soll er ein klarer Gegenpol zu Europa gesetzt werden. Asien mit seinen vielsprechenden, auch finanziellen Märkten wirbt mit dem Reiz des Neuen. In wenigen Minuten startet die Präsentation.

+++ 11:54 Uhr: Nun wird mit Spannung die Präsentation des südkoreanischen Bewerbers Pyeongchang erwartet. Die Stadt will mit neuen Horizonten und einem gigantischen Budget für die Ausrichtung von Olympia 2018 werben.

+++ 11:47 Uhr: Die Anwesenheit von "Kaiser" Franz Beckenbauer soll übrigens nicht nur die IOC-Mitglieder beeindrucken. Seine Person steht auch für ein gutes Omen für die deutsche Bewerbung. Auf den Tag genau vor 11 Jahren, am 6. Juli 2000 in Zürich, holte Beckenbauer die Fußball-WM 2006 nach Deutschland.

+++ 11:36 Uhr: Die Deutschen hatten in ihrer Präsentation vor allem mit Emotionalität gepunktet: So hatte die zwölfmalige Paralympics-Siegerin Verena Bentele einen bewegenden Auftritt. Die blinde Langläuferin und Biathletin sagte: "Ich kann nicht sehen, was sie gesehen haben, aber ich kann ihre Begeisterung spüren", später schloss sie mit den Worten: "Wir sehen uns in München."

+++ 11:25 Uhr: IOC-Präsident Jacques Rogge bezeichnete auch hinter den Kulissen die deutsche Bewerbung als "exzellent".

Franzosen bleiben klarer Außenseiter für Olympia 2018

+++ 11:18 Uhr: Die Antwort der Franzosen: Ein großes internationales Sportcenter soll in Annecy entstehen. Mit der olympischen Bewegung sollen die antretenden Sportler inspirierend für die Jugend in aller Welt sein. Die Werte des Sports sollen weiterhin übermittelt werden.

+++ 11:16 Uhr: Nun startet die Fragerunde: Sergey Bubka fragt nach dem globalen Erbe von Olympia 2018 in Annecy. Und auch Fürst Albert meldet sich wieder zu Wort und fragt nach einer Haupt-Botschaft, einem starken Leitgedanken der Bewerbung.

+++ 11:14 Uhr: Damit endet die Präsentation der Franzosen für Annecy 2018. Der Ort bleibt damit krasser Außenseiter im Rennen um die Olympischen Spiele.

+++ 11:11 Uhr: Jean-Claude Killy philosophiert von dem Geist der Berge und dem Olympischen Gedanken.

+++ 11:09 Uhr: Der Wechsel von Träumen zu einer möglichen Wirklichkeit mit Olympischen Spielen 2018 in Annecy gelingt. Aber ob dieser Einspieler das Ruder noch herumreißen kann...

+++ 11:06 Uhr: Abschließend fahren die Franzosen doch noch den Faktor Emotionalität: In einem Film werden Menschen in allen Lebenssituationen gezeigt, die von der Faszination Wintersport träumen. Ein Mädchen fährt Ski am Computer, ein Mann lächelt, als er eine Schnee-Kugel in der Hand hält.

+++ 11:04 Uhr: Frankreich möchte die "Spiele von morgen feiern mit einer nachhaltigen Entwicklung". Die Franzosen betonen die Integrität des Sports und die Authentizität der Natur.

+++ 11:01 Uhr: 90 Prozent der Franzosen sind laut Umfragen für die Ausrichtung von Olympia 2018 in Annecy - das sind noch etwas mehr Befürworter als bei den Deutschen pro München. Bundespräsident Christian Wulff sprach von einer Zustimmung bei vier von fünf Deutschen.

Annecy verspricht Olympische Spiele mit Seele

+++ 10:58 Uhr: Die Franzosen versprechen Olympische Spiele mit Seele - auch hier wird eine Abgrenzung zu Pyeonchang deutlich.

+++ 10:55 Uhr: Die Reaktion der IOC-Mitglieder fällt prompt verhaltend aus - nur wenige applaudieren nach Ende des Trailers. Ganz anders bei der deutschen Bewerbung heute morgen - da wurde geschmunzelt, als ein Jodler den Saal mit seiner Stimme erfüllte und gelacht, als Franz Beckenbauer ankündigte, dass er schon bald mit dem Training für Olympia 2018 beginnen werde.

+++ 10:52 Uhr: Wieder etwas enttäuschend - der Einspieler eignet sich gewiss hervorragend als Werbefilm für einen Wintersportort. Erst im zweiten Teil wird ein kurzer Bezug zum Profisport hergestellt. Warum hier die Olympischen Spiele stattfinden sollen, bleibt unbeantwortet.

+++ 10:50 Uhr: Doch noch ein Film - folgt jetzt die emotionale Attacke auf die IOC-Mitglieder?

+++ 10:43 Uhr: Bilder sagen manchmal mehr als tausend Worte - hier hat die Bewerbung von Annecy für die Olympischen Spiele offenbar ein Problem. Während bei den Deutschen durch den Wechsel von Rednern und Einspielern eine sehr kurzweilige Präsentation entstand, wirken die Franzosen an dem Rednerpult etwas langatmig.

+++ 10:39 Uhr: Pernilla Wiberg betont die Nähe der Wohnstätten zu den Austragungsorten - 80 Prozent der Sportler wohnen weniger als zehn Minuten von dem Austragungsort seines Sportes entfernt.

+++ 10:38 Uhr: Ex-Spitzensportler Jean-Pierre Vidal geht auf die Umwelt-Faktoren und die Nachhaltigkeit der Planungen für Olympia 2018 in Annecy ein. Auch hier werden statt bewegter Bilder Postkarten-Motive und Grafiken gezeigt. Ein Plus sei die Schneesicherheit in dem französischen Ort.

Postkarten-Motive statt bewegter Bilder für Olympia 2018

+++ 10:36 Uhr: Das erste von drei Leitprinzipien in Frankreich: "Spiele im Herzen der Berge" - das könnte mit Blick auf die Großstädte München und Pyeonchang einer der wenigen Trümpfe der Franzosen sein. Erinnerungen an die traumhaften Olympischen Spiele von Lillehammer 1994 werden wach.

+++ 10:33 Uhr: Zwischendurch werden immer wieder Postkarten-Bilder aus der französischen Landschaft gezeigt - gewiss schöne Motive, aber völlig emotionslos.

+++ 10:32 Uhr: Annecy will eine warme, lebensfrohe Atmosphäre für Olympia 2018 bieten.

+++ 10:30 Uhr: Der Präsident des französischen Olympia-Komitees, Dennis Masseglia, betont die Unterstützung der französischen Sportler und der Wirtschaft.

+++ 10:27 Uhr: Annecy wirbt mit einer authentische Feier in einer außergewöhnlichen Bergkulisse für die Olympischen Spiele.

+++ 10:25 Uhr: Nun folgt die Präsentation der Bewerbung von Annecy für Olympia 2018.

+++ 10:21 Uhr: Der erste Wahlgang bietet für München eine große Gefahr. Hier könnte Südkorea auf eine absolute Mehrheit kommen, wenn sich Annecy und München gegenseitig die Stimmen wegnehmen. Im zweiten Wahlgang würden die Chancen für München steigen, da erwartet wird, dass die Stimmen von Annecy nach München gehen würden.

+++ 10:15 Uhr: 95 IOC-Mitglieder entscheiden am Nachmittag über die Vergabe von Olympia 2018. Damit braucht München mindestens 48 Stimmen, um die ersten Olympischen Spiele seit 46 Jahren auszurichten. 1972 zelebrierte München die Olympischen Sommerspiele.

Kleine Seitenhiebe der Deutschen in Richtung Pyeongchang

+++ 10:07 Uhr: Sogar IOC-Vizepräsident Thomas Bach konnte sich kleine Seitenhiebe nicht verkneifen: "Es geht nicht darum, wie oft sich jemand beworben hat. Es geht um den Sport und die Gesellschaft von morgen. Sagen sie doch bitte Ja zu München 2018."

+++ 10:03 Uhr: Die Deutschen haben beim Kampf um Olympia 2018 versucht, die Reihenfolge der Präsentationen auszunutzen. Dabei stellten sie nicht nur die Stärken des Standortes München vor, sondern versuchten sich auch klar von dem südkoreanischen Hauptkonkurrenten Pyeongchang abzugrenzen.

+++ 9:56 Uhr: Nun ist in Durban eine kleine Pause für die IOC-Mitglieder angesetzt. Um 10.25 Uhr startet die Präsentation von dem französischen Ort Annecy für Olympia 2018.

+++ 9:51 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Ude sieht eine sachlich und emotional starke Präsentation.

+++ 9:48 Uhr: Katarina Witt ist erleichtert und hat "gute Reaktionen" in den Gesichtern der IOC-Mitgliedern gesehen.

+++ 9:46 Uhr: Bundespräsident Christian Wulff zeigt sich zufrieden nach der Präsentation. "Ich bin sehr optimistisch, dass wir alles getan haben". Die Hauptbotschaft: "Die Wurzeln des Wintersports müssen gestärkt werden".

Emotionale Bewerbung von München für Olympia 2018

+++ 9:45 Uhr: Damit endet die Präsentation der Münchner - die Deutschen setzten auf Emotionen, um vielleicht den einen oder anderen Wackelkandidaten noch umzustimmen.

+++ 9:43 Uhr: Von der Politik habe es eiserne Garantien für die Bewerbung gegeben. Deutschland habe noch nie seine Versprechen gebrochen. Die Sicherheit, dass Olympische Spiele in Deutschland gelingen werden, schwingt mit.

+++ 9:41 Uhr: Bundespräsident Wulff betont, dass sich alle staatlichen Ebenen für die Bewerbung um die Olympischen Spiele ausgesprochen haben. Eine überwältigende Mehrheit - vier von fünf Deutschen - hätten sich für eine Bewerbung ausgesprochen.

+++ 9:40 Uhr: Bei einer weiteren Frage geht es um den Beitrag Deutschlands als ganzes Land für Olympia 2018 in München.

+++ 9:37 Uhr: Es antwortet Thomas Bach: Eine magische Atmosphäre für Sportler und Zuschauer - ganz im Sinne des olympischen Gedankens - sei das zentrale Element der Bewerbung.

Fürst Albert von Monaco fühlt den Deutschen auf den Zahn

+++ 9:36 Uhr: Überraschung: Fürst Albert von Monaco will den Deutschen auf den Zahn fühlen: "Was ist das wichtigste Element Ihrer Bewerbung?"

+++ 9:35 Uhr: Nun beginnt die Aussprache unter Leitung von IOC-Präsident Jacques Rogge.

+++ 9:34 Uhr: Der Jodler Willy Rehm beschließt die Bewerbung der Münchner für Olympia 2018.

+++ 9:33 Uhr: Bei München 2018 gehe es um eine Bewerbung die getragen werde von dem Sport und den Sportlern - auch hier wird wieder die Abgrenzung zum Milliardengeschäft Pyeongchang deutlich.

+++ 9:30 Uhr: IOC-Vizepräsident Bach betont nun die umweltbewussten Planungen für Olympia 2018 in München.

+++ 9:27 Uhr: Langsam wird der Aufbau der Bewerbung deutlich - die Bilder und die Musik der Trailer werden immer emotionaler. Jetzt rasen Sportler die Pisten hinunter, es werden angespannte Gesichter gezeigt. Konzentration, Freude, Enttäuschung - alles, was bei Olympia dazugehört.

+++ 9:25 Uhr: Eine Teilnahme bei Olympia fehle Beckenbauer in seiner ruhmreichen Karriere. Bei Olympia 2018 in München will er dabei sein - wenn nicht als Sportler, dann als Freiwilliger.

+++ 9:23 Uhr: Er soll an die Atomsphäre bei der Fußball-WM 2006 erinnern, an das Sommermärchen, das die Welt faszinierte: "Eine nette kleine Party mit Millionen Menschen", beschreibt Beckenbauer die WM 2006 und das, was Olympia 2018 in München bringen könnte. Und wieder fällt das Motto: "Festival der Freundschaft".

Beckenbauer erinnert an das Sommermärchen 2006

+++ 9:22 Uhr: Der Kaiser ergreift das Wort - Franz Beckenbauer ist der Überraschungstrumpf der deutschen Bewerbung um Olympia 2018.

+++ 9:20 Uhr: Die mehrfache Goldmedaillen-Gewinnerin Verena Bentele schwärmt von München, Maria Riesch setzt sich für Garmisch-Partenkirchen ein. In einem Trailer schwärmen Sportler aus Brasilien, Japan, Belgien und Slowenien von der Atmosphäre bei deutschen Veranstaltungen. Bewusst kommen hier auch Sportler aus Nationen zu Wort bei denen das Motto: "Dabei sein ist alles" lautet.

+++ 9:17 Uhr: Beim nächsten Film stehen die Paralympics im Mittelpunkt. Jetzt wird die Musik schon emotionaler und auch die Jubel-Bilder - etwa von Verena Bentele - gehen nahe.

+++ 9:14 Uhr: Wulff beendet seine kurze Ansprache mit einer Bitte: "Schenken sie der Jugend der Welt die Olympischen und Paralympischen Spiele". Und dann doch noch ein paar englische Worte: "Make dreams come true"

+++ 9:13 Uhr: Der Bundespräsident erwähnt auch die Paralympics und betont den Stellenwert bei einer Vergabe der Olympischen Spiele nach München.

+++ 9:12 Uhr: Wulff betont die Unterstützung von Bürgern, Wirtschaft und der Politik.

+++ 9:10 Uhr: Bundespräsident Christian Wulff hält seine Rede auf Deutsch - ungewöhnlich vor so einem Plenum. Er erzählt, dass er gerne Basketball spielt. Aber im Winter ziehen ihn seine Kinder in den Schnee. Wulff kündigt fröhliche, emotionale und enthusiastische Spiele an: "Im Mittelpunkt stehen die Athleten".

Wohlfühlatmosphäre statt Spektakel bei Olympia 2018

+++ 9:08 Uhr: Auch der nächste Film ist bemerkenswert unaufgeregt - Wohlfühlatmosphäre statt Spektakel lautet die Münchner Botschaft. Die Bilder zeigen Einigkeit und Vorfreude.

+++ 9:06 Uhr: Natürlich müssen auch die Zahlen stimmen - nun geht es um die finanziellen Vorzüge bei einer Vergabe von Olympia 2018 nach München. Mehrwert und Mehrschöpfung für jeden, wird versprochen.

+++ 9:04 Uhr: Nun zeigen die Münchner, wo sich die Sportler messen sollen. Aus der Luft werden die verschiedenen Sportstätten in Garmisch-Partenkirchen präsentiert und die Nähe zum Dorf betont. Derweil soll der Olympia-Park in München rocken.

+++ 9:00 Uhr: Bis jetzt setzen die Münchner auf Nähe statt Protz für Olympia 2018. Nun zeigt ein Film die Vorzüge der Austragungsstätten. Katarina Witt spielt die Hauptrolle, entspannt liegt sie auf einer Liege, geht in der City shoppen oder besichtigt ein Schloss. Und immer wieder werden atemberaubende Winterbilder eingespielt.

+++ 8:58 Uhr: Ude spielt die Trumpfkarte der Olympischen Spiele 1972 in München - die olympischen Austragungsstätten seien größtenteils immer noch in Betrieb und hätten Nachhaltigkeit bewiesen.

Mit Holzhammer und Jodler für Olympia in München

+++ 8:55 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Ude verspricht eine Stadt, in die sich die Olympia-Gäste verlieben würde: Ude hat den Holzhammer dabei, mit dem er anzapfen will, wenn Olympia 2018 nach Deutschland geht.

+++ 8:52 Uhr: Nun hat Katarina Witt das Wort ergriffen - und sorgt gleich für einen kleinen Schockeffekt bei den IOC-Mitgliedern. Ein Jodler beginnt im Rücken der IOC-Mitglieder laut zu trällern - ein eigenwilliger, aber sympathischer Auftakt.

+++ 8:48 Uhr: IOC-Vizepräsident Thomas Bach betont, dass es heute um die Art und Weise geht, welche Bewegung wir der Olympischen Bewegung geben wollen. Damit spielt er schon gleich auf die Reibach-Bewerbung der Südkoreaner an und versucht mit München einen leidenschaftlichen Gegenpol zu setzen.

München will ein Festival der Freundschaft bei Olympia 2018

+++ 8:45 Uhr: Ein kurzer Trailer startet die Bewerbung der Münchner - die Stadt will ein Festival der Freundschaft bei Olympia 2018 zelebrieren. Fröhliche Gesichter lachen in die Kamera.

+++ 8:44 Uhr: Der Hauptkonkurrent der Münchner um Olympia 2018 ist Pyeonchang. Die südkoreanische Stadt tritt bereits zum dritten Mal an. Für 2010 scheiterte Pyeonchang an Vancouver und für 2014 an Sotschi.

+++ 8:40 Uhr: In wenigen Minuten wird es ernst für die deutschen Olympia-Träume. Dann präsentiert München dem IOC seine Bewerbung um Olympia 2018 am Vergabeort Durban in Südafrika.

+++ 8:35 Uhr: München fiebert der Entscheidung um die Vergabe von Olympia 2018 entgegen. In der bayrischen Landeshauptstadt wollen die Wintersport-Fans auf einer großen Fanmeile zwischen Marienplatz und Richard-Strauss-Brunnen den entscheidenden Tag auf Großleinwänden verfolgen.

Folgt auf das Sommermärchen 2006 nun das Wintermärchen 2018 in Deutschland? Heute wird das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Olympischen Winterspiele für das Jahr 2018 vergeben. Während die südkoreanische Stadt Pyeongchang lange als großer Favorit galt, hat München offenbar in der Gunst der IOC-Mitglieder stark aufgeholt. Dem französischen Ort Annecy werden dagegen nur geringe Chancen auf Olympia 2018 eingeräumt.

Emotionale und enthusiastische Olympische Spiele in München

Im deutschen Lager herrscht vor der Abstimmung großer Optimismus. Bundespräsident Christian Wulff kündigte am Vergabeort Durban in Südafrika einen historischen Sieg für Deutschland an. „München hat eine hervorragende Bewerbung vorgelegt“, sagte Wulff. Die Olympischen Spiele wären „ein Riesengeschenk“. Die Botschaft, die Wulff in Durban an das IOC richten will, ist eindeutig: „Ich bin hier, um die Zusicherung zu geben, dass wir emotionale und enthusiastische Spiele ausrichten werden, wenn wir den Zuschlag bekommen.“

Wulff gehört ebenso zur Delegation der Münchner wie Katarina Witt und Franz Beckenbauer. Der „Kaiser“ hofft, „dass es nach der fantastischen Fußball-WM mit dem Sommertraum jetzt einen Wintertraum gibt.“ Die Münchner präsentieren dem IOC ihre Bewerbung für Olympia 2018 ab 8.45 Uhr in Durban. Im Anschluss folgen die Präsentationen von Annecy und Pyeongchang.

München wirbt für Olympia 2018 mit Romantik statt Reibach

Die Südkoreaner geben sich äußerst selbstbewusst. Pyeongchang verspricht dem IOC den Zugang zu neuen Märkten in Asien. Dagegen setzt München auf Romantik statt Reibach und Gefühle statt Geld. Die deutsche Vision von Olympia 2018 ist ein „Festival der Freundschaft“. Thomas Bach (Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und IOC- Vizepräsident) will die anderen Herren der Ringe davon überzeugen, dass Olympia nach den recht riskant erscheinenden Vergaben an Sotschi 2014 (Winter) und Rio de Janeiro (Sommer) 2016 eine kurze Pause braucht, einen „sicheren Hafen“. München oder Pyeongchang - es wird wohl ein enges Rennen um Olympia 2018. DerWesten berichtet im Liveticker.

 
 

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