Michael Schumacher: Früherer Boss spricht offen über tragischen Moment – „Das war diabolisch“

Michael Schumacher 2003 in Indianapolis.
Michael Schumacher 2003 in Indianapolis.
Foto: Imago Images / Motorsport Images

Flavio Briatore und Michael Schumacher feierten jahrelang beim Benetton-Rennstall einen Erfolg nach dem anderen. Nun äußerte der ehemalige Teamchef sich zu einem besonders tragischen Moment im Leben der Formel-1-Legende.

1991 hatte Flavio Briatore den bis dahin unbekannten Michael Schumacher zu Benetton geholt. Bei Benetton entwickelte Schumi sich zu einem der größten Piloten aller Zeiten.

Michael Schumacher und der Silverstone-Skandal

1994 und 1995 feierte Michael Schumacher mit Flavio Briatore jeweils den WM-Titel, ehe es für den deutschen Formel-1-Fahrer zur Scuderia Ferrari ging. An die erste Weltmeister-Saison hat Briatore allerdings nicht nur positive Erinnerungen.

Beim Großbritannien-GP in Silverstone drohte Michael Schumacher die WM zu verspielen. Bei der Einführungsrunde hatte er seinen großen Rivalen Damon Hill unerlaubterweise überholt. Während des Rennens sah Schumi die schwarze Flagge, die sein Renn-Aus bedeuten sollte.

In der RTL-Doku „Die Michael Schumacher Story“ erzählt Briatore: „Ich habe mit dem Renndirektor diskutiert. Und er sagte: Sorry, war mein Fehler, fahrt weiter.“

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Michael Schumacher gesperrt

Trotzdem wurde Schumacher nachträglich für das Rennen in Silverstone disqualifiziert sowie die beiden kommenden Grand Prix gesperrt. „Das war alles manipuliert“, schimpft Briatore: „Angeführt von FIA-Boss Max Mosley. Das war diabolisch.“

Chef-Ingenieur Ross Brawn erinnert sich an den Spießrutenlauf, den Benetton damals durchleben musste. Neben dem Silverstone-Skandal wurde Benetton immer wieder mit Anschuldigungen wegen unerlaubter Starthilfe konfrontiert.

Brawn: „Wenn du an der Spitze stehst, ist die Situation plötzlich anders. Die Leute wollen dich abstürzen sehen.“

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Benetton-Debakel in Hockenheim

Weil Schumi-Fans beim Heim-GP in Hockenheim mit Randale drohten, gab der Automobil-Weltverband nach und hob die Sperre wieder auf. Michael Schumacher durfte beim folgenden Rennen in Hockenheim doch an den Start. Das Rennen wurde jedoch ein Debakel für Benetton. Bei einem Boxenstopp fing der Wagen von Schumi-Teamkollege Jos Verstappen Feuer. Der Niederländer und mehrere Techniker erlitten Verbrennungen. Schumi selbst schied wenig später wegen eines Schadens aus.

Michael Schumacher - seine Formel-1-Karriere

Michael Schumacher entwickelte sich in den Folgejahren zum erfolgreichsten Formel-1-Piloten aller Zeiten. Nach seinen zwei WM-Titeln mit Benetton feierte er mit Ferrari fünf weitere.

Seine sieben WM-Titel sind ebenso wie seine 307 Rennsiege bis heute Rekord. (dhe)

 
 

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