Tour de France 2020: Hiobsbotschaft für deutsche Tour-Hoffnung Buchmann!

Bei der Tour de France 2020 wird Maximilian Schachmann wohl nicht dabei sein.
Bei der Tour de France 2020 wird Maximilian Schachmann wohl nicht dabei sein.
Foto: dpa

Emanuel Buchmann erholt sich vor der Tour de France 2020 nur langsam von den Prellungen und Hämatomen nach seinem Sturz bei der Dauphine, jetzt droht der deutschen Tour-Hoffnung der nächste Rückschlag.

Die Chancen auf einen Start seines Edelhelfers Maximilian Schachmann bei der Tour de France 2020 sind auf ein Minimum gesunken. „Ich vermute, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ich fahre. Zum Tour-Start wird der Bruch definitiv nicht verheilt sein“, sagte Schachmann der Bild-Zeitung.

Tour de France 2020 Schachmann fällt wohl aus

Der deutsche Straßenmeister vom Team Bora-hansgrohe war am vergangenen Samstag bei der Lombardei-Rundfahrt von einem Auto angefahren worden und hatte sich einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Eine Operation war zunächst nicht notwendig.

„Man muss einfach sehen, wie sich das Schmerzlevel entwickelt. Kann ich ohne Einschränkungen das Rad steuern und kann ich durch ein Schlagloch fahren ohne zu schreien oder habe ich schon riesige Schmerzen, wenn ich nach der Trinkflasche greife“, sagte der Berliner, der sich zuletzt mit dem dritten Platz bei Strade Bianche in starker Form präsentierte. Vor der Corona-Zwangspause hatte der Allrounder bei Paris-Nizza das letzte WorldTour-Rennen gewonnen.

Bei der am 29. August in Nizza beginnenden Tour (bis 20. September) ist Schachmann eigentlich als großer Unterstützer von Buchmann eingeplant, der beim Saisonhöhepunkt das Podium anpeilt. „Max ist sehr wichtig. Er hat diese Power, nicht nur in den Bergen, sondern in jedem Terrain“, sagte Buchmann zuletzt.

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Teammanager Denk ist bedient

Schachmanns Ausfall wäre „mit Blickwinkel auf unsere Mannschaft natürlich sehr bitter“, betonte Teammanager Ralph Denk. Die Stürze in den vergangenen Tagen seien „schon ein harter Schlag für uns“ gewesen.

Buchmann hatte sich bei einem Sturz in einer Abfahrt auf der vorletzten Etappe der Dauphine am Samstag starke Prellungen im Rücken- und Gesäßbereich zugezogen. Er legt nun kurz vor der Großen Schleife eine längere Trainingspause ein. Man müsse jetzt „von Tag zu Tag schauen und Entscheidungen treffen“, so Denk. Gleiches gilt für Schachmann.

 
 

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