Sebastian Vettel und Formel 1-Kollege Ricciardo können es nicht fassen – „Respektlos und rücksichtslos“

Sebastian Vettel ist von der Formel 1-Übertragung genervt.
Sebastian Vettel ist von der Formel 1-Übertragung genervt.
Foto: imago images/HochZwei

Der Horror-Crash von Romain Grosjean hat die Formel 1 am Wochenende erschüttert. Auch Sebastian Vettel war von den Bildern sichtlich geschockt.

Minutenlang liefen im Fernsehen die Szenen des dramatischen Unfalls aus der Formel 1. Sebastian Vettel und Fahrer-Kollege Daniel Ricciardo platzte deswegen der Kragen.

Sebastian Vettel angewidert: „Menschen mögen Unfälle“

Diese Bilder haben sich bei vielen Zuschauern eingebrannt. Romain Grosjean rast mit hoher Geschwindigkeit in eine Leitplanke, der F1-Bolide zerreißt in zwei Stücke und es gibt eine riesige Explosion. Es vergehen Bange Minuten bis die FIA die erlösenden Bilder zeigt.

Grosjean befreit sich aus dem Feuer und rettet sich in Medicalcar. Mittlerweile stellte sich heraus: Der Franzose hat den Crash fast schadlos überlebt, lediglich ein paar Verbrennungen an den Handgelenken hat er erlitten.

Es waren Bilder, die nach Meinung von Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo nicht so lange im TV hätten laufen sollen. Vettel mutmaßte, dass Menschen solche Szenen wohl gerne sehen würden. „Sonst würde der Regisseur oder wer auch immer schneidet, es nicht immer und immer wieder zeigen. Menschen mögen Unfälle, manchmal vergessen sie vielleicht, dass wir hinter dem Lenkrad sind“, sagte Vettel.

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Ricciardo: „Abscheu und Enttäuschung“

Renault-Pilot Daniel Ricciardo fand deutlichere Worte. Er sprach von „Abscheu und Enttäuschung“ und polterte weiter: „Die Art, wie sie den Vorfall von Grosjean wieder und wieder gezeigt haben, die andauernden Wiederholungen, das war komplett respektlos und rücksichtslos für seine Familie, für alle unsere Familien, die zugeschaut haben.“

Ein Sprecher der Formel 1 hat auf diese Vorwürfe bereits reagiert. Gegenüber „motorsport.com“ sagte er: „Es werden keine Wiederholungen eines Unfalls gezeigt, bis es das Einverständnis und die Bestätigung von der Rennleitung/Fia gibt, dass alle Personen (Fahrer, Marshals, Ärzte etc.) in Sicherheit sind. Wiederholungen wurden erst danach gestartet.“

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Formel-1-Sportchef Ross Brawn erläuterte zudem, dass die Produzenten die Aufnahmen erst sendeten, als sie wussten, dass „Romain in Sicherheit war, was unserem Protokoll entspricht.“ (fs)

 
 

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