Olympiasieger Mo Farah erhebt Rassismus-Vorwürfe gegen Bundespolizei am Münchener Flughafen

Gewann als Langstreckenläufer bereits vier olympische Goldmedaillen: Mo Farah.
Gewann als Langstreckenläufer bereits vier olympische Goldmedaillen: Mo Farah.
Foto: imago

München. Der vierfache Olympiasieger Mo Farah hat am Dienstag schwere Vorwürfe gegen die Bundespolizei am Flughafen München erhoben. Wie er seinen Fans in einem Video bei Instagram mitteilt, fühlte er sich bei den Kontrollen rassistisch beleidigt.

In dem Video ist zu sehen wie der Langstreckenläufer sich kopfschüttelnd über die „reine Schikane“ bei der Flughafen-Kontrolle beschwert. Dabei sei er „wie verrückt betatscht“ worden. Das führt der in Somalia geborene 34-Jährige auf seine Hautfarbe zurück: „Traurig in diesem Zeitalter rassistische Belästigung zu sehen“, kommentierte er sein Live-Video bei Instagram.

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Bundespolizei wehrt sich gegen Rassismus-Vorwurf

Die Bundespolizei Bayern wies die Rassismus-Vorwürfe „entschieden“ zurück. In einer offiziellen Mitteilung heißt es: „Sir Mo Farah war erst mit der regulären Fluggastkontrolle am Münchener Flughafen nicht einverstanden. Danach hat er sich nach einem Verstoß gegen Sicherheitsvorgaben einer folgenden polizeilichen Weisung widersetzt.“

Letzteres bezieht sich auf die Filmaufnahmen des 34-Jährigen im Bereich der Sicherheitskontrollen. Das ist wie an allen anderen Flughäfen in Deutschland nicht zulässig, erinnert die Bundespolizei bei Twitter.

Bundespolizist schiebt Olympiasieger weg

Im Farahs Video ist zu sehen, wie ein Bundespolizist ihn deshalb anwies den Bereich der Sicherheitskontrollen zu verlassen. Um seine Forderung zu unterstreichen, schob der Beamte den Leichtathleten an der Schulter in Richtung Abfluggate.

Unter dem Hinweis das Video live bei Instagram zu teilen, forderte Farah den Beamten auf ihn nicht anzufassen. Doch davon ließ sich der Beamte nicht beirren.

Nach Angaben des „Telegraph“ war Mo Farah auf dem Weg zurück in sein Trainingscamp in Äthiopien. Der 34-Jährige trainiert derzeit für den Londoner Marathon, um der erste Britische Gewinner seit 1993 zu werden.

 
 

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