Michael Schumacher: Aufatmen! Es gibt wunderbare Nachrichten – „Sieht positiv aus“

Wie geht es Michael Schumacher? Diese Frage stellen Motorsport-Fans sich auf der ganzen Welt.
Wie geht es Michael Schumacher? Diese Frage stellen Motorsport-Fans sich auf der ganzen Welt.
Foto: imago/ZUMA Press

Seit Jahren bangen die Fans von Michael Schumacher um dessen Gesundheit. Informationen gelangen kaum an die Öffentlichkeit.

Dafür gibt es nun andere gute Nachrichten aus dem Leben des besten Rennfahrers aller Zeiten. Eine Kehrtwende, die wohl selbst der optimistischste Fan von Michael Schumacher nicht mehr für möglich gehalten hätte.

Michael Schumacher: Fans dürfen jubeln

Es geht um den Erftlandring. Eigentlich sollte die legendäre Kartbahn von Michael Schumacher in Kerpen (NRW) dem Erdboden gleichgemacht werden. Sie sollte dem Braunkohle-Tagebau von RWE weichen.

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Das ist Michael Schumacher:

  • Michael Schumacher wurde am 3. Januar 1969 in Hürth in NRW geboren
  • Er ist der erfolgreichste Pilot der Formel-1-Geschichte
  • Er hält die Rekorde von sieben Weltmeistertiteln, 91 Siegen, 155 Podestplatzierungen und 77 schnellsten Rennrunden
  • Am 29. Dezember 2013 erlitt Michael Schumacher ein schweres Schädel-Hirn-Trauma bei einem Ski-Unfall im französischen Meribel
  • Seitdem wurde nur noch sehr wenig über den Zustand von Michael Schumacher bekannt
  • Lediglich Freunde äußern sich ab und an zu seinem Gesundheitszustand

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Aber dank des erbitterten Kampfes der Umweltschützer bleibt nicht nur der Hambacher Forst bestehen, sondern auch die Kartbahn. „Ich habe mit RWE telefoniert“, sagte Betreiber Gerhard Noack der „Welt“: „Bevor die Verträge mit der Regierung nicht unterschrieben sind, ist nichts fix. Aber es sieht positiv aus.“

Legendärer Erftlandring

Auf dem Erftlandring sammelten viele spätere Formel-1-Stars ihre ersten Rennsport-Erfahrungen, darunter Ayrton Senna, Mika Häkkinen oder Christian Fittipaldi. Neben Michael Schumacher und seinem Bruder Ralf diente der Erftlandring zudem deutschen Formel-1-Piloten wie Heinz-Harald Frentzen, Nick Heidfeld oder Sebastian Vettel in jungen Jahren als „Hausstrecke“.

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Der legendäre Erftlandring:

  • Streckenlänge: 1,107 km
  • Kurven: 10
  • Streckenrekord (Kart im Uhrzeigersinn): 0:42,019 min.
  • Streckenrekord (Kart gegen Uhrzeigersinn): 0:41,85 min.

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Auch der Sohn von Michael Schumacher wagte auf dem Erftlandring seine ersten Gehversuche im Motorsport. Mick Schumacher entwickelte sich daraufhin in den vergangenen Jahren zu einem hochtalentierten Fahrer. Schumi Junior stieg nach guten Leistungen in der Formel 4 und Formel 3 zuletzt in die Formel 2 auf. Experten sind sich sicher: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Mick den Sprung in die Königsklasse schafft.

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Immer wieder wird der Nachwuchsrennfahrer mit Vergleichen zu seinem Vater konfrontiert. Kein Wunder – schließlich ist sein Vater eine lebende Motorsport-Legende und sein Sohn auf dem besten Weg, in dessen Fußstapfen zu treten. Die Vergleiche zu Papa Michael stören den 20-Jährigen aber herzlich wenig, wie er vor einiger Zeit gegenüber RTL klarstellte: „Ich habe kein Problem mit Vergleichen zu meinem Papa. Denn mein Papa ist der Beste, darum ist er auch mein Vorbild.“

Mick Schumacher bei Ferrari

Mick Schumacher schaffte es bereits in die Nachwuchs-Akademie von Ferrari. Für die Fans wäre es wohl das Größte, wenn nach Michael Schumacher schon bald der nächste Schumi für die Scuderia in der Formel 1 an den Start gehen würde.

Schritt in die Königsklasse noch zu groß?

Der Schritt von den unteren Rennklassen in die Formel 1 ist sehr groß. Das weiß auch Mick Schumacher. Der Youngster will daher zunächst in der Formel 2 weiter seine Erfahrungen sammeln, ehe er sich in der Königsklasse versucht.

Im Boliden des Prema Powerteams, für das der in der Schweiz geborene Rennfahrer in der F2 an den Start geht, konnte er bereits erste Erfolge erzielen. Am 4. August gewann der das Rennen in Ungarn – auf der Strecke, die auch einst seinem Vater sehr lag.

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Mehr zum Thema:

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Ross Brawn, Ex-Ferrari-Teamchef und langjähriger Vertrauter von Michael Schumacher, sagte über den Gänsehaut-Moment bei der anschließenden Zeremonie: „Es war ein emotionaler Moment, als ich sah, wie er seine Arme zum Himmel hob, und ich kann nicht leugnen, dass mich das an seinen Vater Michael erinnerte.“ (>> hier mehr dazu)

Ferrari in der Krise

Geht es für Mick schon nächste Saison in die Formel 1? Dort kann Ferrari ein wenig Glanz schleunigst gebrauchen. Seit 2008 feierte die Scuderia keinen WM-Titel mehr. In der vergangenen Saison fuhren die beiden Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc der Mercedes-Konkurrenz meilenweit hinterher.

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Das ist Mick Schumacher:

  • Geboren am 22. März 1999 in Vufflens-le-Chateau (Schweiz).
  • 2008 machte Mick Schumacher seine ersten Gehversuche im Kartsport. Er ging unter dem Pseudonym Mick Betsch an den Start, um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen.
  • 2015 begann er in der Formel 4, wo er 2016 den 2. Platz in der Gesamtwertung belegte und in die Formel 3 aufstieg.
  • In der Formel 3 schloss er die Saison 2017 auf dem 12. Platz ab. 2018 gewann er die Formel-3-Meisterschaft und holte sich damit seinen Startplatz für die Formel 2, wo er seit 2019 mitfährt.

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Der neue Bolide FS1000, mit dem der italienische Rennstall in der im März beginnenden Saison an den Start geht, soll die Lücke zu den Silberpfeilen schließen. Dass die Scuderia bei der Präsentation auch bekannt gab, dass Sebastian Vettel nicht mehr der Top-Fahrer ist sondern der Heppenheimer mit Teamkollege Charles Leclerc gleichgestellt, ist der nächste Nackenschlag für den Deutschen.

Hamilton auf dem Weg zum Rekord

Lewis Hamilton eilt währenddessen zum ganz großen Rekord. In diesem Jahr kann der Brite den Rekord von Michael Schumacher von sieben WM-Titeln egalisieren. Als Hamilton nach seinem sechsten Triumph im vergangenen Jahr gefragt wurde, ob er nun den Schumi-Rekord knacken wolle, meinte er: „Ich bin so fit wie eh und je. Wir werden mit unserem Team nach wie vor Gas geben.“

2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und im vergangenen Jahr holte sich der in Stevenage geborene Engländer die Krone in der höchsten Rennsport-Klasse. Selbstverständlich geht er damit auch als Top-Favorit auf den WM-Titel 2020 in die Saison.

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Die Rennställe und ihre Piloten 2020:

  • Mercedes: Lewis Hamilton, Valtteri Bottas
  • Ferrari: Sebastian Vettel, Charles Leclerc
  • Renault: Daniel Ricciardo, Esteban Ocon*
  • Red Bull: Max Verstappen, Alexander Albon
  • Alfa Romeo: Kimi Räikkönen, Antonio Giovinazzi
  • Alpha Tauri (vorher Toro Rosso): Pierre Gasly, Daniil Kwjat
  • Williams: George Russell, Nicholas Latifi*
  • Haas: Kevin Magnussen, Romain Grosjean
  • McLaren: Lando Norris, Carlos Sainz

* = Debütant

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Wie geht es 2021 weiter?

Besonders spannend wird es dann nach dieser Saison - zum einen weil die Verträge der Topstars Lewis Hamilton und Sebastian Vettel bei ihren Rennställen auslaufen. Und zum anderen weil die Formel 1 sich 2021 mit einem umfassend veränderten Regelwerk in eine neue Ära bewegt.

Was passiert mit Vettel?

Sebastian Vettel steht bei Ferrari vor seinem letzten Vertragsjahr. Was macht der 32-Jährige danach? Manche Formel-1-Experten glauben, dass Vettel dann seine Karriere beendet. Andere trauen ihm einen Wechsel zu Red Bull oder McLaren zu.

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Das ist Sebastian Vettel:

  • Geboren am 3. Juli 1987 in Heppenheim.
  • 2007 schaffte Vettel den Sprung in die Formel 1, wo er zunächst für BMW Sauber und Toro Rosso an den Start ging.
  • 2009 folgte sein Wechsel zu Red Bull. Dort feierte er von 2010 bis 2013 vier WM-Titel in Serie.
  • 2015 wechselte Vettel zu Ferrari. Mit der Scuderia blieb ihm der große Wurf bisher jedoch verwehrt.

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Ihm bleibt nur noch eine Chance in diesem Jahr doch endlich in die Fußstapfen von Michael Schumacher zu treten. Wie das funktionieren soll, liest du HIER!

Ein Experte schätzt die Chancen von Vettel ein. Alles dazu liest du hier!

Ferrari mit Problemen zu Saisonbeginn

Für Ferrari begannen die ersten Testfahrten so chaotisch wie die vergangene Saison aufgehört hatte. Erst musste Sebastian Vettel krankheitsbedingt absagen, dann gab es mal wieder technische Probleme. Auch zu Beginn der Saison 2020 fährt Ferrari der Konkurrenz offenbar meilenweit hinterher. (dhe)

 
 

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