Michael Schumacher: Manager verrät Schumi-Pläne: „Das wäre das Endergebnis gewesen“

Wie geht es Michael Schumacher? Millionen Motorsportfans auf der ganzen Welt stellen sich diese Frage.
Wie geht es Michael Schumacher? Millionen Motorsportfans auf der ganzen Welt stellen sich diese Frage.
Foto: imago/ZUMA Press

Seit mehr als fünf Jahren warten Fans von Michael Schumacher auf ein Zeichen der Formel-1-Legende.

Die Motorsport-Ikone war im Dezember bei einem Skiunfall in Frankreich schlimm gestürzt. Dabei hatte Michael Schumacher ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten und lag monatelang im Krankenhaus von Grenoble.

Michael Schumacher: Willi Weber über Manager-Pläne

Anschließend ging es für Michael Schumacher zurück in seine Schweizer Wahlheimat, wo er sich seitdem bei seiner Familie in medizinischer Rehabilitation befindet. Die Fans wünschen sich seit Jahren nichts sehnlicher als ein positives Zeichen von dem mittlerweile 50-Jährigen. Doch die Familie lässt kaum Infos an die Öffentlichkeit durchdringen.

Nur manch ein ehemaliger Weggefährte verrät dann und wann ein paar Schumi-Details – so auch sein früherer Manager Willi Weber. Der 77-Jährige erzählte im Gespräch mit „Motorsport Total“ von ganz besonderen Plänen des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters.

Weber: „Michael weiß ja alles“

Weber meinte, er habe früher den Eindruck gewonnen, Michael Schumacher hätte seinen Sohn Mick bei dessen Weg in die Formel 1 managen wollen. „Michael war bestrebt, den Jungen in die Formel 1 zu bringen und ihn zu managen, so wie ich früher ihn gemanagt habe“, sagte Weber: „Das wäre das Endergebnis aus der ganzen Geschichte gewesen. Das hätte ihm sehr gefallen.“

Laut Weber sei Schumis Bestreben dahingehend „absolut richtig“ gewesen: „Michael weiß ja alles. Mit welchen Teams er sprechen muss, er weiß, wie das alles geht. Weil er die Erfahrungen alle selbst gemacht hat. Das war schon sein Bestreben.“

Mick auf seinem Weg in die Formel 1

Auch ohne seinen Vater als Manager schlägt Mick sich bereits sehr gut im Rennsport. Im vergangenen Jahr gewann Mick den Titel in der europäischen Formel-3-Meisterschaft und empfahl sich für größere Aufgaben. Prompt verpflichtete die Ferrari Driver Academy den 20-Jährigen im eigenen Nachwuchsförderungsprogramm.

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Mick Schumacher habe laut Weber einen gewaltigen Druck zu erdulden. „Mick hat mit diesem Vater eine schwere Last zu tragen“, so Weber: „Man vergleicht ihn immer mit Michael und sagt: 'Der heißt Schumacher, der muss das gleiche Ergebnis bringen wie sein Vater.' Das ist natürlich eine Riesenbelastung für den Jungen.“

Weber weiter: „Wenn Michael noch an seiner Seite stehen könnte, hätte das alles eine ganz andere Symbolik. Aber jetzt vertritt Mick in den Augen der Menschen im Wesentlichen seinen Vater. Das ist das Problem. Weil ihn jeder vergleicht und alle sagen, der muss die gleichen Ergebnisse bringen.“

„Gelitten wie ein Hund“

Zur Schumacher-Familie habe Weber derzeit keinen Kontakt mehr. „Frau Kehm hat unser Verhältnis über die Presse komplett zerstört“, sagt er über Schumis aktuelle Managerin: „Seitens der Schumachers ist nichts mehr gekommen.“

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Weber erzählt: „Ich habe nach dem Unfall drei Monate gelitten wie ein Hund. Die Leute sprechen mich an, egal wo ich bin: 'Sie sind doch der Weber, wie geht's dem Schumacher?' Da fängt das Ganze immer wieder von vorne an.“

Weber: „Ich wünsche mir, dass Michael schnellstens wieder auf die Beine kommt und ich ihn umarmen kann. Das ist mein sehnlichster Wunsch.“ (dhe)

 
 

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